06. Oktober 2019 / 22:00 Uhr

Dreierpack: Alexander Fogel lässt FSV Kühlungsborn jubeln

Dreierpack: Alexander Fogel lässt FSV Kühlungsborn jubeln

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Alexander Fogel netzt in dieser Szene zum 3:2 für den FSV Kühlungsborn gegen den Güstrower SC ein.
Alexander Fogel netzt in dieser Szene zum 3:2 für den FSV Kühlungsborn gegen den Güstrower SC ein. © Johannes Weber
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Der Angreifer schießt seine Farben fast im Alleingang zum 3:2-Erfolg gegen den Güstrower SC. Der FSV Kühlungsborn ist in Schlagdistanz zur Spitzengruppe.

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Kühlungsborn. Alexander Fogel holte sich am Sonntag die meisten Schulterklopfer ab. Der Routinier schoss den Fußball-Verbandsligisten FSV Kühlungsborn mit seinem Dreierpack zum 3:2 (3:2)-Heimsieg über den Tabellenzehnten Güstrower SC (12 Punkte). FSV-Trainer René Schultz freute sich für seinen Angreifer. „Alex hat einen guten Tag erwischt. Er braucht das auch, immerhin ist er ein emotionaler Spieler und sehr wichtig für unsere Mannschaft“, sagte Schultz nach dem vierten Erfolg in den vergangenen fünf Ligaspielen.

In einer furiosen ersten Hälfte brachte Fogel die Hausherren auf Kunstrasen zunächst in Front. Er vollendete einen sehenswerten Spielzug über Leon Höhndorf und Vorlagengeber Tom Wilke. Kurz darauf gaben die FSV-Kicker ihren Vorsprung aus der Hand. Der Güstrower drehten das Spiel. Zunächst traf Jonas Reister (15.) auf per Volleyschuss nach einem Diagonalball von Kapitän Björn Plate. Wenig später setzte der Torschütze Enrico Karg in Szene, der zum 2:1 traf. „Nachdem wir sehr gut in die Partie gekommen sind, haben wir vorn zu leicht die Bälle verloren. Dadurch gerieten wir ins Hintertreffen“, haderte Schultz.

Bilder aus der Verbandsliga: FSV Kühlungsborn - Güstrower SC

Der FSV Kühlungsborn schlug den Güstrower SC mit 3:2. Zur Galerie
Der FSV Kühlungsborn schlug den Güstrower SC mit 3:2. ©

Seine Elf schlug jedoch in der 34. Minute zurück. Nach mustergültiger Flanke von Neuzugang Hannes Mietzelfeld köpfte Alexander Fogel das 2:2 und legte kurz vor dem Pausenpfiff noch den dritten FSV-Treffer nach. „Uns kam entgegen, dass die Güstrower vorn sehr früh raufgegangen sind. Dadurch konnten wir sie mit langen Bällen überspielen“, kommentierte Schultz, dessen Elf im zweiten Abschnitt nicht mehr viel zu ließ.

Die Güstrower waren zwar nach dem Seitenwechsel bemüht, das 3:3 zu erzielen. Allerdings fiel den Gästen nicht wirklich viel ein. Kurz vor dem Ende hätten die Barlachstädter fast noch einen Handelfmeter gegen zugesprochen bekommen. Marvin Bartelt hatte den Ball im eigenen Strafraum gegen den Arm bekommen. Schiri Steffen Ludwig zeigte zunächst auf den Punkt, nahm die Entscheidung aber nach Rücksprache mit Assistenz Stefan Beyer zurück. Es blieb beim 3:2 für den FSV.

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„In der ersten Hälfte waren wir bei den Gegentoren zu weit weg vom Gegner, haben uns die Treffer quasi selbst reingelegt. Im zweiten Durchgang haben die Kühlungsborner keinen Fußball mehr mitgespielt und für uns war es dann schwer, gegen ein Abwehrbollwerk anzurennen", resümierte GSC-Coach Holger Scherz.

Die Kühlungsborner (jetzt 15 Punkte) rückten durch den Sieg auf den fünften Tabellenrang vor. Die Osteebad-Kicker befinden sich in Schlagdistanz zur Spitzengruppe um den neuen Tabellenführer FC Anker Wismar (18) sowie den Verfolgern 1. FC Neubrandenburg (18), Rostocker FC (18) und SV Pastow (17). „Die Ergebnisse sind Woche für Woche zum Teil schon ein wenig überraschend. Für unsere Motivation kann es nur gut sein, dass wir in den nächsten Wochen noch gegen die Spitzenteams ranmüssen“, meint Schultz.

Der FSV hat am kommenden Wochenende aufgrund der dritten Landespokalrunde spielfrei. Danach geht es am 18. Oktober mit dem Auswärtsspiel beim FC Mecklenburg Schwerin weiter. Der GSC hat hingegen am kommenden Sonnabend (14 Uhr) die Mammutaufgabe im Pokal gegen Drittligist FC Hansa Rostock vor sich.

FSV Kühlungsborn: Heskamp – Wilke, Franke, Müller, Koopmann (90. +4 Prüter) – Penzenstadler (87. Stösser), Hagedorn, Krötsching, Meitzelfeld – Fogel, Höhndorf (61. Werner).
Güstrower SC: Kirsch - Writschan, Bartelt, Plate, Bildhauer - Reister, Runzer (60. Mazarin), Weidmann, Peters - Karg, Keil.
Tore: 1:0 Fogel (9.), 1:1 Reister (15.), 1:2 Karg (21.), 2:2, 3:2 Fogel (34., 39.).
Schiedsrichter: Steffen Ludwig.
Zuschauer: 165.