19. Dezember 2021 / 15:40 Uhr

Drei Corona-Fälle bei Turbine: Spiel der Wolfsburger Frauen fällt aus

Drei Corona-Fälle bei Turbine: Spiel der Wolfsburger Frauen fällt aus

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Absage: Das Spiel der VfL-Frauen bei Turbine Potsdam findet nicht statt.
Absage: Das Spiel der VfL-Frauen bei Turbine Potsdam findet nicht statt. © Boris Baschin
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Das Spiel des VfL Wolfsburg in der Frauenfußball-Bundesliga in Potsdam fällt aus. Wegen mehrerer Corona-Fälle im Kader der Turbinen wurde die Partie am Sonntag abgesagt.

Für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg ist das Fußballjahr 2021 früher beendet als gedacht: Das anstehende Bundesliga-Duell bei Turbine Potsdam am Sonntag wurde abgesagt - weil drei Spielerinnen der Turbinen positiv auf Corona getestet wurden. Die Wolfsburgerinnen waren schon vor Ort und im Karl-Liebknecht-Stadion, als sie die Nachricht erreichte. "Uns erreichte heute Morgen die Info, dass Potsdamer mit einer Corona-Person in Kontakt waren und dementsprechend testen werden", so VfL-Trainer Tommy Stroot.

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Der VfL sollte dennoch anreisen, "dann kam aber schnell die Nachricht, dass weitere Fälle dazugekommen sind und gecheckt wird, wie damit umgegangen wird." Und dann war schnell klar: Ein Spiel ist nicht möglich. Stroot: "Gesundheit geht vor, und ich stehe da auch voll hinter der Entscheidung und wünsche auf diesem Weg den Potsdamerinnen gute Besserung und unseren mitgereisten Fans einen guten Heimweg."

Damit hat der VfL keine Chance, als Tabellenführer zu überwintern. Am Samstag wurde Hoffenheim durch ein 3:1 in Freiburg vorläufiger Spitzenreiter, kann aber später noch von den Bayern überholt werden, die um 16 Uhr in Bremen spielen. Für die Wolfsburgerinnen geht es nun in die Winterpause. Ab dem 7. Januar werden die Spielerinnen dann am Elsterweg in Wolfsburg Testungen durchlaufen, am 10. folgt dann der Trainingsauftakt.Wann die Partie in Potsdam ausgetragen werden kann, ist offen. Der DFB teilte lediglich mit: "Der neue Spieltermin wird nach Rücksprache mit den beteiligten Vereinen schnellstmöglich bekanntgegeben."


Corona-Aufregung beim VfL-Gegner hatte es bereits nach dem Champions-League-Spiel am Donnerstag gegeben. Zwei Covid-19-Fälle im Team des FC Chelsea kurz vorm Spiel - Keeperin Ann-Katrin Berger und Mittelfeldspielerin Drew Spence - hätten für extreme Unruhe und Angst gesorgt, so Trainerin Emma Hayes nach dem Abpfiff. Spielerinnen fühlten sich nach dem Spiel in Wolfsburg krank, waren erschöpft und hatten Durchfall. Hayes hatte vor der Rückreise nach England weitere positive Fälle befürchtet - und wurde bestätigt.

Das anstehende Liga-Spiel gegen West Ham United wurde aufgrund mehrerer positiver Corona-Fälle im Chelsea-Team abgesagt. Wie viele Spielerinnen positiv getestet wurden und um wen es sich handelt, ist nicht bekannt. "Die Betroffenen haben sich sofort in Isolation begeben gemäß den Richtlinien der Regierung", schrieb der Verein in einer Mitteilung. "Die Gesundheit und Sicherheit unserer Spielerinnen, Betreuer und Fans bleibt von größter Bedeutung. Die Mannschaft wird nun in die Winterpause gehen und im neuen Jahr wieder ins Training einsteigen."

Auch in Wolfsburg setzte man sich vor dem letzten Bundesliga-Spiel des Jahres gegen Turbine Potsdam mit dem Thema auseinander und bewertete die Situation. Seit Pandemie-Beginn gab es bei den Wolfsburgerinnen noch keinen einzigen positiven Corona-Fall. Sebastian Kunz, VfL-Hygienebeauftragter und Mannschaftsarzt der Frauen, bestätigte auf SPORTBUZZER-Nachfrage: "Die Begegnungen während des Spiels reichen nicht aus, um als Kontaktperson zu gelten." Außerhalb des Spiels "hat der VfL Wolfsburg in Kenntnis der beiden Corona-Fälle bei Chelsea umfangreiche Schutzmaßnahmen getroffen."

Dennoch ist auch für Stroot klar: "Corona spielt wieder eine riesen Rolle im Fußball und der Welt. Wenn wir schauen, was bei Chelsea los war und in der englischen Liga allgemein, was jetzt auch bei uns wieder ins Land kommt - es kommt wieder näher." Darum müsse nach nun "im Januar wieder schauen, wie es startet und welche Dinge man anpassen muss, um das Zusammenleben für alle wieder sicherer zu gestalten." Seine Hoffnung: "Dass wir Trainingswochen und eine Vorbereitung haben werden, von der wir für die Rückrunde profitieren."