26. Dezember 2021 / 20:19 Uhr

Dreier in letzter Sekunde beendet Siegesserie der Seawolves

Dreier in letzter Sekunde beendet Siegesserie der Seawolves

Sebastian Lindner
Ostsee-Zeitung
Weder Gabriel de Oliveira (vorne) noch Jordan Roland (beide vier Punkte) fanden zu ihrem Spiel. De Oliveira konnte in der Schlussphase nach fünf Fouls zudem nur noch zusehen.
Weder Gabriel de Oliveira (vorne) noch Jordan Roland (beide vier Punkte) fanden zu ihrem Spiel. De Oliveira konnte in der Schlussphase nach fünf Fouls zudem nur noch zusehen. © Gunnar Rosenow
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Gegen die Lions aus Karlsruhe haben die Seawolves die erste Niederlage seit Anfang Oktober kassiert. Die Leistung der Mannschaft reichte nur in seltenen Momenten an die von vor drei Tagen gegen Jena heran.

Nach elf Siegen in Serie haben die Rostock Seawolves am 2. Weihnachtsfeiertag bei den Lions Karlsruhe verloren. Zwei Sekunden vor Schluss versenkte Matthew Moyer einen Drei-Punkte-Wurf zum 87:86 für die Gastgeber. Für die Wölfe war es die dritte Saisonniederlage, die erste seit Anfang Oktober.

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Am 17. September starteten die Rostock Seawolves in die neue Saison. Klares Ziel sind auch in diesem Jahr wieder die Play-offs.

Das offizielle Mannschaftsfoto der Rostock Seawolves Zur Galerie
Das offizielle Mannschaftsfoto der Rostock Seawolves ©

Damit blieb der große Aufwand, den die Rostocker betrieben, ohne Ertrag. Training an Heiligabend, Abfahrt Richtung Karlsruhe mit dem gegen 11 einen Tag später, um am Sonntag ausgeruht auf dem Parkett stehen zu können. Doch einen wirklich wachen Eindruck machten die Seawolves über weite Strecken des Spiels nicht.

„Wir haben es nicht geschafft, so ins Spiel zu starten, wie wir es uns vorgenommen hatten“, sagte Wölfe-Coach Christian Held kurz nach Abpfiff. „Karlsruhe uns viel unter Druck gesetzt, sie sind unser Tempo und unsere Energie mitgegangen. Wir konnten dem in der ersten Halbzeit nichts entgegensetzen.“

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Wölfe lange ohne Biss

Zwar arbeitete sich Rostock anderthalb Minuten vor Ende des ersten Viertels einen zwischenzeitlichen Fünf-Punkte-Vorsprung heraus (20:15), doch bis zur ersten Sirene hatte Karlsruhe das Spiel gedreht. Zur Halbzeit führten die Lions mit elf Punkten (52:41). Rostock fand vor allem defensiv nicht die Form, die noch drei Tage zuvor den bis dato Tabellenführer Jena (94:81-Sieg in der Stadthalle) phasenweise verzweifeln ließ. Vor allem fehlte den Wölfen die Aggressivität.

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Nach der Halbzeit und der Umstellung auf eine Zonenverteidigung robbte sich Rostock langsam wieder ran, hatte nach sechs gespielten Minuten im dritten Viertel nur noch einen Zähler Rückstand (56:57). Chris Carter übernahm das Kommando, machte sechs Punkte am Stück, leistete sich dann aber auch einen Fehlpass, der den Lions wieder einen kleinen Vorsprung sicherte.

Nelson noch mit der Chance, aber Karlsruhe mit dem besseren Ende

Nach 30 gespielten Sekunden im letzten Viertel glichen die Seawolves aber doch aus (66:66). Tyler Nelson brachte sein Team mit dem nächsten Dreier dann auch erstmals seit dem ersten Abschnitt wieder in Führung. Nach mehren Führungswechseln lagen die Wölfe auch 73 Sekunden vor Ende nach Freiwürfen von Sid-Marlon Theis, mit 19 Punkten Rostocks bester Werfer, noch mit vier Punkten in Front. Allerdings waren das die letzten für die Gäste an diesem Abend in Karlsruhe.

Nachdem die Lions zwei Sekunden vor Schluss wieder in Front lagen, hatte Nelson, der bis dahin fünf von fünf Dreiern versenkt hatte, nach einer Rostocker Auszeit zwar noch die Chance auf einen wilden Wurf aus der Ecke, doch der Ball landete nur am Ring. „Die Hypothek aus der ersten Halbzeit war zu hoch“, konstatierte Coach Held. „Wir kämpfen und zwar ins Spiel, kommen auch zurück und stellen Karlsruhe vor Probleme. Am Ende war es aber nicht nicht genug gegen einen starken Gegner.“

Seawolves: Montgomery, Nelson 17 Punkte, de Oliveira 4, Carter 12, Ilzhöfer 2, Roland 4, Gloger 6, Theis 19, Jost, Pearson 17, Loesing 5