24. Juli 2021 / 10:33 Uhr

DRC-Ruderin Nwajide zieht mit Doppelvierer ins Olympia-Finale ein: "Das war unser Ziel"

DRC-Ruderin Nwajide zieht mit Doppelvierer ins Olympia-Finale ein: "Das war unser Ziel"

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Starker Auftritt im Vorluaf: DRC-Ruderin Carlotta Nwajide ist mit dem deutschen Doppelvierer ins Olympia-Finale eingezogen.
Starker Auftritt im Vorluaf: DRC-Ruderin Carlotta Nwajide ist mit dem deutschen Doppelvierer ins Olympia-Finale eingezogen. © imago images/Laci Perenyi
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Im Ziel war Carlotta Nwajide völlig ausgepumpt, aber glücklich. Die Ruderin vom DRC Hannover ist mit dem deutschen Doppelvierer direkt in den Olympia-Endlauf eingezogen. Den Vorlauf gewann das Team knapp vor den Mannschaften aus den Niederlanden und Großbritannien.

„Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl, hier zu sein, das kann man nicht beschreiben“, sagte Carlotta Nwajide. „Man fühlt es erst, wenn man den olympischen Spirit hier erlebt hat.“ Die Ruderin vom DRC Hannover hat in Tokio aber nicht nur tolle Eindrücke gewonnen, sie hat ferner einen famosen Eindruck hinterlassen. Mit dem deutschen Doppelvierer gewann sie den Vorlauf und zog damit direkt ins Finale ein. „Das war unser Ziel, wir sind sehr zufrieden“, sagte Nwajide.

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Extreme Hitze

Auf der olympischen Regattastrecke im Sea Forest Waterway war es ex­trem heiß, bei knapp über 30 Grad lieferte sich die deutsche Crew ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Teams aus den Niederlanden und Großbritannien. 500 Meter vor dem Ziel zog der deutsche Vierer den Endspurt an und setzte sich etwas ab.

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"Gutes Zeichen, dass die Kraft gereicht hat"

Im Ziel war Nwajide völlig ausgepumpt. „Das ist ein gutes Zeichen, dass die Kraft noch gereicht hat“, sagte Thorsten Zimmer, Trainer am Bundesstützpunkt Hannover, der in jedem Fall mit einem sehr engen Rennen um die Medaillen rechnet.

„Wind und Welle ist vorhanden, das macht es schwieriger und man muss es technisch sauber rudern“, sagte Bugfrau Frieda Hämmerling. In dem Bereich will sich das Team noch steigern für den Endlauf am Dienstag (3.10 Uhr deutscher Zeit).

Im zweiten Vorlauf dominierte China und siegte vor Polen, zwei Tickets werden noch im Hoffnungslauf vergeben. „Wir können uns steigern“, so Nwajide.

Tolle Eindrücke von Tokio

Kaum zu übertreffen sind indes ihre Erfahrungen in Tokio. „Ich bin mit wenig Erwartungen angereist. Es ist unglaublich, Athleten aus der ganzen Welt zu sehen und zu treffen“, sagte Nwajide. Bis zum Finale hat das Quartett jetzt Zeit, das olympische Flair aufzunehmen. „Und gegen die Hitze haben wir Kühlwesten“, so Nwajide.


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Menzel mit Problemen

Es gab jedoch auch Pro­bleme für das Ruderteam: Der Düsseldorferin Leonie Menzel ging am Ende sichtlich die Kraft aus. Der Doppelzweier mit Annekatrin Thiele/Menzel wurde Letzter im Vorlauf und muss in den Hoffnungslauf.

Die 22-jährige Menzel wurde nach dem Rennen mit einem Rollstuhl in ein nahe liegendes Gebäude gefahren, saß aber wenig später mit Kühlweste wieder auf einem Ergometer. Der Doppelvierer der Männer enttäuschte vollends und muss ebenfalls den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen.