16. Oktober 2020 / 08:41 Uhr

Dresden Titans: Neustart nach sieben Monaten Pause

Dresden Titans: Neustart nach sieben Monaten Pause

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Trainer Fabian Strauß (l.) und sein Assistent Harm-Ubbo Horst (r.) gehen mit dieser Mannschaft in die neue Pro-B-Saison.
Trainer Fabian Strauß (l.) und sein Assistent Harm-Ubbo Horst (r.) gehen mit dieser Mannschaft in die neue Pro-B-Saison. © Philipp Cherubim
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Die Dresden Titans erwarten zum Saisonauftakt am Sonnabend die Wizards aus Karlsruhe. Maximal 990 Fans dürfen in der Margon-Arena zuschauen.

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Dresden. Die lange Zeit des Wartens für die hiesigen Basketball-Fans nähert sich dem Ende: Am Sonnabend (18 Uhr) starten die Dresden Titans in die neue Saison der 2. Bundesliga Pro B. Gegen einen Aufsteiger, die Arvator College Wizards aus Karlsruhe, wollen die Jungs vor maximal 990 zugelassenen Anhängern in der Margon-Arena die ersten Punkte einfahren. Titans-Trainer Fabian Strauß hofft, dass sich seine gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig veränderte Mannschaft dabei besser präsentiert als bei der mit 67:80 verlorenen Generalprobe vor einer Woche in Bernau: „Das war ein Schuss vor den Bug. In Sachen Präsenz in den ersten Minuten dürfen wir uns von einer jungen Mannschaft nicht so vorführen lassen.“

Strauß wünscht sich nach sechs Wochen Vorbereitung ein Team, das sein Potenzial wieder so abruft wie beispielsweise beim Testspielsieg gegen Münster (77:72): „Mir hat gefallen, dass wir schon sehr dominant auftreten können, wenn wir unser Spiel spielen.“ Seine Mannschaft sei ohne größere Blessuren durch die Vorbereitung gekommen, gegen Karlsruhe seien alle Mann einsatzbereit. Nach dem Karriereende von US-Spielmacher Eric Palm und den Abgängen von Marc Nagora (jetzt Hannover) und Marc Friederici (jetzt Potsdam) hat er mit den Small Forwards Bela Wenczel (Kreuzberg Tiger) und Sven Papenfuß (BSW Sixers) sowie Center Aaron Kayer (Fraport Skyliners Juniors) drei externe Neuzugänge integriert, mit denen er bislang sehr zufrieden ist. Gut führte sich zunächst auch der isländische Shooting Guard Ingvi Thor Gudmundsson ein, doch der junge Wikinger konnte seine Form nicht ganz halten. So wurde sein Probevertrag nicht verlängert. Strauß bedauerte: „Er konnte die Rolle, die wir ihm zugedacht hatten, nicht so ausfüllen wie erhofft.“ Mit Geschäftsführer Rico Gottwald schaut sich der Coach nun noch nach einer Alternative um.

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Die erste Pflichtaufgabe gegen die Karlsruher schätzt Strauß gleich als echten Gradmesser ein, obwohl die Badener erst in die Südstaffel der Pro B aufgestiegen sind und mit Daniel Nelson einen neuen Trainer verpflichteten: „Sie haben eine sehr gut zusammengestellte Mannschaft und einen sehr guten Trainer. Der Kern des Teams spielt seit zwei, drei Jahren zusammen und wurde gut verstärkt. Sie werden uns das Leben sehr schwer machen.“

Oldie Rouven Roessler, der im November schon 40 Jahre alt wird, und seine Kameraden haben frische Kräfte dazubekommen. So spielt jetzt das 18-jährige Ulmer Talent Konrad Stark im Team, Center Moritz Bär kam vom Ligakonkurrenten BBC Coburg. Mit Alex Thompson stieß zudem ein 2,03 Meter großer Amerikaner zur Mannschaft, der zuletzt in der ersten finnischen Liga für Kauhajoen Karhu über 12 Punkte im Schnitt auflegte. Ihn und die anderen Karlsruher zu stoppen, wird nach sieben Monaten Wettkampfpause keine leichte, aber eine lösbare Herausforderung.