09. September 2019 / 08:47 Uhr

Drama in Radefeld, FC Eilenburg souverän

Drama in Radefeld, FC Eilenburg souverän

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
Der Radefelder SV spielte am 7. September 2019 gegen Einheit Kamenz
Der Kamenzer Sandro Schulze (Mitte) zieht vor Hugo Seisdedos (rechts) und Torschütze Markus Richter ab. © Dirk Knofe
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Der Nordsachsenligist bot den Lausitzern einen großen Kampf, musste ich aber der spielerischen Überlegenheit in der Verlängerung beugen und verlor noch deutlich mit 2:5. Der FC Eilenburg hatte beim 4:0 gegen die SpG Reinsdorf-Vielau wenig Mühe. 

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Radefelder SVEinheit Kamenz 2:5 (1:0, 2:2) n.V.

Lange geführt, spät in Rückstand geraten, in letzter Sekunde ausgeglichen und dann doch verloren: Radefeld ist für eine starke Leistung gegen den Oberligisten nicht belohnt worden. Vor 110 Zuschauern lieferten die eine Klasse tiefer eingestuften Hausherren dem Favoriten einen großen Kampf. Erst in der Verlängerung nutzte Kamenz seine größeren Kraftreserven, zumal der RSV mit Personalsorgen angetreten war und nur drei Wechsler zur Verfügung hatte.

DURCHKLICKEN: Das war das dramatische Landespokalspiel zwischen Radefeld und Kamenz

Die Radefelder lieferten dem Spitzenteam aus der Sachsenliga ein dramatisches Match. Sie lagen lange vorn. Sie schafften außerdem (nach zwei Gegentreffern vom Strafstoßpunkt) das umjubelte 2:2, ehe der Favorit seine konditionellen Vorteile in der Verlängerung zum abschließenden 2:5 nutzte. Zur Galerie
Die Radefelder lieferten dem Spitzenteam aus der Sachsenliga ein dramatisches Match. Sie lagen lange vorn. Sie schafften außerdem (nach zwei Gegentreffern vom Strafstoßpunkt) das umjubelte 2:2, ehe der Favorit seine konditionellen Vorteile in der Verlängerung zum abschließenden 2:5 nutzte. ©
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In der ersten Halbzeit sah es lange so aus, als würden sich beide Mannschaften neutralisieren, dann aber stachen die Gastgeber plötzlich zu. Neuzugang Franz Boltze traf mit dem Pausenpfiff zum 1:0 (45.). Einheit war davon offenbar schwer mitgenommen, fand lange Zeit nicht die richtige Antwort. Erst als Schiedsrichter Jakob Reiche in der 76. Minute auf den Punkt zeigte, behielt Robin Huth die Nerven und verwandelte zum Ausgleich (76.). In der mehr als turbulenten Schlussphase gab es erneut Elfmeter für die Gäste, erneut trat Huth an, erneut traf er (90.+1). Doch Radefeld gab sich nicht geschlagen und praktisch im Gegenzug schoss Markus Richter seine Mannschaft in die Verlängerung. Dort allerdings lief nicht mehr viel zusammen. Cornelius Gries (100.), Marcel Hänsel (101.) und Attila Kanyai (119.) machten alles klar.

Radefelder SV: Görmann; Albert, Salomo (83. Klauß), Seisdedos, Höschel (76. Romero), A. Müller, Sippel (40. Weihmann), Neidhold, Richter, Boltze, Dau.

SpG Reinsdorf-VielauFC Eilenburg 0:4 (0:1)

Der Oberliga-Spitzenreiter war beim Westsachsenligisten aus der Nähe von Zwickau natürlich haushoher Favorit und zeigte das auch auf dem Platz. Mit den Youngstern Lukas Münch und Jonas Bär in der Startelf machten die Schützlinge von Nico Knaubel ordentlich Druck. Den Führungstreffer von Toni Majetschak verhinderte aber zunächst der Pfosten. Erst kurz vor dem Seitenwechsel traf Fabian Döbelt, der nach einer Kopfballverlängerung ziemlich frei stand, zum verdienten 1:0. Der unterklassige Gastgeber setzte auf Leidenschaft und wurde mit zunehmender Dauer mutiger. Der FCE verwaltete die Führung, wohlwissend, dass kaum etwas anbrennen würde. Allerdings ist ein 1:0 im Pokal nie ein sicherer Anker. Und so war das 2:0 durch den gerade eingewechselten Tim Bunge (77.) auch ein Stück weit Beruhigung. Die Gegenwehr der Gäste war gebrochen und Majetschak erhöhte nach einer Ecke mit einem trockenen Schuss, der noch abgefälscht wurde, auf 3:0. Den Schlusspunkt setzten dann Dennis Kummer und Benjamin Luis, wobei mit bloßem Auge nicht genau gesagt werden kann, wer denn zuletzt am Ball war. Am Sonnabend kehrt der FCE zum Liga-Alltag zurück. Beim VfL Halle wollen die Knaubel-Jungs die Tabellenspitze verteidigen.

FC Eilenburg: Naumann; Sauer, Vogel, Majetschak, Bär (75. Bunge), Dimespyra (56. Bartlog), Funken, Münch (61. Kummer), Döbelt, Heidel.

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