14. Mai 2021 / 13:11 Uhr

„Draußen muss drin sein“: DFB und DOSB sammeln online Unterschriften

„Draußen muss drin sein“: DFB und DOSB sammeln online Unterschriften

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mit einer Petition kann die bundesweite Aktion „Draußen muss drin sein“ unterstützt werden. 
Mit einer Petition kann die bundesweite Aktion „Draußen muss drin sein“ unterstützt werden.  © r/DFB
Anzeige

Neue Verordnungen kommen während der Corona-Pandemie in regelmäßigen Abständen, immer wieder sorgen sie bei den Amateursportlern für Frust. Der Vereinssport liegt seit Monaten brach. Die Geduld schwindet. Mit einer Online-Petition versuchen sich DFB und DOSB Gehör zu verschaffen.

Anzeige

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mit seinen Regional-und Landesverbänden eine gemeinsame bundesweite Petition und Kampagne für den Amateur- und Breitensport mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gestartet. Unter der Überschrift „Draußen muss drin sein“ fordert die Initiative die schnellstmögliche Wiederzulassung des organisierten Sportbetriebs unter freiem Himmel, zunächst im Training, anschließend im Wettkampfbetrieb.

Anzeige

Nicht nur die mehr als sieben Millionen Mitglieder in rund 24.500 Vereinen des DFB sind in den nächsten drei Wochen aufgerufen, die Petition und ihr Vorhaben zu unterstützen. Mit Unterstützung des DOSB sollen auch die Mitglieder, Vereine und Verbände anderer Sportarten sowie alle Sportbegeisterten in Deutschland durch ihre Teilnahme an der einfach auszufüllenden Online-Petition dem Amateur-und Breitensport eine gemeinsame Stimme geben. Unter dem Dach des DOSB sind 90.000 Sportvereine mit insgesamt rund 27 Millionen Mitgliedern organisiert.

Ronny Zimmermann, zuständiger DFB-Vizepräsident für den Jugendfußball, sagt: „Die Amateurvereine sind immer wieder in den Entscheidungen ignoriert und vergessen worden. Damit muss jetzt Schluss sein, speziell für unsere Kinder und Jugendlichen.“ Sport sei wichtig, Sport habe einen hohen gesellschaftlichen Wert, Sport sei gesund für Körper und Seele – auch in der Pandemie, betont der Funktionär. Er fordert „schnelle, konkrete Perspektiven“. Das gelte nicht erst seit den aktuellen Entwicklungen beim Impfen und den Inzidenzwerten, die in Deutschland Hoffnung machten. „So uneinig der DFB aktuell auftreten mag, hinter dieser Petition stehen wir alle, da gibt es keine zwei Meinungen. Die Vereine arbeiten höchst verantwortungsvoll, das haben sie beim Restart im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt. Der Amateursport muss auf Grundlage aller vorliegenden Fakten endlich stärker gehört werden.“

Auch Günter Distelrath, Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes, meldete sich zu Wort: „Seit nunmehr 14 Monaten leidet der gesamte Amateurfußball massiv unter den Auswirkungen der Pandemie. Die Vereine und Ehrenamtlichen an der Basis haben mit Kreativität und Disziplin einen großen Beitrag geleistet, damit wir alle durch diese Krise kommen. Aber der Punkt ist längst erreicht, an dem der aktuelle Zustand nicht mehr akzeptabel ist.“

Mehr vom Sport in der Region

Die aktuelle DFB-Kampagne und die Petition sollen einen wichtigen Schritt markieren. Die Aktion wird von umfassenden Aktivitäten im Online-und Social-Media-Bereich begleitet. Beim DFB-Pokalfinale am Donnerstagabend im Berliner Olympiastadion war ein Banner auf der Gegentribüne zu sehen, auf dem für die Aktion geworben wurde. Die Petition (https://www.dfb.de/petition/) für den Amateur-und Breitensport läuft drei Wochen und kann online unterzeichnet werden.

Von Kathrin Lienig