21. November 2020 / 15:56 Uhr

Drei Minuten bis zum nächsten Schock: VfL überwindet Schalkes neue Nummer 1 früh

Drei Minuten bis zum nächsten Schock: VfL überwindet Schalkes neue Nummer 1 früh

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Von Wolfsburgs Weghorst früh überwunden: Schalke-Torwart Frederik Rönnow
Von Wolfsburgs Weghorst früh überwunden: Schalke-Torwart Frederik Rönnow © Pressefoto Baumann / Tom Weller / Pool
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Schalke 04 droht das 24. Bundesliga-Spiel ohne Sieg nacheinander. Gegen den VfL Wolfsburg gerieten die Gelsenkirchener früh in Rückstand. Daran konnte auch die neue Nummer 1 im Tor nichts ändern.

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Die Hoffnung von Schalke 04 auf ein Ende der fast beispiellosen Negativserie in der Bundesliga hat einen frühen Dämpfer erlitten. Die Gelsenkirchener, die seit 23 Punktspielen auf einen Sieg warten, gerieten gegen den VfL Wolfsburg schon nach drei Minuten in Rückstand. Nach einer Ecke setzte sich Wout Weghorst im Kopfballduell gegen den jungen S04-Abwehrspieler Malick Thiaw durch, vom Innenpfosten tropfte der Ball schließlich ins Tor. Doch es sollte noch schlimmer kommen: Nach 24 Minuten erhöhte Xaver Schlager auf 2:0 für die Gäste. Ein Schock für die Königsblauen, bei denen es seit Monaten an allen Ecken und Enden hapert.

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So hatte S04 in den fünf Spielen vor der Partie gegen den VfL nur eine einzige Großchance vorzuweisen. "Das zeigt, was sie für große spielerische Probleme haben", hatte der Sky-Experte Dietmar Hamann vor dem Anpfiff gesagt. "Das war ja der Grund, warum sie sich verändern wollten", so der Ex-Nationalspieler mit Blick auf den Trainerwechsel von David Wagner zu Baum. "Sie haben über Monate katastrophal Fußball gespielt." Auch unter Wagners Nachfolger hatte es allerdings offensiv kaum eine Verbesserung gegeben – im Gegenteil: Die Statistiken weisen sogar eine minimale Verschlechterung der Angriffspower aus.

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Es sei indes "erschütternd und erschreckend, wenn du in fünf Spielen nur eine Großchance hast", sagte Hamann, der rasche Verbesserungen erwartet. "Irgendwann müssen sie mal gewinnen – mir gehen langsam die Worte aus." Allerdings müsse man einordnen, dass der neue Coach unter anderem gegen Leipzig und Dortmund spielen musste – schwierige Aufgaben zum Start.

Vor dem Duell mit den weiterhin ungeschlagenen Wolfsburgern reagierte Baum auf die auch defensiv eklatante Krise der Schalker (22 Gegentore in sieben Spielen) mit einem Torwartwechsel: Der aus Frankfurt ausgeliehene Frederik Rönnow ist die neue Nummer 1, ersetzt dauerhaft das Schalker Urgestein Ralf Fährmann. "Das ist eine sportliche Entscheidung, die trifft der Trainer", erklärte Schalkes Marketingvorstand Alexander Jobst bei Sky. "Unter sportlichen Gesichtspunkten ist es sicherlich auch nachvollziehbar."