03. Oktober 2019 / 08:16 Uhr

Dresdner Eislöwen kassieren 0:4-Pleite gegen Bad Tölz

Dresdner Eislöwen kassieren 0:4-Pleite gegen Bad Tölz

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Im Duell der Löwen setzen sich die aus Bayern durch. Am Ende besiegt Bad Tölz die Eislöwen aus Dresden mit 0:4.
Im Duell der Löwen setzen sich die aus Bayern durch. Am Ende besiegt Bad Tölz die Eislöwen aus Dresden mit 0:4. © Steffen Manig
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Das war nichts: Die Eislöwen kassieren eine bittere Heimniederlage und machen nach den vielversprechenden Auftritten unter Rossi einen Schritt zurück.

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Dresden. Nach zwei guten Vorstellungen unter dem neuen Trainer Rico Rossi haben die Dresdner Eislöwen wieder einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Elbestädter kassierten vor nur reichlich 2000 Zuschauern gegen die Tölzer Löwen 0:4-Pleite (0:1, 0:1, 0:2). Hatte Verteidiger René Kramer noch am Tag zuvor gesagt, dass man einen Schritt vorangekommen sei, so musste er am Mittwochabend nach einer eher desolaten Vorstellung bekennen: „Wir sind sehr enttäuscht über diese Leistung, es war wieder ein Schritt zurück. Tölz hat unsere Fehler gnadenlos ausgenutzt und uns eiskalt ausgekontert.“

In den ersten Minuten drängte sich der Eindruck auf, die Tölzer würden daheim spielen. Sie diktierten das Geschehen auf dem Eis, erarbeiteten sich schnell einige Chancen. Den Hausherren unterliefen dagegen Fehlpässe oder die Gäste nahmen ihnen aufgrund ihres guten Stellungsspiels den Puck ab. So tauchte Andreas Schwarz plötzlich ganz allein vor dem Dresdner Gehäuse auf (4.), sein Schuss ging zum Glück neben das Tor. Doch nur eine Minute später schlug Marco Pfleger zu. Der Top-Scorer der Liga markierte das 1:0 für den Tabellendritten, der aufgrund der Sperre von Shawn Weller und den kurzfristigen Verletzungen von Tyler McNeely und Philip Schlager nur mit 14 Feldspielern angereist war. Als Max French nach einem Bandencheck gegen Nick Huard die erste Strafe kassierte, kamen die Eislöwen kaum in die Formation. Die Tölzer konnten sich immer wieder befreien und den Puck aus dem Gefahrenbereich bringen. Das zweite Überzahlspiel begann gleich mit einem Abspielfehler von Thomas Pielmeier. So konnte Marco Pfleger völlig allein auf das Dresdner Gehäuse marschieren, scheiterte jedoch (16.). Auf der anderen Seite hatte Pielmeier die große Chance, aus Nahdistanz zum 1:1 einzunetzen, brachte aber die Scheibe einfach nicht über die Linie. Erst in den letzten Minuten kamen die Elbestädter durch Dale Mitchell und zweimal Toni Ritter noch zu einigen Möglichkeiten, aber Gäste-Goalie Andreas Mechel war auf dem Posten.

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Tölzer System super gespielt“

Zu Beginn des zweiten Abschnittes nahmen die Rossi-Schützlinge mehr Tempo auf, ließen die Gäste bei deren ersten Powerplay nicht zur Entfaltung kommen. Doch bissiger und auch sicherer im Spielaufbau agierten weiterhin die Löwen aus Bad Tölz. Das nächste Unterzahlspiel überstanden die Dresdner zwar erst noch unbeschadet, doch gerade als sie wieder komplett waren, versetzte ihnen Lubor Dibelka mit dem 2:0 (34.) die nächste kalte Dusche. Drei Minuten später rettete Marco Eisenhut gegen Max French und Johannes Sedlmayr sein Team vor einem höheren Rückstand. Auch im Schlussdrittel übernahmen sofort die Oberbayern das Zepter auf dem Eis. Gerade, als sich die Blau-Weißen dann ein, zwei Chancen erarbeiteten, wurden sie von den cleveren Gästen klassisch ausgekontert und kassierten durch Luca Tosto das 0:3 (46.).

Kurz darauf wechselte Rossi im Tor, brachte für Florian Proske für Eisenhut, den er schonen wollte. Nur vier Minuten später musste auch Proske hinter sich greifen, als Markus Eberhardt mit dem 4:0 (51.) endgültig den Sack zuband. Von den Fans gab es am Ende Pfiffe für die Vorstellung. „Die Tölzer haben ihr System super gespielt. Bei uns weiß dagegen im Moment keiner so richtig, was man in bestimmten Situationen machen soll, wo der andere steht. Es ist für uns einfach ein Prozess, der noch einmal von vorn beginnt, denn das System von Rico Rossi ist ein völlig anderes als von Bradley Gratton. Die Tölzer waren zudem auch kaltschnäuziger. Aber wir müssen einfach weitermachen und uns da wieder rausarbeiten.“ Auch Rico Rossi betont: „Es hat keinen Sinn, jetzt auf die Jungs einzuschlagen. Selbst für erfahrene Spieler ist es für den Kopf nicht so leicht zu verkraften. Wir brauchen einfach Geduld und Zeit, das neue System zu trainieren.“ Schon am Freitag geht es für seine Mannschaft in Bietigheim weiter. Die Steelers bekamen in Kassel sogar eine 2:10-Klatsche.

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