29. August 2016 / 12:35 Uhr

Dramatischer Spielverlauf am Gontardweg

Dramatischer Spielverlauf am Gontardweg

Kai Rachner
SPORTBUZZER-Nutzer
Dramatischer Spielverlauf am Gontardweg USER-BEITRAG
Dramatischer Spielverlauf am Gontardweg © Christian Modla
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Tauchas D-Junioren mit Last-Minute-Sieg gegen RB Leipzig D-Juniorinnen.

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Nach dem Weiterkommen im Pokal hatten wir die erste Pflichtaufgabe im Punktspielbetrieb vor der Brust. Bei herrlichem Sommerwetter und besten äusseren Bedingungen durften wir unsere Visitenkarte beim D-Jahrgang der RB Mädels abgeben. 24° C Aussentemperatur und absolute Wind-stille komplett gewässerter und damit bestes bespielbarer Rasen – Fussballherz, was willst du mehr ? Wir mussten leider immer noch auf unseren zentralen Kreativspieler Noah verletzungsbedingt verzichten, aber Paul machte seine Sache diesmal um einiges besser als unter der Woche beim Pokal. Wir starteten somit in nomineller Bestbesetzung. Fynn wie gewohnt im Tor. Jonas H. zentral defensiv. Auf den Aussenverteidigerpositionen begannen rechts Jonas G. und links diesmal Louis. Zentral offensiv lief Paul auf, die Läuferpositionen bekleideten Anton rechts und Simon F. links. Vorne bekam zunächst Marvin seine Chance.

Sofort mit dem Anpfiff drückten wir aufs Tempo und beeindruckten damit die Hausherrinnen gehörig. Mit Tempo lief der Ball durch unsere Reihen. Die Angriffe wurden geradlinig über die Aussenpositionen aufgebaut und dann das finale Zuspiel in die Schnittstelle gesucht. Gleich die erste vorzeigbare Offensivaktion mündete im erfolgreichen Abschluss. Louis mit schönem Diagonalzuspiel flach auf Anton, der kühl einschob. Die Mädels waren geschockt und wir legten sofort nach. Was so gut geklappt hatte, versuchten wir gleich erneut. Diesmal legte Paul nach dem gleichen Strickmuster auf Simon ab und erneut klingelte es im Kasten der Rasenballerinnen. Keine vier Minuten später hätte uns Marvin endgültig vorzeitig auf die Siegerstrasse schiessen können, scheiterte aber aus Nahdistanz an der prächtig reagierenden Torwächterin der Bullen. Langsam legten nun die Mädels den Respekt ab und fanden eine bessere Einstellung zum Match. Immer wieder suchten sie ihre Spielführerin, die fast jeden Angriff initiierte und dabei mit feinem Passspiel bestach. Im Umschaltspiel ging nun oft die Post ab, die Rot-Weissen suchten meist den direkten Weg zum Tor. Und als wir im Angriffsspiel den Ball vertändelten ging eine Angreiferin auf und davon und konnte zum Anschlusstreffer einlochen. Das Spiel wogte nun hin und her. Die Gastgeberinnen hatten die Spielkontrolle, aber wir kamen immer wieder zu guten Möglichkeiten, weil auch wir mit enormem Zug zum Tor spielten. Nach Ballgewinnen forcierten wir das Tempo und so hatten wir eine Handvoll guter bis bester Gelegenheiten zu erhöhen, aber die Torhüterin der Leipzigerinnen wuchs nun über sich hinaus. Mit knappem Vorsprung ging es in die Halbzeitpause. Die zahlreichen Zuschauer hatten bis dahin ein gutklassiges Spiel zweier engagierter Teams gesehen. Wohltuend auch die unaufgeregte Atmosphäre beider Stuffs.

Nach Wiederanpfiff zeigte sich ein ähnliches Bild. Die RB-Mädchen mit teils feiner Spielanalage mit einem kleinen Übergewicht an Ballbesitz und die Gäste lauernd auf den entscheidenden Konter. Aber im Abschluss versagten uns in dieser Phase die Nerven. So scheiterten Anton, Marvin und auch Simon F. in aussichtsreicher Position.  Wahrscheinlich fehlte im Abschluss dann etwas die Konzentration, denn im Defensivspiel mussten wir mit riesigem Laufauswand agieren, um den Spielfluss der Einheimischen zu stören. Aufgrund der hohen Temperaturen wurde kräftig durchgewechselt und alle Tauchaer Spieler passten sich nahtlos mit guten Leistungen in unser Spiel ein. Die breitere Bank ist somit ein extremer Pluspunkt im Vergleich zum letzten Jahr.

