31. März 2020 / 09:01 Uhr

Drei Neuzugänge fix! So plant Jugendkoordinator Felixson mit der TSV Burgdorf

Drei Neuzugänge fix! So plant Jugendkoordinator Felixson mit der TSV Burgdorf

Simon Lange und Uwe Serreck 
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Muss sich an die
 Zwangspause gewöhnen: Burgdorf-Trainer Heidmar Felixson.
Muss sich an die Zwangspause gewöhnen: Burgdorf-Trainer Heidmar Felixson. © Debbie Jayne Kinsey
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Bei der TSV Burgdorf ruht zwar der Ball, die Planungen für die kommende Saison laufen allerdings auf Hochtouren. Schon jetzt stehen drei Neuzugänge für die nächste Spielzeit fest.

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Die Corona-Pandemie hat derzeit auch die hannoverschen Drittligahandballer fest im Griff. Mindestens bis zum 19. April hat der Deutsche Handballbund den Spielbetrieb eingestellt. Auch bei der TSV Burgdorf ruht der Trainingsbetrieb. Obwohl derzeit ungewiss ist, wann der Handball wieder fliegt, bastelt Jugendkoordinator Heidmar Felixson fleißig an der Planung für die neue Saison.

Bilder zum Spiel der 3. Liga zwischen dem HSV Hannover und der TSV Burgdorf II:

Hannovers Philip Müller wird von den Recken Petar Juric und Martin Hanne bedrängt.  Zur Galerie
Hannovers Philip Müller wird von den Recken Petar Juric und Martin Hanne bedrängt.  ©

Drei neue Spieler aus Hildesheim

Mit Rückraumspieler Matteo Ehlers (20), Rechtsaußen Luc Depping und Torhüter Lukas Reichenbach (beide 17) kommen drei Spieler von Eintracht Hildesheim. „Es ist ein guter Schritt für die Jungs, zumal ich allen 150 Prozent Spielanteile garantieren kann“, sagt Felixson. Depping und Reichenbach bringen bereits die Erfahrung aus etliche Sichtungslehrgängen mit der Jugendnationalmannschaft mit und sollen bei den Jungrecken den nächsten Schritt ihrer Entwicklung gehen.

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Ehler "hat ein Riesenpotenzial"

Große Stücke hält Felixson auf Matteo Ehlers: „Er hat ein Riesenpotenzial, um höher zu spielen.“ Im bisherigen Saisonverlauf der 3. Liga stehen für ihn 82 Treffer zu Buche. Die Quote könnte dreistellig werden, würde die Saison fortgesetzt werden. Felixson hält davon nichts: „Wenn es jetzt irgendwann weitergeht, brauche ich fünf Wochen Vorbereitung. Alles andere wäre aufgrund der Verletzungsgefahr unverantwortlich.“

Exemplarisch nennt der Isländer Martin Hanne, der aus seiner Sicht kurz vor seinem Durchbruch steht. Eine schwere Verletzung könnte die Karriere entscheidend gefährden.

Verband berät über weiteres Vorgehen

Ob es weitergeht, entscheidet jedoch der Verband. Deshalb ist für die Spieler des Perspektivkaders, sowie aus der A- und ­B-Ju­gend an ausruhen nicht zu denken. „Die Jungs haben alle jeweils individuelle Pläne bekommen und müssen Gas geben“, betont Felixson. Um im Austausch mit seinen Spielern zu bleiben, verbringt der Isländer momentan viel Zeit am Laptop.

Bilder vom Handball-Spiel der 3. Liga Nord-Ost zwischen der TSV Burgdorf II und dem 1. VfL Potsdam

Jannes Krone sucht den Abschluss für die TSV Burgdorf II. Zur Galerie
Jannes Krone sucht den Abschluss für die TSV Burgdorf II. ©

"Versuche, viel zu schaffen"

Die meiste Zeit steckt Felixson jedoch gerade in seinen Bauernhof in Schillerslage. Hühner, Wachteln, Pferde, Hängebauchschweine und zwei Rhodesian-Ridgeback-Hunde – es gibt genug zu tun. „Ich versuche, viel zu schaffen, trotzdem ist mir sehr langweilig“, gesteht er. Denn: „Ich habe fast mein ganzes Leben täglich sechs bis acht Stunden in irgendwelchen Sporthallen verbracht. Es ist jetzt eine neue Herausforderung. Man muss kreativ sein.“ Felixson telefoniert viel mit Familie und Freunden in seiner Heimat. „Alles okay bisher“, sagt er.

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Gute Nachrichten aus der Heimat

Island hat die Corona-Krise bislang ziemlich gut im Griff. Als der erste Fall auf der Insel bekannt wurde, ergriff die Regierung sofort strikte Maßnahmen. Zudem werden landesweit sehr viele Corona-Tests durchgeführt. Der große Vorteil der skandinavischen Insel im Atlantik: Sie ist dünn besiedelt, die Bevölkerung verteilt sich auf das weite Land. Die Ansteckungsgefahr ist also geringer. Bis zum Wochenende hatte es auch erst zwei Todesfälle gegeben: ein Isländer, ein Ausländer.

Felixson hofft, „dass diese Krise bald vorbei ist – und wir alle möglichst gesund da wieder rauskommen“.