07. Dezember 2019 / 17:29 Uhr

Drei Standard-Gegentore! Lupo verliert letztes Heimspiel des Jahres

Drei Standard-Gegentore! Lupo verliert letztes Heimspiel des Jahres

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wolfsburg, Fußball-Oberliga, Lupo/Martini Wolfsburg - VfV Borussia 06 Hildesheim
Klare Niederlage: Lupo/Martini Wolfsburg (r. Gracjann Konieczny) verlor mit 0:4 gegen Hildesheim. © Boris Baschin
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Ende Oktober hatte Lupo/Martini Wolfsburg die bisher letzte Niederlage kassiert, gegen den VfV Borussia Hildesheim gab's am Samstag für die Italiener im letzten Heimspiel des Jahres eine weitere Pleite. Der Fußball-Oberligist unterlag dem Spitzenreiter mit 0:4 (0:1) - drei Gegentore kassierte das Team von Trainer Uwe Erkenbrecher nach Standardsituationen.

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"Wir haben gesagt, es ist ein Bonusspiel, da kann man jetzt nur draus lernen", fasste es der Lupo-Coach kurz zusammen, lobte aber die mannschaftliche Geschlossenheit. Denn die passte gegen den Tabellenführer tatsächlich über weite Strecken der Partien, auch wenn die Gastgeber defensiv immer mal wieder vor Probleme gestellt wurden. Bereits nach vier Minuten köpfte Hildesheims Niklas Rauch eine Ecke an die Latte, kurz darauf hatte Top-Torjäger Thomas Sonntag frei vorm Lupo-Tor eine dicke Chance, setzte den Ball aber links vorbei. "Man hat die Qualität beim Gegner immer wieder gesehen", so Erkenbrecher.

Nach den beiden dicken Gelegenheiten passierte lange Zeit wenig, das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab - bis kurz vorm Pausenpfiff. Da führte Hildesheim einen Freistoß kurz aus, fand in der Mitte Jane Zlatkov, der nur den Fuß hinhalten musste und die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Nach dem Seitenwechsel legte die Borussia nach, erneut fiel das Tor nach einem ruhenden Ball. Yannik Schulze brachte eine Ecke ins Zentrum, wo abermals Zlatkov zur Stelle war und den Ball diesmal per Kopf über die Linie drückte. "Die Standards von denen sind einfach überragend. In dieser Liga ist das kaum zu verteidigen", erkannte Erkenbrecher an.

Lupo/Martini Wolfsburg gegen Borussia Hildesheim

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Lupo/Martini Wolfsburg gegen Borussia Hildesheim ©
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Dann zeigten sich auch mal die Hausherren, zweimal verpasste Nico Gercke den Anschlusstreffer - erst war sein Schuss vom Sechzehner zu harmlos, dann köpfte er am Tor vorbei. "Es ist schade, dass wir die Momente, in denen wir ein Tor hätten machen können, nicht genutzt haben", bedauerte Erke. Stattdessen schlug in der Schlussphase Hildesheim noch zweimal zu: Zunächst setzte Außenverteidiger Steffen Suckel den Ball oben rechts in den Knick, kurz vor Schluss patzte Lupo-Keeper, als er an einem zentral geschossenen Freistoß vorbeigriff.

"Wir sind bitter geschlagen worden", fand Erkenbrecher. "Wir waren auf der Sechser-Position nicht so gut besetzt und mussten daher einige Konter hinnehmen. Aber letztlich ist es egal, ob wir 0:2 oder 0:4 verloren haben."

Lupo: Sauss - Krecklow, Schlothauer, Nguema Ella, Ebot-Etchi - Igkmpinompa, Gercke - Salijevic (82. Demiri), Konieczny (59. Tuccio), Rizzo - Hallmann.
Tore: 0:1 (45.) Zlatkov, 0:2 (53.) Zlatkov, 0:3 (81.) Suckel, 0:4 (89.) Baghdadi.

Ekenbrecher sehnt Winterpause herbei

Es erstreckt sich bei Lupo über die bisherige Saison, immer wieder haben die Italiener mit Ausfällen zu kämpfen. Das war auch gegen Hildesheim so. Kein Wunder also, dass sich Erkenbrecher nach der Winterpause sehnt. "Mit 14 Mann spielt niemand gern", so der Lupo-Coach. "Seit Monaten bekommen wir keine 18 Spieler zusammen. Die Pause hätte ich gern schon vor vier Wochen, aber mit drei Punkten mehr gehabt."

Einmal müssen die Wolfsburger aber noch ran, am Sonntag (14 Uhr) geht's zur Nachholpartie nach Wolfenbüttel. "Wenn wir dort noch Punkte holen, bin ich zufrieden. Nur mit der Kurve in der Saison nicht so", sagt Erkenbrecher, der mit seinem Team lange unten drin hing, zuletzt aber einige Zähler gesammelt hat. Aber was ist bei Lupo seitdem passiert? "Nach dem Hagen-Spiel, das wir eigentlich hätten gewinnen müssen, wo wir aber nur einen Punkt geholt haben, haben wir eine deutlichere Ansprache gefunden. Auch Kapitän Marius Sauss und David Chamorro hauen sich richtig rein und sind auch klarer geworden. Seit zwei Monaten ist die Mannschaft eng zusammengewachsen."

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