12. September 2020 / 21:31 Uhr

Dresden-Striesen bezwingt schwache Markkleeberger mit 2:0

Dresden-Striesen bezwingt schwache Markkleeberger mit 2:0

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Striesener bejubeln das 2:0 durch Maximilian Koch (Nr. 6).
Die Striesener bejubeln das 2:0 durch Maximilian Koch (Nr. 6). © Jochen Leimert
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Der Landesliga-Aufsteiger aus Elbflorenz schaltet trotz des Fehlens von fünf wichtigen Spielern die Kickers in der 2. Runde des Sachsenpokals aus. Dietze und Koch erzielen die Treffer. 

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Dresden. Für die SG Dresden-Striesen hat die neue Saison gut begonnen. Nach einem 5:0-Auftaktsieg im Pokal in Tauscha und dem 2:2 zum Ligastart gegen den Ortsrivalen FV Laubegast konnte sich der Landesliga-Aufsteiger nun im Sachsenpokal das nächste Erfolgserlebnis verschaffen. Am Sonnabend bezwang die von Jens Frenzel und Matthias Müller betreute SGS die Kickers aus Markkleeberg mit 2:0 (1:0) und zog in die nächste Runde ein.

Striesens Personal arg dezimiert

Die Hausherren traten ohne Marco Grahl, Christian Kunath, Jonathan Schulz, Tim Kausch und Brais Gonzales-Sousa, die alle im Derby gegen Dresden 06 noch in der Startelf gestanden hatten, an. Christian Irmscher saß zwar auf der Bank, ist aber noch angeschlagen. Doch das Fehlen so vieler gestandener Spieler wirkte sich anfangs kaum aus, denn Striesen machte das Spiel und Maximilian Dietze nach einem Konter über die linke Seite früh das 1:0. Eine Eingabe nahm Dietze geschickt an und schob den Ball ins lange Eck (12.). Adrian Eckhardt hätte das 2:0 nachlegen können, schoss aber vorbei (20.). Auch Philipp Werner hätte früh erhöhen können, verpasste die Chance aber. Nach ihrer schwungvollen Startphase war es mit der Herrlichkeit der Gastgeber dann jedoch erst einmal vorbei. Markkleeberg übernahm nach etwa 25 Minuten das Zepter und Striesen verlor nun viel zu viele Bälle, wenn man das Spiel aufbauen wollte.

JETZT Durchklicken: Die Bilder vom 2:0 Erfolg des Sachsenliga-Aufsteigers gegen den Rand-Leipziger!

Ex-DDR-Auswahlspieler Matthias Müller coacht die Striesener. Zur Galerie
Ex-DDR-Auswahlspieler Matthias Müller coacht die Striesener. ©

“Kämpferisch war das in Ordnung, da muss man der Mannschaft Lob aussprechen. Wir waren sehr diszipliniert, wie wir das wollten, haben uns gut auf den Gegner eingestellt, weil doch einige von uns gefehlt haben. Wir haben richtig gut angefangen, eigentlich müssen wir Mitte der ersten Halbzeit 3:0 führen, aber dann haben wir die Spielkontrolle verloren und Markkleeberg war mit einigen Standards gefährlich”, analysierte “Lotte” Müller später die erste Halbzeit. Markkleebergs Fridolin Schwaiger schoss kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal weit über die “Kiste” (43.) - mehr passierte aber nicht.

Nach Wiederbeginn blieben die Kickers zunächst weiter am Drücker, aber vor dem Tor der Striesener viel zu harmlos. Die SGS war da effektiver, schloss einen Konter durch Maximilian Koch ab und durfte sich über das 2:0 freuen (61.). Philipp Werner hätte gleich noch den “Deckel drauf” machen können, schob die Kugel aber am langen Pfosten vorbei (62.). Florian Hornig prüfte Paul Kruse im Kickers-Tor (63.), während auf der Gegenseite Nico Karger kaum noch eingreifen brauchte. Die Gäste aus dem Leipziger Südraum waren am Ende einfach ausgelaugt und nicht mehr in der Lage, das Spiel noch einmal spannend zu machen. So blieb es beim 2:0 für Striesen.

Markkleebergs Trainer von seiner Elf enttäuscht

Für Kickers-Trainer Ronny Meißner ging das Ergebnis in Ordnung: “Wenn du zweimal so ausgekontert wirst, was will du dir da mehr erhoffen?” Er hatte von seiner Elf “nur ein, zwei Halbchancen gesehen - das ist nicht viel”, so Meißner. Sein Kollege Matthias Müller war indes mit dem Ergebnis zufrieden, sah aber noch viel Steigerungspotenzial: “Wir müssen so geordnet wie am Anfang weiterspielen, mehr Ballbesitz haben. Der war später zu oft weg, wir haben zu viele lange Pässe gespielt. Das haben wir zur Halbzeit angesprochen, dann ging es auch ein bisschen besser, dennoch müssen wir an solchen Sachen arbeiten. Wir haben einfach zu viele Ballverluste, dadurch kommt der Gegner wieder in Ballbesitz und wir müssen mehr laufen, was uns Kraft kostet, die am Ende vielleicht fehlt.” Nichtsdestotrotz sei der Sieg verdient gewesen, so der Ex-Nationalspieler. Einen Wunschgegner in der nächsten Runde hat der 65-Jährige, der nebenher noch im Dynamo-Nachwuchs als Techniktrainer für besonders förderungswürdige Talente tätig ist, nicht direkt: “Hauptsache, es kommt eine höherklassige Mannschaft zu uns.”

Am Sonntag in einer Woche müssen die Striesener aber erst einmal zum Mitaufsteiger Empor Glauchau (Anstoß 15 Uhr), die Markkleeberger sind schon einen Tag früher um 15 Uhr zu Gast beim Radebeuler BC.