01. Mai 2022 / 19:45 Uhr

Dramatisches Aufgalopp-Finale: Seeadler und Jockey Scardino sorgen für Leipziger Sieg

Dramatisches Aufgalopp-Finale: Seeadler und Jockey Scardino sorgen für Leipziger Sieg

Jens Sorge
Leipziger Volkszeitung
Aufgalopp47
Am 01. Mai fand wieder der traditionelle Aufgalopp im Leipziger Scheibenholz statt. © André Kempner
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Im letzten Rennen des Tages klappt es doch noch mit einem Leipziger Erfolg beim Aufgalopp im Scheibenholz: Seeadler und Jockey Scardino triumphieren.

Leipzig. Bis zum achten und letzten Rennen musste der Leipziger Trainer Marco Angermann warten, ehe er aufatmen konnte. In einem dramatischen Endkampf behauptete sich der blendend aussehende Seeadler hauchdünn gegen den innen heranstürmenden Imbucato. Erst Rätselraten, dann Jubel ohne Ende: Seeadler hatte die Nase vorn. Jockey Tommaso Scardino war weniger überrascht: „Ich wusste, dass ich gewonnen habe.“ Und Angermann überglücklich: „Das Pferd kann mehr. Er sollte von vorn gehen, der Reiter hat alles richtig gemacht.“ Zuvor hatte der Leipziger Next Dawn als Dritter seine feine Form untermauert. „Es geht aufwärts“, freute sich der Trainer beim Aufgalopp im Scheibenholz.

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Im ersten Top-Rennen trumpfte der aus Dresden angereiste Star’s of Pride auf. In einem packenden Finale bezwang der tschechische Spitzenjockey Jiri Palik den vom Fleck weg führenden Maxanto. Den Erfolg für Trainerin Claudia Barsig komplettierte der vierjährige Wallach Healey als Dritter. „Es gab sofort gutes Tempo“, kommentierte Palik und fügte hinzu: „Ich hatte sofort eine gute Postion. Mitte der Zielgeraden war ich des Sieges sicher. Es hat alles bestens gepasst.“ Pech hatte Besitzer Uwe Kornberger, der wegen eines Staus auf der Autobahn erst auf der Bahn eintraf, als sein Pferd bereits gewonnen hatte.

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Am 01. Mai 2022 fand wieder der tradionelle Aufgalopp statt: Über 14.000 Zuschauer waren zugegen. Zur Galerie
Am 01. Mai 2022 fand wieder der tradionelle Aufgalopp statt: Über 14.000 Zuschauer waren zugegen. ©

Nicht alle Tage sieht man die Champions der beiden Sparten des Amateurrennsportes – Damen und Herren – im Finish. So geschehen im Ur-Krostitzer Pilsner Cup. Da diktierte Championesse Janina Boysen auf dem kompakten Wallach Gainsborought Hat stets das Tempo und hielt den nicht locker lassen Waldenser auf knappe Distanz. Auf dem Favoriten bemühte sich Champion Ronny Bonk vergeblich.

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„Die Stimmung ist überragend“

Das beste Pferd des gesamten Programmes sahen die fast 14.000 Zuschauer im Preis der Leipziger Messe. Da konnte der im vergangenen Jahr in ganz andere Klasse angenehm aufgefallene vierjährige Wallach Wiesentau kaum verlieren. Und der heiße Favorit hatte auch keine Mühe, diese leichte Aufgabe entsprechend souverän zu lösen. „Da geht noch mehr,“ sagte strahlend, Siegjockey Josef Bojko, der einst mit einem Pferd aus Wiesentaus Familie das Deutsche Derby gewonnen hat.

Großen Eindruck hinterließ schließlich die dreijährige Stute Nastaria bei ihrem Sieg im The New Range Rover-Cup, dem zweiten Ausgleich III. Der junge Sean Byrne hatte bald alles im Griff und Nastaria gewann wie ein Pferd mit Zukunft. Besitzer Volker Schleusner: „Unsere Stute war im vergangenen Jahr verletzt. Zum Glück ist alles wieder in Ordnung gekommen. Jetzt peilen wir größere Aufgaben an.“

Rennbahn-Chef Alexander Leip war trotz einiger kurzfristigen Nichtstarter und bis zum fünften Rennen des Ausfalls eines Teils des Totalisators sehr zufrieden: „Die Stimmung ist überragend, die Zuschauer verlieren nicht die gute Laune, egal was passiert.“