11. Oktober 2021 / 09:32 Uhr

Monarchs-Coach Däuber nach German-Bowl-Sieg: "Bin sehr stolz auf alle Beteiligten"

Monarchs-Coach Däuber nach German-Bowl-Sieg: "Bin sehr stolz auf alle Beteiligten"

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Spieler umarmen den Siegertrainer – und „Ulz“ Däuber genießt die Stunde des Erfolgs.
Die Spieler umarmen den Siegertrainer – und „Ulz“ Däuber genießt die Stunde des Erfolgs. © Jürgen Kessler/imago images
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Monarchs-Headcoach Ulrich Däuber ist vom ersten German-Bowl-Sieg der Dresdner überwältigt. Im SPORTBUZZER-Interview spricht der 51-Jährige über den Meistertitel.

Dresden. Er ist eines der zentralen Gesichter des Triumphs der „Königlichen“: Dresden-Monarchs-Headcoach „Ulz“ Däuber hat mit seinem Trainer- und Betreuerteam nicht nur die richtigen Taktiken und Spielzüge vorgegeben, sondern vor allem eine starke Mannschaft geformt, in der sowohl die Physis, als auch der Teamgeist absolut stimmt. Sonntagabend blickte der 51-Jährige im SPORTBUZZER-Interview auf den großen Sieg vom Vortag zurück.

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SPORTBUZZER: Herr Däuber, herzlichen Glückwunsch zum deutschen Meistertitel. Wie fühlt der sich an?

Ulrich Däuber: Wahnsinn, ich kann es immer noch nicht richtig glauben. Drei Viertel der Mannschaft sind in Frankfurt geblieben, ich bin mit dem Rest der Mannschaft zurückgefahren. Dann waren wir an diesem Sonntagmorgen gegen 7 Uhr hier in Dresden zurück. Und dann musste ich mir das Spiel gleich noch mal im Livestream anschauen, um zu sehen, was wir da überhaupt alles gemacht haben. Im Bett war ich jedenfalls noch nicht, ich habe im Bus ein paar Stunden geschlafen.

Ist das für Sie der größte Erfolg in Ihrer langen Trainerkarriere?

Ja, auf jeden Fall!

Phasenweise lagen die Unicorns deutlich vorn. Wann war Ihnen klar, dass Sie das Spiel gewinnen?


Als wir Mitte des dritten Viertels, statt auf Fieldgoal zu gehen, den vierten Versuch probiert und geschafft haben und daraufhin auch per Touchdown gepunktet haben. Da wusste ich, dass wir wieder an uns glauben. Wir haben eigentlich immer daran geglaubt, aber da ging noch mal so ein Ruck durch die Mannschaft. Jeder wollte gewinnen und irgendwie hat dann auch alles geklappt. Die zweite Halbzeit hatte ja ganz schlecht angefangen, verging dann aber wie im Flug. Zum Schluss war klar, den Unicorns läuft die Zeit davon.

Gibt es jemanden, dem Sie diesen Titel widmen?

Nein, ich sehe es einfach als Riesenerfolg an – für die Mannschaft, die Coaches und auch für die Verantwortlichen rundherum wie Jörg Dreßler (Monarchs-Geschäftsführer, d. Red.). Da musste ja im Vorfeld viel passieren. Die ganze Saison über haben wir alle super zusammengearbeitet. So einen Titel zu holen, ist eine Mannschaftslleistung. Ich bin sehr stolz auf alle Beteiligten, wir haben uns zum Saisonstart im Mai zusammengesetzt und gesagt, wir geben alles. Und jeder hat mitgezogen vom Starting Quarterback über die Backups bis hin zum Videomann.

Wie geht es jetzt weiter?

Am Dienstagabend um 18 Uhr machen wir an der Bärnsdorfer Straße unsere Meisterfeier mit Mannschaft und Fans. Wenn Herbstferien sind, gehe ich eine Woche in den Ostsee-Urlaub mit meiner Familie. Da haben wir endlich alle mal zusammen frei, darauf freue ich mich schon.