27. Februar 2022 / 17:20 Uhr

Drama auf Luckenwalder Kunstrasen

Drama auf Luckenwalder Kunstrasen

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Der Moment der Entscheidung: Die Jüterboger Landesklasse-Fußballer verlieren auf Kunstrasen in Luckenwalde die Partie gegen Union Bestensee durch ein Kopfballtor in der letzten Minute der Nachspielzeit 1:2.
Der Moment der Entscheidung: Die Jüterboger Landesklasse-Fußballer verlieren auf Kunstrasen in Luckenwalde die Partie gegen Union Bestensee durch ein Kopfballtor in der letzten Minute der Nachspielzeit 1:2. © Frank Neßler
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Landesklasse Ost: Der FC Viktoria Jüterbog verliert sein kurzfristig in die TF-Kreisstadt verlegtes Heimspiel gegen Union Bestensee in der letzten Minute der Nachspielzeit mit 1:2.

Der letzte Kopfball brachte die Entscheidung: In der Nachspielzeit verloren die Landesklasse-Fußballer des FC Viktoria Jüterbog am späten Sonnabendnachmittag zum Auftakt der Rückrunde in der Oststaffel gegen Grün-Weiß Union Bestensee mit 1:2. Der wenige Minuten zuvor eingewechselte Marc Manthey (90.+3) besorgte den Siegtreffer nach Freistoß per Kopf für das Team aus dem Norden des Fußballkreises Dahme/Fläming. Tabellenschlusslicht Jüterbog stand nach großem Kampf mit leeren Händen da.

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„Ärgerlich, sehr, sehr ärgerlich“, erklärte Viktoria-Trainer Rigo Totsche unmittelbar nach der dramatischen Schlussphase, „ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen. Sie haben sich gut verkauft, gut gekämpft und nach langer Zeit auch mal wieder richtig gut Fußball gespielt. Dass das Spiel dann so dumm läuft, ist echt schade.“

In Bildern: Zum Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Landesklasse Ost gewinnt Union Bestensse mit 2:1 auf Luckenwalder Kunstrasen gegen Gastgeber Viktoria Jüterbog.

Zum Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Landesklasse Ost gewinnt Union Bestensse mit 2:1 auf Luckenwalder Kunstrasen gegen Gastgeber Viktoria Jüterbog (blaue Spielkleidung). Zur Galerie
Zum Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Landesklasse Ost gewinnt Union Bestensse mit 2:1 auf Luckenwalder Kunstrasen gegen Gastgeber Viktoria Jüterbog (blaue Spielkleidung). © Frank Neßler

Den Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Landesklasse Ost vollzogen die Jüterboger nicht auf gewohntem Terrain. Der heimische Sportplatz am Rohrteich wurde von der Jüterboger Stadtverwaltung gesperrt. Der FC Viktoria musste recht kurzfristig nach Alternativen suchen. Eine Spielabsage ist aufgrund des engen Spielplanes nur in Ausnahmefällen drin. „Da wir erst spät davon erfahren haben, dass unser Platz gesperrt wird, war ein Ausweichen nach Altes Lager oder Malterhausen nicht mehr möglich“, so der FC-Vorsitzende Thomas Faber, „ab Freitagmittag erreicht man in öffentlichen Verwaltungen niemanden mehr, ein Herrichten der Plätze war ausgeschlossen.“ Ein möglicher Tausch des Heimrechts kam für Jüterbog nicht in Betracht. Dank guter Kontakte nach Luckenwalde wurde die Partie schließlich am späten Sonnabendnachmittag auf dem Kunstrasen im Seelenbinder-Stadion unter Flutlicht angepfiffen.

20 Zuschauer sahen eine erste Halbzeit, in der Union Bestensee seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Dem Tabellenvierten war es allerdings recht schwer gefallen, zu kombinieren. Die Jüterboger hielten mit Kampf dagegen. Torchancen waren selten. Die Bestenseer 1:0-Pausenführung durch John Janisch (35. Minute), der den Ball nach einem Pfostenschuss im Nachsetzen über die Linie brachte, ging jedoch in Ordnung.

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Nach Wiederbeginn setzten die Jüterboger den Favoriten verstärkt unter Druck. Bestensee gelang jetzt nicht mehr viel. Die Jüterboger waren besser im Spiel. David Schröder (68.) markierte schließlich den 1:1-Ausgleich. Die Viktoria-Fußballerspürten Mitte der zweiten Halbzeit, dass für sie mehr als nur ein Punkt in diesem Spiel im Kampf gegen den Abstieg drin war. Marcel Poreba kam bei einer Gelegenheit zur möglichen Viktoria-Führung nur einen Schritt zu spät. Das Drama nahm in der Schlussphase seinen Lauf. Die Nachspielzeit brach an. Bestensee bekam einen Freistoß auf der halblinken Außenbahn. Der Ball segelte in den Viktoria-Strafraum. Manthey köpfte recht unbedrängt zum 1:2 ein. Jubel bei den Grün-Weißen, große Leere dagegen bei den Viktoria-Fußballern. „Glück gehabt, Jüterbog hat es echt gut gemacht. Wir haben uns das Spiel in der zweiten Halbzeit aus der Hand nehmen lassen“, befand Thomas Niesler von Union Bestensee.

Viktoria Jüterbog: Stolzenberg – Meyer, Poreba, Lehmann, Baudach, Schröder, Menzel (Siegert/62.), Binder, Knetsch, Bamberg, Landaveri.
GW Union Bestensee: Deutzer – Brandt, Franik, Paul Niesler, Ludwig (Manthey/75.), Lemke, Thäder, Skiba (Seide/84.), Seibt, Schust, Jahnisch (Baldauf/75.).

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