04. Oktober 2021 / 18:16 Uhr

Drangmeister hofft nach "emotionalem Sieg" auf Ende der Kästorfer Achterbahnfahrt

Drangmeister hofft nach "emotionalem Sieg" auf Ende der Kästorfer Achterbahnfahrt

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Spiel gedreht: Auch dank des Dreierpacks von Jannes Drangmeister (M.) gewann der SSV Kästorf gegen den 1. SC Göttingen 05 mit 4:3.
Spiel gedreht: Auch dank des Dreierpacks von Jannes Drangmeister (M.) gewann der SSV Kästorf gegen den 1. SC Göttingen 05 mit 4:3. © Foto: Sebastian Preuß
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Auf eine Niederlage folgt bei Landesligist SSV Kästorf ein Sieg, wie auch beim 4:3-Erfolg am Sonntag gegen den 1. SC Göttingen 05. Top-Torjäger Jannes Drangmeister erhofft sich, dass sein Team den Auftritt in den letzten 20 Minuten mit in die nächste Partie nehmen kann, um die Serie zu durchbrechen.

Die Achterbahnfahrt beim SSV Kästorf ging weiter: Auf eine Niederlage folgt beim Fußball-Landesligisten ein Sieg, wie auch am Sonntag beim 4:3 (2:2) gegen den 1. SC Göttingen 05. Stark von den Kästorfern, dass sie nach einem 2:3-Rückstand das Spiel noch drehen konnten - nach dem 3:2-Erfolg beim KSV Vahdet Salzgitter bereits zum zweiten Mal in dieser Saison. Allerdings gab das Team von Trainer Sajmir Zaimi die Partie nach einer, wie auch gegen Salzgitter, zwischenzeitlich wieder aus der Hand. Doch erneut konnten sich die Kästorfer auf ihren Torjäger vom Dienst, Jannes Drangmeister, verlassen, der seine Treffer fünf bis sieben erzielte und damit an der Spitze der Landesliga steht. „Ich bin Stürmer und mache die Tore, das ist halt mein Job“, sagt Drangmeister und lacht.

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Nach dem Siegtreffer des SSV wurde es kurz etwas hitzig. Albert Hajdaraj provozierte die Gäste, indem er mit hochgerissenen Armen auf die Göttinger Fans zulief. Zwei bis drei von ihnen sprangen über die Bande. Nach einem kurzen Wortgefecht beruhigte Schiedsrichter Jonas Bonk die Situation und zeigte Hajdaraj die Ampel-Karte. Drangmeister zeigt Verständnis für seinen Mitspieler: „Wir sind es nicht gewohnt, vor so vielen Auswärtsfans zu spielen, die singen und Stimmung machen. Ich denke, dieses Problem wird es bei den Göttingern öfter geben.“ Die Gäste-Anhänger hätten aber keine abfälligen Gesänge gegenüber den Kästorfern von sich gegeben, versichert der Siegtorschütze. Und: „Wir können uns nicht darüber beschweren, dass Albert dafür Gelb und damit Gelb-Rot gesehen hat. Er hat mir im Nachhinein auch gesagt, dass es eine unnötige Aktion war."

Landesliga: SSV Kästorf gegen Göttingen 05

Szenen vom Landesligaspiel zwischen dem SSV Kästorf und Göttingen 05 Zur Galerie
Szenen vom Landesligaspiel zwischen dem SSV Kästorf und Göttingen 05 © Sebastian Preuß

Sieg oder Niederlage, dazwischen gab es für Kästorf in dieser Saison nichts. Und das bisher im Wechsel von Spieltag zu Spieltag. Durch den „emotionalen Sieg“ gegen Göttingen hofft Drangmeister auf ein Ende des Aufs und Abs. „An die letzten 20 Minuten und die Lebhaftigkeit auf dem Platz, daran müssen wir anknüpfen. Wenn wir das mitnehmen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir diese Serie durchbrechen können.“ Am kommenden Wochenende ist der SSV spielfrei, danach (17. Oktober) kommt der MTV Isenbüttel.

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Ein Problem der Kästorfer sei laut Drangmeister, dass rund die Hälfte der Gegentore aufgrund von individuellen Fehlern zustande kamen - auch gegen Göttingen zwei Tore nach Eckbällen. „Wir sind nach den Gegentoren mit dem Kopf nicht richtig da und pushen uns gegenseitig nicht genug. Wir hadern eher mit uns.“ So gelinge es den Gegnern auch nach einer Zwei-Tore-Führung der Kästorfer wieder zurückzukommen. Dass der SSV die Partie erneut drehen konnte, sei trotz der drei Drangmeister-Tore nicht vorrangig sein Verdienst gewesen, sondern vor allem dem spielenden Co-Trainer Marcel Kröger zu verdanken. „Nach seiner Einwechslung hat es in der Mannschaft Klick gemacht. Er pusht uns, ist clever, holt Freistöße raus“, so Drangmeister. Die Kästorfer würden sich wünschen, Kröger dauerhaft auf dem Feld zu sehen, allerdings muss dieser darauf achten, sein rechtes Knie (schon drei Operationen) nicht zu überlasten.