09. Dezember 2017 / 15:00 Uhr

Dreier an der Alten Försterei: Dynamo gewinnt bei Union Berlin mit 1:0 (0:0)

Dreier an der Alten Försterei: Dynamo gewinnt bei Union Berlin mit 1:0 (0:0)

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Zum Abschluss der Hinrunde in der 2. Bundesliga war die SG Dynamo Dresden bei Union Berlin zu Gast. (@ Imago) (5)
Jubel bei der SG Dynamo Dresden: Soeben ist das entscheidende 1:0 gefallen. © Imago
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Die Neuhaus-Truppe siegt durch ein Tor von „Lumpi“ Lambertz in der zweiten Halbzeit.

Berlin. Die kleine Siegesserie von Dynamo Dresden ist wieder etwas länger geworden. Am Sonnabendnachmittag gewannen die Spieler von Trainer Uwe Neuhaus beim 1. FC Union Berlin mit 1:0 (0:0). Vor 22.012 Zuschauern im ausverkauften Stadion „An der Alten Försterei“ besorgte Routinier Andreas Lambertz in der 71. Minute das Tor des Tages. Damit feierten die Schwarz-Gelben nach fast 20 Jahren endlich wieder einen Auswärtssieg in Berlin-Köpenick.

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Zum Abschluss der Hinrunde in der 2. Bundesliga war die SG Dynamo Dresden bei Union Berlin zu Gast. (3) (@ dpa) Zur Galerie
Zum Abschluss der Hinrunde in der 2. Bundesliga war die SG Dynamo Dresden bei Union Berlin zu Gast. (3) (@ dpa) ©

Trainer Neuhaus ließ bis auf zwei Ausnahmen die erfolgreiche Startelf vom 4:0 gegen Aue ran: Manuel Konrad vertrat den wegen der fünften gelben Karte pausierenden Marco Hartmann auf der Sechserposition, Andreas Lambertz ersetzte den verletzten Rico Benatelli auf einer der Achterpositionen. Die beiden Änderungen verkraftete die Mannschaft gut, sie spielte sehr diszipliniert und machte die Räume im Mittelfeld sehr eng, sodass die Unioner große Mühe hatten, sich an den Strafraum durchzukombinieren. Erst eine Ecke von Christopher Trimmel brachte mal Gefahr, doch Steven Skrzybski verzog deutlich (7.).

Kein Elfer für Polter

Dynamo versteckte sich nicht und sorgte selbst für Unruhe am Strafraum der Unioner. Haris Duljevic spitzelte dem Ex-Dresdner Akaki Gogia den Ball vom Fuß und flankte nach einer knappen Viertelstunde gut in die Mitte, wo Erich Berko den Ball unter Bedrängnis aber nur neben den Kasten setzen konnte (14.). Duljevic versuchte es auch selbst einmal mit einem Abschluss, doch sein Schuss wurde noch abgeblockt (22.). Von den „Eisernen“ kam derweil nur wenig Druck, sie erarbeiteten sich zwar ein paar Ecken, doch die brachten nichts ein. Mittelstürmer Sebastian Polter ließ sich in der 27. Minute im Strafraum fallen, doch Schiedsrichter Bastian Dankert ließ zu Recht weiterspielen.

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Marvin Schwäbe: Wieder einmal war sein Talent als mitspielender Torwart gefragt, diese Aufgabe meisterte er sicher. Gute Reaktion gegen Skrzybski in der 37. Minute. In der 86. Minute entschärft er Torrejons Kopfball und hält den Sieg fest. Note 2,5. (@ Steffen Manig) Zur Galerie
Marvin Schwäbe: Wieder einmal war sein Talent als mitspielender Torwart gefragt, diese Aufgabe meisterte er sicher. Gute Reaktion gegen Skrzybski in der 37. Minute. In der 86. Minute entschärft er Torrejons Kopfball und hält den Sieg fest. Note 2,5. (@ Steffen Manig) ©

Da war das, was Dynamo anbot, schon gefälliger. Berko startete ein Solo durch die Mitte und zog das Foul von Kristian Pedersen, der ihn kurz vorm Strafraum regelwidrig stoppte. Die gute Freistoßposition nutzte Philip Heise zu einem gefährlichen Schuss, den Jakob Busk im Berliner Tor nur mit Mühe wegfausten konnte (32.). Dann hätte Union die Führung erzielen können, doch Marvin Schwäbe rettete im Herauslaufen vor Steven Skrzybski (37.). Lucas Röser hatte dann die nächste Dynamo-Chance, als er in einem Bogen in einen Heise-Eckball lief und abschloss, das Tor vor der Wald-Tribüne aber verfehlte (42.).

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Siegtor in starker Phase der Hausherren

Beide Teams kamen unverändert aus den Kabinen – und die Gäste von der Elbe spielten an der Spree weiter munter mit. Es gelang Union erneut nicht, eine Anfangsoffensive zu starten. Nur vereinzelt kam die Hofschneider-Truppe in den Dresdner Strafraum. Polter konnte eine gute Eingabe von Trimmel nicht verwerten und „köpfelte“ überrascht weit über Schwäbes Tor (54.). Union tat sich weiter schwer, die Dresdner Abwehr stand kompakt. Gogia versuchte es mal, der Deutsch-Georgier hielt aus 18 Metern drauf, traf aber nur Polter, der zu Boden ging und kurz behandelt werden musste (61.). Allerdings sich Dynamo danach weniger gut befreien, die Hausherren erarbeiteten sich von Minute zu Minute mehr Feldvorteile.

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Manuel Konrad (Dynamo): Es war ein schöner und enorm wichtiger Sieg. Wir haben den Kampf angenommen, wir waren präsent in den Zweikämpfen. Fußballerisch war es auch keine schlechte Vorstellung von uns. Wir haben in der einen oder anderen Situation ein bisschen in die Karten von Union gespielt, als wir den Ball verloren haben. Wir haben das Spiel dann aber kontrolliert – das 1:0 ist ein geiles Ergebnis. Zur Galerie
Manuel Konrad (Dynamo): "Es war ein schöner und enorm wichtiger Sieg. Wir haben den Kampf angenommen, wir waren präsent in den Zweikämpfen. Fußballerisch war es auch keine schlechte Vorstellung von uns. Wir haben in der einen oder anderen Situation ein bisschen in die Karten von Union gespielt, als wir den Ball verloren haben. Wir haben das Spiel dann aber kontrolliert – das 1:0 ist ein geiles Ergebnis." ©

Doch als Union stärker wurde, fiel das Tor für die Gäste: Heise spielte den Ball von seiner linken Seite in die Mitte, von wo ihn Andreas Lambertz aus zehn Metern zum 1:0 über die Linie drückte (71.). Ein Treffer, der den Sachsen neuen Auftrieb gab. Konrad schoss aus 28 Metern aufs Tor (80./vorbei), Duljevic verfehlte mit einem Vorstoß in den Strafraum das 2:0 auch nur knapp (82./vorbei). In der 86. Minute hatte Marc Torrejon noch die Chance zum Ausgleich, doch Schwäbe packte sich die Kugel und hielt Dynamos ersten „Dreier“ in der Wuhlheide seit fast 20 Jahren fest. Als auch Skrzybski in der Nachspielzeit das Tor verfehlte (93.), durften die Dresdner jubeln.

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