20. Juli 2019 / 14:01 Uhr

Dreimal Ewa Pajor für den VfL Wolfsburg: 6:1 im Test gegen Budapest

Dreimal Ewa Pajor für den VfL Wolfsburg: 6:1 im Test gegen Budapest

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
20072019 VfL - Budapest 06
Treffsicher wie immer: Ewa Pajor, hier beim 5:1, markierte beim 6:1 des VfL gegen Budapest drei Tore. © Roland Hermstein
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Mit 6:1 (2:1) hat Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg am Samstagmittag seinen Test gegen Ferencvaros Budapest gewonnen. Dabei drehte der deutsche Meister gegen die Ungarinnen nach der Pause mächtig auf. Ewa Pajor (3), Pernille Harder, Alexandra Popp und Svenja Huth, die wie Ingrid Engen ihr Debüt für den VfL gab, trafen.

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Die Ungarinnen präsentierten sich vor rund 350 Zuschauern (der Eintritt war frei) im Stadion am Elsterweg als solide und läuferisch lange Zeit als gut. Der VfL war überlegen, tat sich aber schwer. Pajors Führung wurde prompt gekontert, Harder stellte die Weichen kurz vor der Pause dann auf Sieg. Denn nach der Pause wurden die Gäste nie mehr gefährlich. Das nun auf sechs Postionen veränderte Team von Trainer Stephan Lerch nahm Fahrt auf.

Rauch und Huth harmonieren

Auffällig: wie gut Felicitas Rauch und Svenja Huth schon harmonierten. Rauch bewies über links Laufstärke und zeigte gute Flanken. Huth war sehr aktiv. "Gleich im ersten Spiel ein Tor, so etwas ist natürlich immer gut", freute sich Lerch obendrein für sie. Ebenfalls positiv fand er: "Wir haben im System diszipliniert gespielt, haben den Ball gut laufen lassen." Nicht so gut: "Im Passspiel hat man gemerkt, dass nach zwei Trainingswochen die Beine etwas schwerer waren."

Svenja Huth bei ihrem Debüt für den VfL. Zur Galerie
Svenja Huth bei ihrem Debüt für den VfL. © Roland Hermstein
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Steilpässe auf Pajor führen zu Toren

Bis etwa zur 60. Minute waren viele Ungenauigkeiten dabei, allerdings gab es auch zunehmend schöne Szenen, etwa wenn Harder Pajor in die Tiefe schickte, die das zweimal wunderbar nutzte. Die Polin machte gleich da weiter, wo sie als Top-Torjägerin der Bundesliga vergangene Saison aufgehört hatte. Aber: Sie ließ nicht als Einzige noch Chancen aus. Das war das andere Manko, das Lerch deutlich ansprach. "Die Chancenverwertung war schlecht, es hätte zweistellig werden müssen." Latte, Pfosten, gewisse Wolfsburger Lässigkeit und Unkonzentriertheit sowie Budapests Torfrau Anna Samu verhinderten ein Wolfsburger Schützenfest.

Dickenmann erstmals wieder im Einsatz

Neben Huth gab mit Ingrid Engen eine weitere WM-Teilnehmerin ihr Debüt für den VfL. "Sie spricht noch nicht so gut deutsch, war engagiert, ans Spieltempo muss sie sich noch gewöhnen", so der Coach. Ebenfalls erstmals nach der WM wieder im Einsatz für den VfL: Sara Doorsoun, Popp, Lena Goeßling und Kristine Minde. Und: Erstmals nach langer Verletzungspause (Kreuzbandriss) war Lara Dickenmann wieder dabei. Ein langersehntes Comeback. "Sie hat es gut gemacht, ihre Stärken gleich eingebracht, aber sie wird noch Zeit brauchen", sagte Lerch. Im Tor stand Melina Loeck. Zugang Friederike Abt soll im nächsten Test gegen Prag über 90 Minuten spielen.

Die Statistik

VfL: Loeck - Wedemeyer, Goeßling (46.Doorsoun), Dickenmann (46. Minde) - Neto - Engen (46.Wolter), Maritz (46. Rauch), Harder, Blässe (46. Popp) - Pajor, Stolze (46. Huth).

Tore: 1:0 (31) Pajor, 1:1 (33) Vago, 2:1 (44.) Harder, 3:1 (68.)Huth, 4:1 (69.) Pajor, 5:1 (79.) Pajor, 6:1 (90.) Popp.

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