08. April 2022 / 22:27 Uhr

Drei Punkte, drei Verletzte: Joker Julian Brandt führt Dortmund zu schmerzhaftem Sieg in Stuttgart

Drei Punkte, drei Verletzte: Joker Julian Brandt führt Dortmund zu schmerzhaftem Sieg in Stuttgart

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Verletzungen von Giovanni Reyna, Mo Dahoud und Mats Hummels trübten die Dortmunder Freude über den Sieg in Stuttgart.
Die Verletzungen von Giovanni Reyna, Mo Dahoud und Mats Hummels trübten die Dortmunder Freude über den Sieg in Stuttgart. © IMAGO/Sportfoto Rudel/Passion2Press/Revierfoto (Montage)
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Borussia Dortmund ist zurück in der Spur: Das Team von Trainer Marco Rose gewann am Freitagabend verdient mit 2:0 beim VfB Stuttgart, musste allerdings gleich drei neue Verletzungen hinnehmen. Der früh eingewechselte Julian Brandt avancierte mit einem Doppelpack zum Matchwinner. 

Borussia Dortmund hat sich am Freitagabend für die deutliche 1:4-Pleite gegen RB Leipzig am vergangenen Wochenende rehabilitiert und beim VfB Stuttgart verdient mit 2:0 gewonnen. Trotz großem Verletzungspech - Giovanni Reyna, Mahmoud Dahoud und Mats Hummels mussten im Laufe der Partie ausgewechselt werden - dominierte der BVB fast über die gesamte Spielzeit und fuhr dank des früh eingewechselten Julian Brandt, der beide Tore erzielte, einen verdienten Sieg ein. Während die Borussia den Rückstand auf Bayern München vorübergehend wieder auf sechs Punkte verkürzte, verpasste der VfB wichtige Big Points im Kampf um den Klassenerhalt.

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Das Spiel begann für die Dortmunder direkt mit dem ersten Schock: Reyna verletzte sich in der ersten Spielminute am Oberschenkel und musste ganz früh ausgewechselt werden. Auf dem Weg in die Kabine konnte der Youngster seine Tränen über die neuerliche Verletzung nicht mehr zurückhalten. Bereits Ende Februar gegen Borussia Mönchengladbach musste der US-Amerikaner vorzeitig vom Platz - ebenfalls unter Tränen. Schon nahezu die gesamte Hinrunde war er wegen einer Muskelverletzung ausgefallen.

BVB-Trainer Marco Rose, der kurzfristig auch auf Offensivkraft Donyell Malen verzichten musste, brachte im Anschluss Brandt in die Partie, der sich keine zehn Minuten in die Geschichtsbücher eintragen sollte. In der 13. Minute brachte der Nationalspieler die Borussia mit 1:0 in Führung und erzielte zugleich das früheste Jokertor der Bundesliga-Geschichte. Kein Einwechselspieler hatte bislang zu so einem frühen Zeitpunkt im Spiel einen Treffer im deutschen Oberhaus markiert.

Im Anschluss agierten beide Mannschaften weiterhin mit offenem Visier, es entwickelte sich ein munteres Spiel. Zunächst scheiterte Marco Reus mit der Hacke an VfB-Keeper Florian Müller (17.), dann vergab der Stuttgarter Tiago Tomas freistehend vor Gregor Kobel die große Chance zum 1:1 (23.). Danach waren die Schwaben gut drin im Spiel, verzettelten sich allerdings zu häufig. So auch in der 30. Minute: Stürmer Omar Marmoush schloss aus aussichtsreicher Position viel zu überhastet ab und verzog deutlich.

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Es folgte der nächste Verletzungsschock für den BVB: Nach einem Zweikampf im Mittelfeld blieb Mahmoud Dahoud liegen und hielt sich die Schulter. Der 26-Jährige stand zwar zunächst wieder auf, signalisierte jedoch kurze Zeit später, dass es auch bei ihm nicht mehr weitergeht. Rose musste in der 36. Minute bereits zum zweiten Mal wechseln und brachte den erfahrenen Axel Witsel in die Partie.

Hummels bleibt in der Kabine

Zur Pause musste dann auch noch Innenverteidiger Mats Hummels, der sich im ersten Durchgang schon mehrmals an den Oberschenkel griff, in der Kabine bleiben. Der bereits dritte verletzte BVB-Profi wurde von Dan-Axel Zagadou ersetzt. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein hitziges Spiel, in dem die Borussia die spielstärkere Mannschaft war. Marco Reus vergab nach einer Stunde die bis dato beste Gelegenheit nach der Pause. Sein Drehschuss rauschte knapp am rechten Pfosten vorbei.

Die Stuttgarter kämpften weiterhin leidenschaftlich, fanden aber kaum Mittel gegen die gut organisierte BVB-Defensive. Konsequenz: Die Dortmunder erhöhten auf 2:0. Reus legte den Ball auf Brandt, der mit einem wuchtigen Schuss aus 18 Metern seinen zweiten Treffer erzielte (71.), für die Entscheidung sorgte - und endgültig zum Matchwinner avancierte. VfB-Keeper Müller sah nicht gut aus.

In der Schlussphase warf der VfB alles nach vorne, konnte sich für den hohen Aufwand aber nicht mehr belohnen. Die Dortmunder brachten den Vorsprung mehr oder weniger souverän über die Zeit und untermauerten Tabellenplatz zwei. Der VfB bleibt weiterhin 15., könnte am Wochenende aber sogar auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen.

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