08. Juni 2021 / 09:17 Uhr

Dresdner Doppelschlag: Blasewitz kürt sich mit zwei Tennis-Landesmeistertiteln

Dresdner Doppelschlag: Blasewitz kürt sich mit zwei Tennis-Landesmeistertiteln

Rolf Becker
Clara-Marie Schön nahm die Favoritin aus dem Rennen.
Clara-Marie Schön nahm die Favoritin aus dem Rennen. © Steffen Manig
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Bei den 30. Sächsischen Tennis-Landesmeisterschaften in Chemnitz hat der TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz wieder ganz vorn mitgemischt. Die 15-jährige Clara-Marie Schön setzte sich gegen die vier Jahre ältere Sibel Demirbaga durch, die zu den Top 100 Deutschlands zählt. Auch Fynn Sieckmann siegte gegen den Geheimfavoriten Daniil Klimov, der bis vor zwei Jahren noch ATP-Turniere bestritt.

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Chemnitz. Auch die 30. Sächsischen Tennis-Landesmeisterschaften in Chemnitz endeten jetzt mit einen Dresdner Doppelerfolg. Dabei konnte der Serienmeister der letzten Jahre Mark Tanz (Blau-Weiß Blasewitz) wegen Verpflichtungen im Studium diesmal nicht teilnehmen. Doch die Nachfolge trat mit dem Ex-Hamburger Fynn Sieckmann am Wochenende nahtlos wieder ein Blasewitzer an. Bei den Damen siegte überraschend die erst 15-jährige Clara-Marie Schön, die ebenfalls dem TC Blau-Weiß Blasewitz angehört. Sie wurde damit auch die jüngste Landesmeisterin aller Zeiten im Freien, nachdem sie in der Halle schon in der Saison 2019/20 den Titel geholt hatte.

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Sieckmann stolz auf Erfolg

Fynn Sieckmann, der als Student nach Dresden gekommen ist, krönte seine erste Teilnahme an den Landesmeisterschaften gleich mit den Titelgewinn. Der 21-Jährige zählte zwar als an Nummer eins gesetzter Spieler zu den Favoriten, doch dass er sich so klar durchsetzen konnte, kam doch überraschend. Der Neu-Blasewitzer gewann alle fünf Spiele in zwei Sätzen. Nach dem 6:1, 6:1-Erfolg im Halbfinale gegen Georg Matschke (Leipziger SC 1901) entschied er auch das Endspiel gegen Daniil Klimov (Tennis-Leistungszentrum Espenhain) deutlich mit 6:4, 6:3 für sich.

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Dabei galt der 1,96 Meter große Neu-Sachse Klimov als Geheimfavorit, denn er bestritt bis vor zwei Jahren noch ATP-Turniere und wurde in der Weltrangliste geführt. Doch gegen den enorm präzise und sehr sicher spielenden Sieckmann war er letztlich ohne Chance. „Seitdem ich in Dresden lebe, war es mein Ziel mal Sachsen-Meister zu werden. Doch dass mir das so schnell gelingt, darüber freue ich mich riesig und das macht mich auch stolz“, meinte Sieckmann danach.

Endgegnerin aus Top 100

Von den übrigen Dresdnern überzeugte nur Bruno Johannes (Blau-Weiß Blasewitz). Der 17-Jährige fegte beim 6:1, 6:0 gegen Nikolai Barsukov (RC Sport Leipzig) den besten 14-Jährigen Deutschlands vom Platz und scheiterte erst im Viertelfinale mit 3:6, 4:6 an Fynn Sieckmann. Marc-Robert Szelig (SV Dresden-Mitte) und Paul-Philipp Schön (Blau-Weiß Blasewitz) enttäuschten. Routinier Szelig unterlag in der zweiten Runde Michael Mittchev (Chemnitzer TC Küchwald) 3:6, 1:6. Schön, der als an Nummer drei gesetzter Spieler sogar zum Kreis der Titelanwärter zählte, scheiterte sogar schon im Auftaktspiel mit 4:6, 3:6 an Georg Albrecht (RC Sport Leipzig).

Um so besser machte es seine „kleine“ Schwester Clara-Marie Schön. Ihr war zwar der Einzug ins Endspiel durchaus zuzutrauen, das sie mit einem 6:2, 6:2-Sieg im Halbfinale gegen ihre noch über ein Jahr jüngere Clubkameradin Lavinia-Maria Nitzsche auch sicher erreichte. Doch im Finale galt die 19-jährige Ex-Hamburgerin Sibel Demirbaga (Blau-Weiß Blasewitz), die zu den Top 100 Deutschlands zählt, als die klare Favoritin.In einem an Spannung kaum noch zu überbietenden Endspiel behielt nach fast dreistündiger Spielzeit Clara-Maria Schön mit 5:7, 6:4, 17:15 die Oberhand und bewies dabei neben Kampfkraft auch Nervenstärke. Denn sie wehrte mehrere Matchbälle ihrer viel erfahreneren Gegnerin ab.