18. Dezember 2020 / 06:47 Uhr

Finanzchef Jan-Christian Dreesen: FC Bayern drohen Umsatzeinschläge von 150 Millionen Euro

Finanzchef Jan-Christian Dreesen: FC Bayern drohen Umsatzeinschläge von 150 Millionen Euro

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Finanzchef Jan-Christian Dreesen (von links), Präsident Herbert Hainer  und Vorstandschef Karl Heinz Rummenigge müssen mit finanziellen Einbußen beim Rekordmeister klarkommen.
Finanzchef Jan-Christian Dreesen (von links), Präsident Herbert Hainer und Vorstandschef Karl Heinz Rummenigge müssen mit finanziellen Einbußen beim Rekordmeister klarkommen. © imago images/Revierfoto/Montage
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Der FC Bayern verzeichnet aufgrund der Corona-Pandemie große Umsatzverluste. Finanzchef Jan-Christian Dreesen gibt Einblicke in die finanzielle Situation des deutschen Rekordmeisters.

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Die Corona-Pandemie hat auch beim FC Bayern deutliche Spuren hinterlassen. "In der Saison 2018/2019 hatten wir einen Umsatz im Konzern von 750,4 Millionen Euro. Der ist in der vergangenen Saison 2019/2020 auf einen Jahresumsatz von 698 Millionen Euro gesunken", sagte der stellvertretender Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen sei von 146,1 auf 104,5 Millionen Euro gesunken. "Der Jahresüberschuss, wo wir in der Saison 2018/2019 mit 52,5 Millionen Euro noch einen Rekordgewinn erreicht haben - hat sich auf 9,8 Millionen nach Steuern verringert", fügte der Finanzchef hinzu und blickt daher mit zwiespältigen Gefühlen auf die Triple-Saison des Fußball-Rekordmeisters zurück.

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In der Saison 2019/2020 habe der FC Bayern ungefähr 55 Millionen des geplanten Umsatzes verloren, beim Gewinn waren es rund 40 Millionen Euro weniger, da seit dem 8. März vor leeren Rängen gespielt werden musste. "Das laufende Geschäftsjahr wird allerdings deutlich stärker betroffen sein. Denn wenn wir nun die komplette Saison ohne Zuschauer spielen müssen, reden wir von Umsatzeinschlägen im Konzern von eher 150 Millionen als 100 Millionen Euro, das sind 20 Prozent des Umsatzes", sagte Dreesen.

"Wir haben in den vergangenen zwei Jahren Transfers getätigt, die auch für unsere Verhältnisse überproportional waren. Kombiniert mit deutlichen Umsatzrückgängen, bedeutet das zwangsläufig: Unsere zum Glück vorhandene Liquidität sinkt deutlich", stellte Dreesen fest.