14. Mai 2021 / 18:51 Uhr

Draußen muss drin sein: DFB und DOSB starten Petition für Amateursport

Draußen muss drin sein: DFB und DOSB starten Petition für Amateursport

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Das Foto, mit dem der Niedersächsische Fußballverband für die Petition wirbt.
Das Foto, mit dem der Niedersächsische Fußballverband für die Petition wirbt. © NFV
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Der Deutscher Fußball-Bund und der Deutsche Olympische Sportbund fordern die Rückkehr des Sportbetriebs unter freiem Himmel. „Draußen muss drin sein“ heißt die Petition, zu deren Unterstützung sie aufrufen. 

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mit seinen Regional- und Landesverbänden eine gemeinsame bundesweite Petition und Kampagne für den Amateur- und Breitensport mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gestartet. Unter der Überschrift „Draußen muss drin sein“ fordert die Initiative die schnellstmögliche Wiederzulassung des organisierten Sportbetriebs unter freiem Himmel, zunächst im Training, anschließend im Wettkampfbetrieb.

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Begründet wird das unter anderem mit dem Gesundheitsaspekt und Forschungsergebnissen, nach denen die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus an der frischen Luft sehr gering ist. Bei der Petition geht es nicht nur um Fußball. Mit Unterstützung des DOSB sollen auch die Mitglieder, Vereine und Verbände anderer Sportarten sowie alle Sportbegeisterten in Deutschland durch ihre Teilnahme an der einfach auszufüllenden Online-Petition dem Amateur- und Breitensport eine gemeinsame Stimme geben. Unter dem Dach des DOSB sind 90 000 Sportvereine mit insgesamt rund 27 Millionen Mitgliedern organisiert.

Mehr von Sport und Corona-Lockdown

„Draußen muss drin sein steht für alles, was wir momentan anstreben. Wir kämpfen für den dringend benötigten Neuanfang für Sportdeutschland. Wir brauchen die Rückkehr zum geregelten Sportbetrieb für alle Mitglieder und alle Sportarten“, sagt DOSB-Präsident Alfons Hörmann.



„Sport hat einen hohen gesellschaftlichen Wert, Sport ist gesund für Körper und Seele – auch in der Pandemie. Es sind nun schnelle, konkrete Perspektiven gefragt. Der Amateursport muss auf Grundlage aller vorliegenden Fakten endlich stärker gehört werden“, fordert Ronny Zimmermann, zuständiger DFB-Vizepräsident für den Jugendfußball. „Die Amateurvereine und ihre Sportler und Sportlerinnen sind immer wieder in den Entscheidungen ignoriert und vergessen worden. Damit muss jetzt Schluss sein, speziell für unsere Kinder und Jugendlichen.“

Und Günter Distelrath, Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes, sagt: „Unsere Aktiven müssen zurück auf die Plätze, das gilt ganz besonders für die Kinder und Jugendlichen. Die Fakten besagen eindeutig, dass vom Sport im Freien kein pandemisches Risiko ausgeht. Das gilt nicht nur für den Fußball, sondern selbstverständlich für alle weiteren Sportarten an der frischen Luft. Die Vereine und Ehrenamtlichen an der Basis haben mit Kreativität und Disziplin einen großen Beitrag geleistet, damit wir alle durch diese Krise kommen. Aber der Punkt ist längst erreicht, an dem der aktuelle Zustand nicht mehr akzeptabel ist. Der Ball muss wieder rollen können.“

Parallel zur Petition hat der Niedersächsische Fußballverband eine Social-Media-Mitmach-Aktion gestartet. Die Idee dabei: Die User posten Fotos davon, wie sie sich in dieser Zeit fit halten und wie sehr sie sich auf die Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings freuen. Am besten an der frischen Luft und mit dem Hashtag #draussenmussdrinsein auf ihren Social Media-Kanälen.

Zur Petition gelangt man über die Internetadresse „dfb.de“ oder „dosb.de“.

Kreisverband startet Arbeitsgruppe

Der Fußball-Kreisverband Peine plant Aktionen, mit denen dem personellen Schwund durch die Lockdown-Phase begegnet werden kann. „Es wird Zeit, dass vor allem Kinder und Jugendliche wieder raus dürfen“, sagt der Vorsitzende Hans Hermann Buhmann. Der Kreisverband habe eine Arbeitsgruppe zusammengestellt, die sich damit befassen wird, wie Kinder nach der langen Pause wieder den Spaß am Fußball entdecken können. „Wir planen Hilfen und Infomaterial für Übungsleiter oder auch Sportlehrer, mit denen sich zum Beispiel eine Fußball-Erlebnis-Stunde gestalten lässt“, sagt Gotthard Laube, Vorsitzender des Qualifizierungsausschusses des Kreisverbandes.

Von Matthias Press