14. März 2021 / 12:32 Uhr

Drei Gegentore für den FSV Luckenwalde in zehn Minuten (mit Galerie)

Drei Gegentore für den FSV Luckenwalde in zehn Minuten (mit Galerie)

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
FSV-Schlussmann Andre Thoms (l.) ist hier vor dem Rathenower Leon Hellwig am Ball. 
FSV-Schlussmann Andre Thoms (l.) ist hier vor dem Rathenower Leon Hellwig am Ball. © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: FSV 63 Luckenwalde verliert Testspiel bei Staffelkontrahent Optik Rathenow mit 1:4.

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Die Luckenwalder Regionalligafußballer haben am Sonnabendnachmittag ihr zweites Testspiel in Vorbereitung auf einen möglichen Re-Start in der Meisterschaft verloren. Sie mussten sich dem gastgebenden Ligakontrahenten FSV Optik Rathenow am Ende mit 1:4 beugen. Kurz vor dem Gang in die coronabedingte Spielpause hatten sich beide Mannschaften in der Meisterschaftsbegegnung Ende Oktober im Luckenwalder Seelenbinder-Stadion noch die Punkte geteilt. Die Partie des 12. Spieltages endete damals 1:1-unentschieden.

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In ihrem Testkick am Sonnabend bekamen beide Mannschaften zunächst im wahrsten Sinne des Wortes eine kalte Dusche. Ein heftiger Hagelsturm ging über dem Stadion Vogelgesang in Rathenow nieder. Das bis dahin umkämpfte Spiel wurde wegen des Unwetters kurz unterbrochen.

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Ein paar Minuten später standen die Fußballer beider Mannschaften in klitschnassen Trikots wieder auf dem Platz. Auf Betriebstemperatur waren die Luckenwalder jedoch noch nicht. Unterkühlt kassierten die Gäste zwischen der 17. und 27. Spielminute gleich drei Gegentreffer. „Wir waren total neben der Spur“, so der Luckenwalder Trainer Jan Kistenmacher. Nicola Köhler (17.) und Jerome Leroy (18.) versetzten den Gästen einen Doppelschlag. Lucas Will (27.) netzte zum 3:0 für Rathenow ein.

Begünstigt wurden die Luckenwalder Gegentore zum einen durch individuelle Fehler in den Gästereihen. „Aber auch der starke Wind spielte eine nicht ganz unwichtige Rolle“, schätzte Kistenmacher ein. In der ersten Halbzeit spielten die Luckenwalder gegen die stürmischen Böen an. Rathenow dominierte über weite Strecken die Partie. Zur Pause hätte es gut und gerne auch 7:1 stehen können.

In der zweiten Hälfte änderte sich der optische Eindruck. Da waren die Luckenwalder nach den Worten ihres Trainers ein „bisschen mehr am Drücker“. Dennoch bauten die Hausherren ihre Führung aus. Will erhöhte nach gut einer Stunde Spielzeit als Doppeltorschütze der Partie auf 4:0. Den Ehrentreffer der Gäste erzielte Dennis Rothenstein (74.) mit einem sehenswerten Kopfballtor nach einer Freistoß-Hereingabe von Nils Gottschick.

In Bildern: Optik Rathenow schlägt den FSV 63 Luckenwalde mit 4:1.

Die Rathenower (in Rot) waren von Beginn an das bessere Team und siegten auch in der Höhe verdient. Zur Galerie
Die Rathenower (in Rot) waren von Beginn an das bessere Team und siegten auch in der Höhe verdient. © Christoph Laak

Für die Luckenwalder Regionalligafußballer war es am Sonnabend der erste Einsatz auf einem großen Platz mit Naturrasen. Umstellungsschwierigkeiten an Belag und Größenverhältnissen in der Spielstätte blieben in Rathenow nach mehr als vier Monaten nicht aus. In dieser Zeit trainierten die Luckenwalder fast ausschließlich auf dem heimischen Kunstrasen. „Das Spiel am Sonnabend war deshalb für meine Mannschaft etwas ungewohnt“, räumte Kistenmacher ein, „dennoch war es gut, dass wir uns auf so einem großen Platz bewegt haben“.

Das Ergebnis des Tests spielte für ihn dann auch wieder eher eine Nebenrolle. Wichtiger für Kistenmacher war, dass alle angereisten Luckenwalder Fußballer in Rathenow Einsatzzeiten bekamen. „Es wurde wieder ordentlich durchgewechselt“, so der Trainer. Bis auf wenige Ausnahmen, einige FSV-Fußballer fehlten aus privaten oder beruflichen Gründen, stand ihm ein Großteil des Luckenwalder Regionalligakaders am Sonnabend zur Verfügung.

Nach dem Test ist vor dem Test. Das nächste Training der Luckenwalder Regionalligafußballer unter Wettkampfbedingungen steht für Mittwochabend auf dem Programm. Gegner und Austragungsort der Partie stehen jedoch noch nicht zu einhundert Prozent fest. Geplant ist ein Test der Luckenwalder gegen Energie Cottbus. Die Partie muss wieder ohne Zuschauer ausgetragen werden. Die Gespräche zwischen den beiden Vereinen sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Knackpunkt dabei ist der Austragungsort. Die Luckenwalder möchten gern im heimischen Seelenbinder-Stadion spielen. Dort kann die Partie jedoch nur auf Kunstrasen ausgetragen werden. Das wiederum wollen die Lausitzer nicht. Eine Entscheidung wird Anfang der Woche erwartet.