11. Mai 2019 / 21:46 Uhr

Dresden Monarchs dominieren auch bei den Kiel Baltic Hurricanes

Dresden Monarchs dominieren auch bei den Kiel Baltic Hurricanes

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Dresden Monarchs bestritten am Sonnabend ihr zweites Saison-Punktspiel in Kiel.
Die Dresden Monarchs bestritten am Sonnabend ihr zweites Saison-Punktspiel in Kiel. © Jochen Leimert
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Gäste aus Sachsen gewinnen bei den Holsteinern mit 42:14 und verabreden sich hinterher zum Bowling.

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Kiel. Die Dresden Monarchs haben auch ihr zweites Saisonspiel in der German Football League (GFL) erfolgreich gestalten können. Nach dem 49:13 über Düsseldorf gewannen die Männer von Trainer Ulrich Däuber auch bei den Kiel Baltic Hurricanes deutlich mit 42:14. Bei bestem Wetter leisteten sich die Dresdner im Kilia-Stadion zwar anfangs gleich eine Interception durch Quarterback Zack Greenlee und liefen nach 13 Minuten sogar einem 0:7-Rückstand hinterher, doch dann klärten sie schnell die Fronten und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. „Für uns war es anfangs etwas schwierig reinzukommen, weil Kiel noch kein Spiel hatte und wir nicht wussten, was auf uns zukommt“, gab Däuber zu. Seine Mannschaft habe zu Beginn ohne Herz gespielt, aber schnell gemerkt, dass sie gegenhalten muss.

Sow und Greenlee gut drauf

Spielmacher Greenlee verkürzte für seine Monarchs rasch mit einem kurzen Lauf auf 6:7, Kicker Florian Finke sorgte für den Zusatzpunkt. Die Defense brachte die Sachsen dann mit einem Safety erstmals mit 9:7 in Führung. Greenlee erhöhte per Touchdown auf 15:7, Finke steuerte den Zusatzpunkt zum 16:7 bei. Die Kieler nahmen im zweiten Viertel dann ihre erste Auszeit, um sich besser auf die angreifenden Gäste einzustellen, doch Martin Emos gelang der nächste Dresdner Touchdown zum 22:7. Finke wollte es beim Kick zu genau machen, donnerte das Ei an eine der Torstangen. Als nur noch Sekunden bis zum Halbzeitpfiff zu spielen waren, konnten die „Canes“ noch auf 14:22 verkürzen.

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Die Dresden Monarchs bereiten sich auf den Spielbeginn vor. Zur Galerie
Die Dresden Monarchs bereiten sich auf den Spielbeginn vor. © Jochen Leimert
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Im dritten Viertel sorgte dann Wide Receiver Cheikhou Sow für den nächsten Touchdown der Königlichen, der Kick von Finke aber war erneut nicht gut. Eine Seltenheit, denn Finke ist sonst Mister Zuverlässig in Person. So blieb es vorerst beim 28:14. Doch ein weiter Greenlee-Pass auf Sow brachte im letzten Spielabschnitt die Vorentscheidung: das 34:14. Finke erhöhte umgehend auf 35:14 und bewies, dass er das Kicken noch nicht verlernt hat. Doch das war noch nicht der Schlusspunkt, denn erneut Sow punktete zum 41:14 und Finke setzte das 42:14 obendrauf.

Lob vom Monarchs-Coach

Trainer Däuber war nach dem Abpfiff zufrieden mit seiner Mannschaft, er zollte den im Winter noch insolventen Holsteinern aber auch seinen Respekt für eine ordentliche erste Halbzeit: „Kiel hat trotz allem ein sehr, sehr gutes Team, bei vielen Skill Positions ist viel Speed auf dem Feld. Die Nummer 81, Ofori Kwame, hätten wir beinahe in Dresden gehabt, leider hat das mit seinem Studium nicht hingehauen, aber das ist ein Wahnsinnsspieler. Dennoch haben wir einen Touchdown zuviel zugelassen.“ Erstaunt war auch der Head Coach, dass Florian Finke gleich zwei Zusatzkicks versemmelt hatte. Ob es das schon mal gegeben hat, konnte Däuber nicht beantworten: „Das weiß ich gar nicht, aber auch er kann mal einen schlechten Tag haben.“

Dresden Monarchs siegen in Kiel

Trotz einiger Kleinigkeiten, die man noch hätte besser machen können, lobte Däuber seine Truppe für eine insgesamt engagierte Leistung und lud sie für Dienstag zum Bowling in den Elbepark ein: „Es ist gut, nicht nur immer miteinander auf dem Platz zu sein. Als Team muss man auch mal andere Sachen machen.“ Kiels neuer Trainer Timo Zorn, der vor Monaten den US-Amerikaner Dan Dish abgelöst hatte, trug die nicht unerwartete Niederlage mit Fassung: „Ich glaube, wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, aber eine reicht nicht. Man hat gemerkt, dass hier und da noch Sand im Getriebe ist.“ Klar hätte er gern ein Testspiel vor dem Saison-Einstand gehabt, doch das habe aus Termingründen einfach nicht geklappt. So nutzte er eben das Spiel gegen die Dresdner – übrigens das 29. Aufeinandertreffen beider Teams –, um noch Dinge auszuprobieren: „Für uns war das unser Vorbereitungsspiel.“ Im nächsten Punktspiel hoffe er aber auf ein besseres Ergebnis, so der 33-Jährige. Einen Sieg erwarten aber auch die Dresdner, die am 25. Mai in Köln bei den Crocodiles antreten müssen. Auch dort sind sie wieder klarer Favorit.

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