28. September 2020 / 17:25 Uhr

Dramatisches Ende: Fichtners Vechelde unterliegt Dudas Bledeln

Dramatisches Ende: Fichtners Vechelde unterliegt Dudas Bledeln

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Jan Fichtner hatte das Unentschieden der Vechelder auf dem Schläger. Doch sein zweites Einzel gegen den gebürtigen Peiner Lukas Duda verlor er im fünften Satz – ebenso wie sein erstes Einzel.
Jan Fichtner hatte das Unentschieden der Vechelder auf dem Schläger. Doch sein zweites Einzel gegen den gebürtigen Peiner Lukas Duda verlor er im fünften Satz – ebenso wie sein erstes Einzel. © Ralf Büchler
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Es wäre eine runde Geschichte geworden, wenn Vecheldes Jan Fichtner den ersten Punkt seiner Mannschaft gegen seinen guten Kumpel, den gebürtigen Peiner, Lukas Duda gesichert hätte. Doch letztlich sollte es wohl nicht so sein: Duda lieferte ein Topspiel ab und Fichtner verlor im fünften Satz – 5:7 also gegen die Arminia.

Damit hatten die Vechelder im Vorfeld wohl kaum gerechnet: Gegen einen Mitfavoriten um den Titel, den MTV Eintracht Bledeln II, hatte die Arminia noch bis zum letzten Spiel die Chance auf einen Punktgewinn. „Auch die Gegner und deren Zuschauer meinten, dass ein 6:6 gerechter gewesen wäre“, erklärte Jan Fichtner. Der Vechelder verlor allerdings ein denkwürdiges Abschlussspiel im fünften Satz knapp – gegen einen gebürtigen Peiner.

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Eintracht Bledeln II – Arminia Vechelde 7:5. Für die Hildesheimer schlägt im unteren Paarkreuz Lukas Duda auf. „Wir kennen uns schon seit etwa 25 Jahren und sind gut befreundet“, erklärt Jan Fichtner, der sich vor dem Duell die ganze Woche darauf gefreut hatte. „Dass es zu diesem Spielstand kommt, hätten wir uns aber nicht erträumen können“, sagt Fichtner, der im ersten Satz „klar überlegen war“.

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Doch nach dem 11:5-Erfolg brach der Vechelder zunächst ein, verlor deutlich mit 1:11 und hatte sich nach dem dritten Satz (8:11) zumindest wieder in das Spiel hineingekämpft. „Chapeau an Lukas. Er konnte alle meine Schläge blocken – egal ob in der Vorhand, der Mitte oder der Rückhand. Und er hat oftmals selber die Initiative ergriffen. Aber ab dem dritten Satz war es sehr offen“, berichtete Fichtner.

Der gewann den vierten Satz mit 11:6 und trieb dieses Abschlussspiel damit auf die Spitze. Er erzielte im fünften Durchgang den ersten Punkt. „Danach lag ich aber mit 1:5, später mit 2:8 hinten“, erklärte Fichtner, der sich seinem Gegner wieder annäherte – 6:8. „Dann habe ich leider einen Fehlaufschlag gemacht und das Spiel verloren“, ärgerte sich Fichtner. Dass es wohl eines der besten Spiele Dudas im Bledelner Dress war – wie dieser selber sagte –, konnte ihn zumindest ein wenig trösten.

Im Großen und Ganzen habe sich die Arminia gut verkauft. „Am Ende stehen wir aber trotzdem bei null Punkten“, sagte Fichtner, der auf die Konstellation vor dem Spiel hinweist. Immerhin habe die Nummer fünf der Gäste einen höheren TTR-Wert als die Vechelder Nummer eins Patrick Lippe. Der wartet nach dem zweiten Spiel in der Verbandsliga noch auf seinen ersten Einzelsieg, nachdem er in Bledeln beide Spiele im fünften Satz verloren hatte.

„Patrick spielt supergeiles Tischtennis und hätte sich seinen ersten Erfolg verdient. Er könnte ja auch bei 3:1 stehen“, lobt Fichtner den Neuzugang. Dieses Mal habe Lippe gegen Thomas Westphal – „einen gestandenen Verbandsliga-Spieler“ – zwei Matchbälle gehabt. Allerdings nutzte er diese nicht und verlor unglücklich. Vecheldes Nummer zwei, Josef Rempe, verlor zwar glatt in drei Sätzen gegen den Bledelner Topmann, dennoch durfte er sich ein Lob von Fichtner abholen: „Er ist aktuell in einer grandiosen Form.“


Am kommenden Samstag (15 Uhr) spielt die Arminia gegen den nächsten Favoriten: den SSV Neuhaus. „Das wird nochmal eine Ecke schwieriger. Aber wir sind eine Kämpfertruppe und niemand sollte uns unterschätzen.“

Spiele: Westphal – Rempe 3:0, Brinkmann – Lippe 3:2, Meisner – Preis 3:0, Coco – Kotke 2:3, Mago – Fichtner 3:2, Duda – Quoll 2:3, Westphal – Lippe 3:2, Brinkmann – Rempe 0:3, Meisner – Kotke 3:1, Coco – Preis 2:3, Mago – Quoll 1:3, Duda – Fichtner 2:3.