10. August 2019 / 14:52 Uhr

Drama in der Nachspielzeit: HSV-Keeper schockt den VfL Wolfsburg II

Drama in der Nachspielzeit: HSV-Keeper schockt den VfL Wolfsburg II

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fussball, Regionalliga, VfL Wolfsburg 2 - Hamburger SV 2, Saison 2019/20, AOK Stadion, 10.08.2019, U23
Bitter: In der Nachspielzeit kassierte der VfL Wolfsburg II den Ausgleich. © Boris Baschin
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Was für ein irres Spiel! In der letzten Sekunde kassierte der VfL Wolfsburg II den Ausgleich durch ein Kopfballtor von Torhüter Joshua Wehking. Für die Mannschaft von Trainer Rüdiger Ziehl hieß es am Ende 3:3 (2:0) gegen den Hamburger SV II. Erstaunlich: Der bei den Profis aussortierte PG Ntep war nicht mit im Kader, dafür lief Ismail Azzaoui von Beginn an für den Fußball-Regionalligisten an der Seite von John Yeboah auf.

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Dabei brauchten die Gastgeber erst einige Minuten, um nach einigen Personalveränderungen in die Partie zu finden. Nach vorn ging zunächst wenig, die dickste Chance hatte der VfL nach einer Ecke, die Kapitän Julian Klamt letztlich über das Tor feuerte. Zwar hatten die Wolfsburger mehr Spielanteile, doch der HSV machte es defensiv gut und wurde auch nach vorn gefährlich. Nach einer Viertelstunde setzte sich Hamburgs Lukas Finn Pinckert im Sechzehner durch, fand seinen Meister aber aus spitzem Winkel in Keeper Niklas Klinger.

Es war eine Art Wachrüttler für die Hausherren, die es danach besser und vor allem zielstrebiger machten. Kurz nach der dicken HSV-Chance spielte der VfL den ersten Angriff mustergültig zu Ende. Azzaoui, der sich einen neuen Verein suchen darf, setzte Yeboah stark in Szene, der vor dem Tor cool blieb und zum 1:0 traf. Auf der Führung ruhten sich die Wolfsburger nicht aus, sondern legten direkt nach. Diesmal war es Azzaoui selbst: Der Offensivmann wurde von John Iredale in Szene gesetzt und chippte den Ball über HSV-Keeper Joshua Wehking hinweg - 2:0. "Ismail war noch ein bisschen zu verspielt, aber man hat seine Qualität im letzten Drittel gesehen", sagte Ziehl.

Danach flachte die Partie etwas ab, Torraumszenen gab es keine mehr - die Hamburger wirkten geschockt. So ging es für den VfL mit der Zwei-Tore-Führung in die Kabine. "In den ersten 25 Minuten haben wir mutig nach vorn gespielt", bilanzierte der VfL-Coach. "Gegen den Ball haben wir es gut gemacht und den HSV nur wenig zur Entfaltung kommen lassen. Insgesamt bin ich mit der ersten Halbzeit zufrieden."

Regionalliga: VfL Wolfsburg II gegen Hamburger SV II

Regionalliga: VfL Wolfsburg II gegen Hamburger SV II. Zur Galerie
Regionalliga: VfL Wolfsburg II gegen Hamburger SV II. ©
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Nach dem Seitenwechsel passierte zunächst nicht viel, vor allem vom VfL ging nach vorn kaum noch etwas - und das wurde bestraft. Mit einem starken Solo von Josha Vagnoman drängte der Hamburger in den Wolfsburger Strafraum, Tim Siersleben griff nicht entscheidend ein. Oben rechts versenkte der HSVer die Kugel zum Anschlusstreffer. Doch die Hoffnung währte nicht lang, der VfL schlug direkt zurück. Yannik Möker eroberte den Ball an der Mittellinie, schickte Julian Justvan nach vorn, dessen Hereingabe wieder bei Möker landete. Der Mittelfeldmann traf zum 3:1. "Das war eine gute Reaktion meiner Mannschaft", lobte Ziehl.

In den letzten 20 Minuten riskierten die Gäste mehr - und belohnten sich. Und wie! Tobias Fagerström traf sehenswert per Fallrückzieher zum 2:3, es war bereits sein fünftes Saisontor. Der HSV drängte auf den Ausgleich, prüfte Klinger noch mal in der Schlussphase zu einer starken Parade. Und dann gab's den Schock in der Nachspielzeit: Keeper Wehking köpfte eine Ecke in die Maschen zum 3:3. "In der vergangenen Saison haben wir Spiele kurz vor Schluss per Standards gedreht, diesmal war das Glück auf Seiten des Gegners. Aber natürlich kann man das besser verteidigen", so Ziehl.

VfL II: Klinger - Klamt, Siersleben, Edwards - Hamadi, Möker, Rizzi, Horn - Azzaoui (57. Justvan), Iredale (74. Karamoko), Yeboah (83. Stach).

HSV II: Wehking - Haut, Storb, Giese - Pinckert, Geißen, David, Vagnoman - Fagerström, Mohssen (83. Kabuya), Heil (52. Bukusu).

Schiedsrichter: Max Rosenthal (Lübeck).

Zuschauer: 520.

Tore: 1:0 (19.) Yeboah, 2:0 (23.) Azzaoui, 2:1 (62.) Vagnoman, 3:1 (65.) Möker, 3:2 (77.) Fagerström, 3:3 (90.+3) Wehking.

Gelbe Karten: Yeboah, Siersleben, Edwards, Klinger / Giese, Storb, Vagnoman.

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