13. März 2019 / 20:43 Uhr

Drei Trümpfe: Das hat der FC Augsburg Hannover 96 im Abstiegskampf voraus

Drei Trümpfe: Das hat der FC Augsburg Hannover 96 im Abstiegskampf voraus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ruhe um den Trainer, Unruhe im Sturm: Augsburgs Erfolgsgaranten.
Ruhe um den Trainer, Unruhe im Sturm: Augsburgs Erfolgsgaranten. © imago
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Der FC Augsburg zählt zu den direkten Konkurrenten von Hannover 96 im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Auswärtssieg am Samstag (15.30 Uhr) ist also ein Muss für die Roten. Doch der FCA kann mit einigen entscheidenden Pluspunkten im Abstiegskampf aufwarten, die 96 fehlen.

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Es ist das erste von zwei Abstiegs-Endspielen für Hannover 96. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) geht es für die Roten auswärts beim FC Augsburg um die vielleicht letzte Chance auf den Klassenerhalt. Der leidenschaftliche Auftritt gegen Bayer Leverkusen (2:3) am vergangenen Sonntag macht 96 Mut, doch Favorit ist der FCA - nicht nur aufgrund der Tabellen- und Punktekonstellation.

Ein Sieg ist für 96 Pflicht, immerhin zählt Augsburg zu den Teams, die man noch hinter sich lassen könnte. Doch der FCA hat einige Trümpfe in der Hand, die 96 im Abstiegskampf bitter nötig hätte. Besonders drei Punkte machen den FC Augsburg eher zum Anwärter auf den Ligaverbleib als Hannover 96:

Lebensversicherung Finnbogason vs. 96-Sturmflaute

Ein verlässlicher Torjäger: Der FC Augsburg hat mit Alfred Finnbogason seine personifizierte Lebensversicherung. Der Isländer kann Spiele im Alleingang entscheiden und tat das in dieser Saison schon zweimal (jeweils ein Dreierpack beim 4:1 gegen Freiburg und beim 3:0 gegen Mainz). Insgesamt traf Finnbogason in 14 Saisonspielen zehnmal. Sein Einsatz gegen 96 steht allerdings noch auf der Kippe.

96 fehlt so ein Knipser. Niclas Füllkrug, in der vergangenen Saison die 96-Tormaschine, blieb in der Hinrunde oft glücklos und wird in der Rückrunde verletzungsbedingt kein Spiel mehr machen. HSV-Leihgabe Bobby Wood sucht seit knapp drei Jahren seinen Torriecher, Hendrik Weydandt (drei Tore) und Rekordeinkauf Jonathas (zwei Tore) besitzen ebenfalls nicht das Format eines Finnbogason.

Die letzten zehn Spiele von Hannover 96 gegen den FC Augsburg:

Hannover 96 wartet seit dem 21.10.2017 auf einen Auswärtssieg in der Fußball-Bundesliga. Gegner damals war ausgerechnet der FC Augsburg. Denn: Am Samstag reisen die Roten erneut zum FCA und können ihre schwarze Serie an dem Ort beenden, an dem sie begann. Hier seht Ihr, wie sich 96 in den letzten zehn Partien gegen die Fuggerstädter geschlagen hat.  Zur Galerie
Hannover 96 wartet seit dem 21.10.2017 auf einen Auswärtssieg in der Fußball-Bundesliga. Gegner damals war ausgerechnet der FC Augsburg. Denn: Am Samstag reisen die Roten erneut zum FCA und können ihre schwarze Serie an dem Ort beenden, an dem sie begann. Hier seht Ihr, wie sich 96 in den letzten zehn Partien gegen die Fuggerstädter geschlagen hat.  ©
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Starkes Krisenmanagement vs. Dauer-Unruhe

Ruhe im Umfeld: Die Dauer-Unruhe bei 96 sucht in der Liga ohnehin ihresgleichen, keine Woche vergeht in Hannover ohne neuen Wirbel. Doch auch in Augsburg herrschte im Winter großes Chaos. Caiubys wiederholte eigenmächtige Urlaubsverlängerung und die öffentliche Trainer-Kritik von Martin Hinteregger setzten Manuel Baum enorm unter Druck.

Doch der Klub zeigte Konsequenz, schmiss die beiden Spieler raus und stärkte dem Coach den Rücken. Seitdem ist wieder Ruhe bei den Fuggerstädtern, auch die überraschende Installation von Jens Lehmann als Co-Trainer zog kaum Nebengeräusche nach sich.

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Von diesem funktionierenden Krisenmanagement kann man in Hannover nur träumen. Zu viele Baustellen sind parallel zu schließen. Das gestörte Verhältnis von Präsident Martin Kind und Sportdirektor Horst Heldt scheint nicht mehr zu kitten zu sein, der Trainerwechsel von André Breitenreiter zu Thomas Doll brachte nicht die erhoffte Wende. Darüber hinaus rumort es im Team, einzelne Spieler (Walace) sorgen immer wieder für Theater, es fehlt eine klare Hierarchie.

Bilder vom Nachmittagstraining von Hannover 96 (13. März)

Uffe Bech beim Schuss. Zur Galerie
Uffe Bech beim Schuss. ©

Favoritenschreck FCA vs. Punktelieferant 96

Bonuspunkte gegen Top-Teams: Die jüngsten beiden Spiele haben es gezeigt: Augsburg kann auch gegen Mannschaften von oben bestehen. Zunächst gelang ein überraschendes 2:1 gegen den inzwischen gestürzten Spitzenreiter Borussia Dortmund, dann rang die Baum-Elf RB Leipzig ein 0:0 ab. Schon in der Hinrunde gelangen dem FCA Achtungserfolge gegen Gladbach (1:1), Bayern (1:1) und Leipzig (0:0).

Dass 96 diese Qualität abgeht, zeigte die "Schneeball"-Schlacht gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Sonntag. Lange lag ein Remis in der Luft, am Ende gingen die Roten mal wieder leer aus. Gegen die Top sechs der Tabelle konnte der Tabellenvorletzte in dieser Saison noch nicht gewinnen.

Ein gutes Omen für 96 gibt es allerdings auch: Der letzte Auswärtssieg der Roten datiert vom 21. Oktober 2017 - gegen den FC Augsburg (2:1). Womöglich schließt sich am Samstag ja ein Kreis und die lange Negativserie der Roten auf fremden Plätzen endet.

tk

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