31. März 2021 / 18:00 Uhr

Fünf neue Corona-Fälle: Es kommt immer dicker für Recken der TSV Hannover-Burgdorf

Fünf neue Corona-Fälle: Es kommt immer dicker für Recken der TSV Hannover-Burgdorf

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die unerfreulichen Corona-Nachrichten für die Recken reißen nicht ab.
Die unerfreulichen Corona-Nachrichten für die Recken reißen nicht ab. © Florian Petrow
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Das Coronavirus bereitet der TSV Hannover-Burgdorf weiter Probleme. Drei Spieler klagten schon zum Wochenbeginn über Symptome, zwei weitere waren asymptomatisch und wurden am Mittwochabend positiv getestet. Die neuen Fälle treffen die Recken hart.

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Erst war es nur ein Spieler, jetzt sind es insgesamt schon sechs. Das Coronavirus hat sich bei den Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf eingenistet. Drei weitere, namentlich nicht genannte Spieler sind zu Beginn der Woche positiv auf das Virus getestet worden, nachdem sie am Wochenende alle drei über auftretende Symptome geklagt hatten. Am Mittwochabend kamen zwei weitere, (noch) asymptomatische Fälle hinzu.

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Der gesamte Kader plus Trainer- und Betreuerstab war vergangene Woche in Selbstisolation und später in offizielle Quarantäne gegangen, nachdem ein Spieler positiv getestet worden war. Auch dieser namentlich nicht genannte Profi hat Symptome. Die bisher nicht betroffenen Spieler wurden am Dienstag unabhängig voneinander getestet, die Ergebnisse der Regeltestung brachten gestern zwei weitere Positivfälle hervor, ebenfalls nicht benannt.

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"Wir hoffen, dass es keine weiteren Fälle gibt"

„Wir hoffen, dass alle betroffenen Spieler gut durchkommen und die Infektion gut überstehen. Und wir hoffen, dass es keine weiteren Fälle gibt“, sagt Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen.

Für das frisch erkrankte Trio und das folgende Duo wurde die 14-tägige Quarantäne neu angesetzt – also faktisch verlängert. Während der immer kleiner werdende Rest der Mannschaft am 7. April wieder ins Training einsteigen kann – sofern die Spieler zwei negative Tests vorweisen können –, müssen die drei Akteure bis einschließlich 11. April (Sonntag) zu Hause bleiben, die zwei weiteren bis 12. April. Ob sie, ebenfalls wie der erste erkrankte Spieler, bis dahin vollständig genesen und dementsprechend einsatzfähig sind, ist fraglich.

Chancen auf Zählbares gegen Kiel minimal

So oder so – für das am 10. April angesetzte Spiel gegen Rekordmeister THW Kiel (20.30 Uhr, ZAG-Arena) stehen sie nicht zur Verfügung. Dass die Partie verschoben wird, ist – Stand jetzt – nicht möglich. Es müsste schon die Hälfte der Mannschaft ausfallen, damit die Recken offiziell Antrag auf Verschiebung stellen können.

Am Ende macht es wohl auch keinen Unterschied. Alles andere als eine klare Niederlage gegen Kiel käme nach der kurzen Vorbereitungszeit von drei Tagen einer Sensation gleich. So langfristig denken die Recken im Augenblick allerdings nicht. Sie müssen sich vorrangig um die Fitness der gesunden Spieler kümmern. Die Profis dürfen ihre Häuser und Wohnungen nicht verlassen. Die TSV hat mittlerweile sämtliche Spieler mit gelieferten Spinningrädern ausgestattet, damit ist zumindest ein Basistraining für die Ausdauer und das Herz-Kreislauf-System gewährleistet. Das Team trifft sich vormittags in digitalen Zoom-Meetings, um die Anweisungen von Athletiktrainer und Physiotherapeut Timm Kostrzewa umzusetzen.

Spielplan der TSV Hannover-Burgdorf in der Bundesliga-Saison 2020/21

<b>26. Spieltag:</b> Rhein-Neckar Löwen (A), Samstag, 17. April, 20.30 Uhr Zur Galerie
26. Spieltag: Rhein-Neckar Löwen (A), Samstag, 17. April, 20.30 Uhr ©

Zwei Spiele mussten schon verschoben werden

Die positiven Fälle treffen die Recken hart. Zwei Spiele (vergangenen Donnerstag gegen Ludwigshafen und Ostermontag gegen Minden) mussten schon verschoben werden. Neue Termine stehen noch nicht fest. Die TSV muss am langen Osterwochenende tatenlos zusehen, wie die Konkurrenz im Tabellenkeller punktet und möglicherweise Boden gutmacht auf Hannover.