18. August 2021 / 17:12 Uhr

Dreierpack der Allzweckwaffe: Lukas Röse ist "Held der Woche"

Dreierpack der Allzweckwaffe: Lukas Röse ist "Held der Woche"

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Ungewohntes Bild: Lukas Röse im Feldspieler-Trikot seines FSV Ketzin/Falkenrehde.
Ungewohntes Bild: Lukas Röse im Feldspieler-Trikot seines FSV Ketzin/Falkenrehde. © Verein
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Der Kreisliga-Fußballer vom FSV Ketzin/Falkenrehde war eigentlich als Ersatztorwart eingeplant, als Coach Florian Moock ihn plötzlich in die Offensive beorderte. Dort traf der 24-Jährige zum Saisonauftakt gegen Optik Rathenow II gleich dreifach. Was er für den Titel "Held der Woche" nun seinen Mitspielern schuldig ist, hat er dem SPORTBUZZER verraten.

Florian Moock ist sicher: „So ein Spiel macht man einmal im Leben.“ Der Trainer vom FSV Ketzin/Falkenrehde schickte in der Halbzeitpause des Kreisliga A-Saisonauftakts im Havelland seinen Ersatztorwart Lukas Röse zum Warmmachen. Und der 24-Jährige schoss mit einem Dreierpack in Halbzeit zwei nicht nur seine Mannschaft gegen Optik Rathenow II zum 4:2-Sieg, sondern sicherte sich auch den Sieg in der ersten Abstimmung zum „Held der Woche“ in der neuen Saison.

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Trotz einer Daumenverletzung aus der Vorbereitung habe er sich am 1. Spieltag „für den Notfall“ mit auf die Bank gesetzt, erzählt Röse. Weil er im Schichtdienst arbeitet, könne er ohnehin nicht immer bei den Spielen dabei sein. Als Coach Moock ihn auf der ungewohnten Position im Feld einwechselte, musste er Lukas Röse nicht lange überreden. „Gut okay, dann ab ins Mittelfeld“, dachte sich der Ersatzkeeper. Die Loyalität ist es auch, was der Trainer an seiner „Allzweckwaffe“ schätzt. „Der Lukas meckert nicht und mault nicht, der spielt einfach Fußball“, so Moock.

Röse: "Zwischen den Pfosten gefällt es mir schon besser"

1:0 für die „Falken“ stand es schon, mit zwei Treffern brachte Röse sein Elf auf die Siegerstraße. Doch weil die Rathenower Reserve noch auf 2:3 verkürzte, wurde gezittert – bis Röse mit seinem dritten Tor alles klar machte. „Das war schon etwas anderes, da vorne zu stehen und Tore zu schießen – und dann gleich drei“, freut sich der stürmende Keeper, für den der Ausflug in die Offensive aber eine Ausnahme bleiben soll: „Hinten zwischen den Pfosten gefällt es mir schon besser“, sagt der Ur-Ketziner, der seit der F-Jugend im Verein ist.

„Das hat Spaß gemacht“, sagt Lukas Röse. Den dürfen jetzt auch seine Teamkollegen vom FSV Ketzin/Falkenrehde haben. „Ich habe gesagt, wenn ich die Abstimmung zum ,Held der Woche’ gewinne, haue ich ein Fass Bier rein. Das ist jetzt fällig.“