20. Februar 2021 / 15:58 Uhr

Drei Punkte zum Trainergeburtstag: Dynamo Dresden gewinnt in Zwickau mit 2:0

Drei Punkte zum Trainergeburtstag: Dynamo Dresden gewinnt in Zwickau mit 2:0

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
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Sieg im Sachsenderby: Dynamo Dresden gewinnt beim FSV Zwickau mit 2:0. © Picture Point
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Zum Geburtstag bekam Markus Kauczinski von seinem Team den Sieg im Sachsenderby geschenkt: Pascal Sohm und Christoph Daferner besorgen den 2:0-Auswärtssieg in Zwickau.

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Zwickau. Dynamo Dresden hat Cheftrainer Markus Kauczinski das perfekte Geschenk zu dessen 51. Geburtstag bereitet. Im Drittliga-Sachsenderby beim FSV Zwickau am Sonnabendnachmittag gewannen die Schwarz-Gelben mit 2:0 (2:0). Im Geisterspiel in der GGZ-Arena, für das die Westsachsen im Vorfeld 16.825 Geistertickets verkauft hatten, trafen bei herrlichem Sonnenschein Pascal Sohm per Kopf (38.) und Christoph Daferner per Handelfmeter (45.+2). Damit konnten die Landeshauptstädter auch ihre 1:2-Heimniederlage vom Hinrundenspiel gegen Zwickau wettmachen.

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Brinkies mit Blitzreaktion

Im Vergleich zum 3:1-Heimsieg am Wochenende zuvor gegen den VfB Lübeck nahm Kauczinski eine Änderung in seiner Startelf vor: Weil Ransford Königsdörffer nach seiner abgesessenen Gelbsperre wieder zur Verfügung stand, musste Niklas Kreuzer auf die Bank. Da half auch nicht, dass der nunmehr 28-Jährige an diesem Sonnabend ebenfalls Geburtstag feiert und bei seinem bemerkenswerten Comeback gegen die Lübecker bester Mann auf dem Rasen war.

DURCHKLICKEN: Das war das 2:0 der SG Dynamo Dresden in Zwickau

Die SG Dynamo Dresden gewinnt das Sachsenderby beim FSV Zwickau mit 2:0. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden gewinnt das Sachsenderby beim FSV Zwickau mit 2:0. ©

Dynamo war von Beginn an präsent, der erste Eckball in der 2. Minute landete gefährlich im Fünfmeterraum, allerdings hatte SGD-Kapitän Tim Knipping Zwickaus Torwart Johannes Brinkies zu hart attackiert – Freistoß für den Gastgeber. Zwickaus ersten Torschuss von Morris Schröter blockte Ransford Königsdörffer zu einem Eckball (7.), der dann aber nichts einbrachte. Die Gäste hatten aber von Beginn an mehr vom Spiel und kamen nach 12 Minuten ihrerseits zum ersten Torschuss, doch Brinkies parierte Julius Kades Versuch sicher.

Die Zwickauer waren zu einem frühen Wechsel gezwungen. Maurice Hehne kam in der 18. Minute für Yannik Möker, der sich bei einem Pressschlag gegen Christoph Daferner verletzt hatte. Nach einer halben Stunde tauchte Dynamo dann aber gefährlicher vorm gegnerischen Tor auf. Jozo Stanic bekam bei Pascal Sohms scharfem Abschluss noch einen Fuß dazwischen – Ecke (28.). Die landete über Umwege bei Julius Kade, dessen Flanke Christoph Daferner über den Scheitel rutschen ließ. Brinkies verhinderte mit einer Blitzreaktion die Gästeführung.


Dynamo bleibt am Drücker

Zehn Minuten später zeigte er ebenfalls einen starken Reflex, diesmal aber knapp zu spät. Paul Wills Eckball hatte Pascal Sohm an den Innenpfosten geköpft. Von dort war der Ball sehr knapp hinter die Linie gesprungen, wo Brinkies ihn herausfischte. Schiedsrichter Patrick Kessel war sich seiner Sache aber sicher und entschied sofort auf 1:0 für Dynamo (38.). Die Mannschaft von Trainer Joe Enochs hatte fast die passende Antwort parat, doch Marco Schikoras Schuss strich hauchzart am linken Pfosten vorbei (42.).