Als wir die Druckphase eigentlich schon überstanden hatten, schlugen die Rasenballistinnen doch zum Ausgleich zu. Ein feiner Spielzug mit Kurzpässen über vier bis fünf Stationen fand am langen Pfosten eine lauernde Angreiferin, die keine Mühe hatte, die Kugel über die Linie zu bugsieren. Das befeuerte das Angriffsspiel der Gastgeberinnen gehörig, die nun auf Sieg gingen. Wir hatten in der von Jonas H. mit grosser Übersicht und herausragendem Stellungsspiel organisierten Abwehr Schwerstarbeit zu verrichten. Aber alle Mannschaftsteile brachten sich heute hervorragend im Defensivspiel ein. Anton und Simon F. ackerten was das Zeug hielt, Paul machte wahnsinnig viele Meter, und die Aussendecker Louis und Jonas G. standen unerbittliche an den Gegenspielerinnen dran. Auch die Wechsler rissen ein gutes Pensum an Laufarbeit ab, Bruno scheute keinen Zweikampf, Simon H. warf sich in alle Aktionen hinein, Lucas störte immer wieder den Spielaufbau des Gegners und Sky war ein Vorbild an Willensstärke und kompromissloser Zweikampfführung. Aber selbst aller Einsatzwille reicht nicht, wenn der Gegner einen direkt ausspielt. So geschehen zur Führung in der 49. Minute. Eine Angreiferin wird am rechten Flügel völlig freigespielt, zieht zur Grundlinie und bringt die Kugel perfekt auf den ersten Pfosten. Dort ist die Torschützin zum 2:2 einen Schritt schneller als wir und dreht das Spiel mit ihrem zweiten Treffer komplett.

Moralisch waren unsere Jungs jetzt am Boden, zeigten aber einen unbändigen Kampfeswillen. Nachdem Fynn einen Abschluss aus Nahdistanz mit einem sensationellen Reflex aus dem Kreuzeck zur Ecke klären konnten und somit die Entscheidung vertagte, waren wir wieder wach. Wir bestürmten nun das Tor der Leipzigerinnen und hatten vier Minuten vor Ultimo Erfolg. Simon H. wurde über die rechte Seite herrlich in Szene gesetzt und zog zur Grundlinie. Als er keine mitgelaufenen Mitspieler findet, bringt er das Spielgerät einfach scharf direkt aufs Gehäuse und der Ball schlägt flach im langen Eck zum umjubelten Ausgleich ein. Nun spielten beide Mannschaften auf Sieg und wir hatten das Momentum auf unserer Seite. Bei einem Gewühl im Strafraum der RBL – Mädchen haben wir das Quentchen Glück und die Pille fällt genau Simon H. vor die Füsse, der diese irgendwie über die Linie stochert. Die drei Minuten Nachspielzeit überstanden wir schadlos und der Abpfiff ging in der Jubeltraube unserer Jungs unter.

Fazit: Ein leidenschaftliches, rassiges, temposcharfes, einfach geiles Fussballspiel. Es hatte eigentlich keinen Verlierer verdient, aber wir kamen aufgrund des Chancenplusses am Ende mit grosser Moral zum nicht unverdienten Dreier. Wir zeigten heute eine geschlossene und homogene Mannschafts-leistung. Mit der an den Tag gelegten Einstellung braucht es uns vor den kommenden Aufgaben, LSC1901 unter der Woche auswärts und Engelsdorf am Wochenende zu Hause, nicht Bange sein. Einer für Alle, Alle für Einen – Alle für die SG 99.

Taucha mit: Fynn – Jonas G. (Sky), Jonas H., Louis (Simon H.) – Anton (Lucas), Paul, Simon F.  – Marvin (Bruno).

Tore: 0:1 Anton (2.), 0:2 Simon F. (3.), 1:2 (14.), 2:2 (44.), 3:2 (49.), 3:3 Simon H. (56.), 3:4 Simon H. (60.).

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