10. Dezember 2020 / 16:28 Uhr

Drei Spiele gegen die Schweiz: Wolfsburger Eishockey-Talent Raschke mit DEB-Team gefordert

Drei Spiele gegen die Schweiz: Wolfsburger Eishockey-Talent Raschke mit DEB-Team gefordert

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wieder mit dem DEB-Team unterwegs: Fine Raschke.
Wieder mit dem DEB-Team unterwegs: Fine Raschke. © DEB
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Eis zum Jahresabschluss: Die Wolfsburger Eishockey-Nationalspielerin Fine Raschke fährt mit dem DEB-Team zum Lehrgang nach Füssen, trifft dort auf eine alte Bekannte.

Ob es 2020 überhaupt noch etwas werden würde mit Nationalmannschafts-Lehrgängen war offen, nun darf sich Wolfsburgs Eishockey-Nationalspielerin Fine Raschke aber doch noch über Eiszeit mit dem DEB-Team freuen: Vom 15. bis 19. Dezember steigt ein Lehrgang in Füssen inklusive dreier Spiele gegen die Schweiz. Dabei trifft Raschke auf eine alte Bekannte.

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Anstelle von Bundestrainer Christian Künast wird nämlich Franziska Busch an der Bande stehen - mit ihr als Trainerin hatte Raschke im Frühjahr noch den Aufstieg mit der U18-Nationalmannschaft nach dem Gewinn der B-WM gefeiert. Künast ist aktuell auch als Sportkoordinator der U20-Nationalmannschaft eingespannt, begleitet das Team zur Junioren-WM nach Edmonton.

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Deshalb springt Busch als Vertretung ein. "Ich freue mich, dass sie an der Bande stehen wird. Ich habe sehr viel von ihr gelernt, man kann sich gut mit ihr unterhalten", sagt Raschke. Auch Busch freut sich auf den Lehrgang: "Christian und ich sind im engen Austausch, er ist immer erreichbar. Sonst arbeitet dasselbe Team wie immer rund um die Mannschaft und das funktioniert sehr gut." Die 35-Jährige betont die Wichtigkeit der drei Spiele gegen die Schweiz: "Jedes Spiel zählt für uns ab jetzt auch zur direkten WM-Vorbereitung, da wir nicht wissen, wie viele Gelegenheiten wir noch bekommen. Wir wollen die Spiele gewinnen, das muss unser Ziel sein."

Für Raschke bedeutet der Trip nach Füssen vor allem wertvolle Eiszeit. "Ich habe zuletzt vor zwei Wochen in Mannheim gespielt, da die Bundesliga zum Profi-Sport zählt. Davor war mindestens ein Monat Pause", so die 18-Jährige. Deshalb freut sich Raschke auf die Gelegenheit. Und: "Wir wissen ja auch noch nicht, wann es in Wolfsburg weitergeht. Dass ich die Option habe, in Mannheim zu spielen, ist gut. Die will ich, so oft es geht, nutzen, um wenigstens am Wochenende aufs Eis zu können."

Bis zum Ende der vergangenen Saison hatte dort noch Raschkes ältere Schwester Fenja für die Mad Dogs gespielt, sie hat ihre Karriere in der Zwischenzeit aber beendet und ist in die Heimat zurückgekehrt. Die Übernachtungsmöglichkeit vor Ort fällt damit weg, "aber meine Eltern haben sich im letzten Jahr ein Wohnmobil gekauft...", so die Defensiv-Spielerin.

Nun liegt der Fokus aber erst einmal auf dem Lehrgang in Füssen. "Mein Ziel ist es, den Sprung zur WM im April 2021 zu schaffen, danach dann Olympia 2022. Deshalb will ich jede Chance nutzen, mich zu zeigen", erklärt Raschke, die betont: "Es ist wichtig, eine gute Leistung zu zeigen." Die ersten A-Länderspiele hatte die Wolfsburgerin bereits im Frühjahr machen können, im Sommer gab es zudem schon einmal einen Trainings-Lehrgang. "Der Kontakt zur Mannschaft ist also schon da", so Raschke. "Sonst wäre ich schon ziemlich nervös." Schließlich ist Raschke die Zweitjüngste im Team - nur Nina Christof (Selects Academy) ist mit 17 Jahren noch jünger.


Das DEB-Team spielt vom 17. bis 19. Dezember dreimal gegen die Schweizerinnen, jeweils ohne Publikum. Los geht's um 17, 16 und 12 Uhr.