12. November 2021 / 20:09 Uhr

Dreierschlag, Rote Karte, dichter Nebel: Deutsche U21 verliert deutlich gegen Polen

Dreierschlag, Rote Karte, dichter Nebel: Deutsche U21 verliert deutlich gegen Polen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die U21-Nationalmannschaft musste unter Trainer Antonio Di Salvo den ersten Dämpfer gegen Polen hinnehmen. 
Die U21-Nationalmannschaft musste unter Trainer Antonio Di Salvo den ersten Dämpfer gegen Polen hinnehmen.  © IMAGO/Beautiful Sports/SportfotoRudel (Montage)
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Kein guter Tag für die deutsche U21-Nationalmannschaft. Im dichten Neben von Großaspach verliert das DFB-Team nach vier Quali-Siegen in Folge erstmals wieder ein Spiel. Die Mannschaft von Trainer Antonio Di Salvo rennt nach frühem Rückstand vergeblich an.

Antonio Di Salvo hat seine erste Niederlage als U21-Nationaltrainer kassiert. Am Freitagabend verlor die Elf des Nachfolgers von Stefan Kuntz das EM-Qualifikationsspiel gegen Polen in Großaspach mit 0:4 (0:3) und muss nach fünf von zehn Spieltagen um die Qualifikation für das Kontinental-Turnier zittern. EM-Titelverteidiger Deutschland erlebte im dichten Nebel vor knapp 4000 Zuschauern in den ersten 20 Minuten ein Desaster: Durch Gegentreffer von Adrian Benedyczak (5., 12. Minute) und  Michal Skoras (14.) war das Spiel schon in der Anfangsviertelstunde entschieden. Die DFB-Elf bekam defensiv keinen Zugriff - und musste dann nach einer Notbremse von Werder-Bremen-Profi Jean-Manuel Mbom auch noch seit der 19. Minute in Unterzahl agieren. Den Schlusspunkt zum 0:4 aus deutscher Sicht setzte Kacper Kozlowski (90.).

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In der EM-Quali-Gruppe B liegen die deutschen Youngster trotz der Premieren-Pleite unter Di Salvo mit zwölf Punkten dank der besseren Tordifferenz weiter auf Rang eins den punktgleichen Junioren aus Israel. Hinter den beiden Führenden ist Polen mit nun zehn Zählern in Lauerstellung.

Dass Potenzial im deutschen Team vorhanden ist, zeigten die Spieler um Kapitän und Torjäger Jonathan Burkardt von Mainz 05 direkt nach der Schock-Anfangsphase samt Platzverweis. Deutschland mit Debütant Jan Thielmann vom 1. FC Köln rannte an und bestimmte trotz Unterzahl das Spiel. Allerdings hatte die Di-Salvo-Elf ohne den verletzt abgereisten Youssoufa Moukoko (Augenentzündung) viel Pech im Abschluss: Ein Freistoß von Angelo Stiller (45.) segelte an den rechten Pfosten. Kevin Schade setzte den Nachschuss freistehend über die Latte. Auch Burkardt hatte eine große Torchance: Nach Stiller-Freistoß nutzte der Mainzer das Wirrwarr im polnischen Strafraum aus, scheiterte aber am polnischen Keeper Cezary Miszta (54.). Am Ende gewannen die Polen, die immer wieder gefährliche Konter produzierten, verdient.

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Besser machen muss es das DFB-Team am kommenden Dienstag, wenn Underdog San Marino im Audi-Sportpark in Ingolstadt gastiert. Die EM-Endrunde findet im Jahr 2023 in Georgien und Rumänien statt.