Das 2:0 für die Schwarz-Gelben mit dem Pausenpfiff kam noch glücklicher zu Stande als die Führung: Steffen Nkansah bekam am Strafraumeck einen Ball aus kurzer Distanz an den Oberarm – diesmal entschied Kessel ohne zu Zögern auf Strafstoß. Dabei war die Szene strittig, der Arm sehr nah am Körper. Christoph Daferner war’s egal: Er besorgte per Handelfmeter flach und zentral das 0:2 für die Gäste (45.+2). Direkt danach war Pause.

DURCHKLICKEN: Die Noten zum Spiel in Zwickau

(1) Kevin Broll: Gleich zu Beginn bei zwei Eckbällen gefordert, den zweiten (14.) pariert er erst per Faust und dann im Nachfassen. Riskante Showeinlage gegen König, als er an der Strafraumgrenze den Ball mit der Brust annimmt und aus der Gefahrenzone jongliert (36.). Insgesamt hat der Torwart relativ wenig zu tun – und wenn er gebraucht wird, ist er auf dem Posten. Note: 2 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Gleich zu Beginn bei zwei Eckbällen gefordert, den zweiten (14.) pariert er erst per Faust und dann im Nachfassen. Riskante Showeinlage gegen König, als er an der Strafraumgrenze den Ball mit der Brust annimmt und aus der Gefahrenzone jongliert (36.). Insgesamt hat der Torwart relativ wenig zu tun – und wenn er gebraucht wird, ist er auf dem Posten. Note: 2 ©

Mit Beginn des zweiten Durchgangs nahm Enochs den zweiten Wechsel vor, brachte Drinkuth für Miatke (46.). Am Drücker blieb jedoch Dynamo. Königsdörffer nahm einen Ball mit vollem Risiko und jagte ihn deutlich am Tor vorbei (52.), eine Minute später klärte Brinkies einen Freistoß von Paul Will zur Ecke.

Zwickau hat Anschluss auf dem Fuß

Auf der Gegenseite hatten aber auch die Zwickauer eine gute Gelegenheit, doch Drinkuth schloss nach einem Missverständnis zwischen Königsdörffer und Knipping überhastet ab und verzog klar (55.). Ronny König hatte in der 61. Minute Feierabend, Lars Lokotsch kam für ihn. Kurz darauf kam Kevin Ehlers bei einem Konter gegen Schröter zu spät und sah dafür die Gelbe Karte (62.).

DURCHKLICKEN: Stimmen zum Sachsenderby

Kevin Broll (SG Dynamo Dresden): Die Jungs haben vor mir vor allem in der ersten Halbzeit eine sehr gute Arbeit geleistet, das war eine absolut reife Leistung. Wenn man so spielt, bleibt man auch oben. Das war absolut top. Großes Kompliment, weil sie mir Einiges erspart haben, auch wenn sie am Ende schwere Beine hatten. Alle zusammen haben gut verteidigt und nach vorn Fußball gespielt, auch wenn die zweite Halbzeit dann ein bisschen lethargisch gewirkt hat. Zur Galerie
Kevin Broll (SG Dynamo Dresden): "Die Jungs haben vor mir vor allem in der ersten Halbzeit eine sehr gute Arbeit geleistet, das war eine absolut reife Leistung. Wenn man so spielt, bleibt man auch oben. Das war absolut top. Großes Kompliment, weil sie mir Einiges erspart haben, auch wenn sie am Ende schwere Beine hatten. Alle zusammen haben gut verteidigt und nach vorn Fußball gespielt, auch wenn die zweite Halbzeit dann ein bisschen lethargisch gewirkt hat." ©

Dynamo beschäftigte die Zwickauer weiterhin und hielt sie erfolgreich vom eigenen Tor fern. Auch Wechsel Nummer vier, als Maximilian Wolfram für Manfred Starke kam (73.), brachte keinen nachhaltigen Effekt. Dynamo wechselte dagegen erst in der 80. Minute zum ersten Mal: Philipp Hosiner kam für Christoph Daferner.

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Lange Zeit kam vom FSV viel zu wenig, um dem Tor von Kevin Broll noch mal ernsthaft gefährlich werden zu können. In der 85. Minute hatte Wolfram nach Schikora-Vorarbeit dann doch das Anschlusstor auf dem Fuß – knapp vorbei. Danach spielte es Dynamo recht locker runter. In der Nachspielzeit nahm Kauczinski noch ein bisschen Zeit von der Uhr, brachte Stefaniak für Mörschel. Doch da waren alle Messen gesungen.