15. Dezember 2019 / 21:30 Uhr

Dresdner Eislöwen kassieren 1:6-Klatsche im Allgäu

Dresdner Eislöwen kassieren 1:6-Klatsche im Allgäu

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Dresdner Trainer Rico Rossi hatte am Sonntagabend wenig Freude am Spiel seiner Mannschaft.
Der Dresdner Trainer Rico Rossi hatte am Sonntagabend wenig Freude am Spiel seiner Mannschaft. © Steffen Manig
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Mannschaft von Trainer Rico Rossi unterliegt beim ESV Kaufbeuren deutlich und rutscht in der Tabelle wieder auf Rang zwölf ab.

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Kaufbeuren. Nach dem klaren 5:1-Heimsieg vom Freitag gegen den ESV Kaufbeuren waren die Eislöwen aus Dresden eigentlich mit breiter Brust zum Rückspiel ins Allgäu gefahren. Doch diesmal drehten die Joker den Spieß um und gingen mit 6:1 Toren als Sieger vom Eis.

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Trainer Rico Rossi hatte die Erklärung dafür jedoch ganz schnell zur Hand. „Wir haben einfach zu viele dumme Strafen genommen. Da sind wir selber Schuld und brauchen auch nicht die Schuld beim Schiedsrichter suchen“, sagte der Eislöwen Trainer und übte Selbstkritik.

Diesmal war es der ESVK, der mit der Unterstützung von knapp 2400 Zuschauern von Beginn an Druck ausgeübt hatte. Dresdens Torhüter Marco Eisenhut hatte schon in den Anfangsminuten mehr Arbeit als ihm lieb war. Der erste gefährliche Versuch der Eislöwen von Kapitän Thomas Pielmeier landete an der Maske von Torhüter Jan Dalgic. Kurios war dann eine Strafzeit für Steve Hanusch, der nicht nur den Kaufbeurer Spieler, sondern auch noch Schiedsrichter Alfred Hascher zu Fall brachte. Doch auch im Liegen entschied der auf Strafzeit für den Dresdener Verteidiger. Der ESVK benötigte für das Überzahlspiel ganze 19 Sekunden, dann zappelte der Puck von Max Lukes zum 1:0 im Netz. Auch beim 2:0 von Branden Gracel mussten die Eislöwen wieder in Unterzahl agieren und einmal mehr wurden die Ausführungen von Rossi bestätigt, dass man auf der Strafbank kein Spiel gewinnt.

Mit offenem Visier kamen beide Teams aus der ersten Drittelpause und Rossi sah dabei gute Ansätze seiner Mannschaft. Doch ausgerechnet dem bis dahin guten Marco Eisenhut rutschte beim 3:0 von Jere Laaksonen der Puck durch die „Hosenträger“. Wieder einmal im Powerplay nutzte Max Lukes nun die Verunsicherung der Eislöwen zum 4:0 in der 32. Minute.

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„Sicher etwas mehr erwartet“

Positiv sah Rossi jedoch, dass seine Mannschaft auch nach dem klaren Rückstand nicht den Kopf in den Sand gesteckt hatte und stets bemüht war, einen Treffer zu erzielen. Doch die Dresdner Versuche bekamen bereits nach 49 Sekunden im letzten Drittel erneut einen Dämpfer, als Max Lukes mit seinem dritten Tor das 5:0 erzielte. Mit diesem Treffer war dann auch der Arbeitstag für Marco Eisenhut beendet und Florian Proske hütete fortan das Tor von Dresden.

Eine Schrecksekunde gab es kurz darauf als Tom Knobloch nach einem unglücklichen Check regungslos auf dem Eis liegen blieb. Ärzte und Sanitäter bemühten sich sofort um den Spieler, der umgehend ins Krankenhaus transportiert werden musste. „Er hat wohl eine Gehirnerschütterung und muss auf jeden Fall eine Nacht hier in Kaufbeuren bleiben“, so Rossis erste Informationen.

Nach dieser Aktion hatte die komplette Partie etwas den Faden verloren. Dale Mitchell für Dresden und Antti Kerälä für den ESVK sorgten mit ihren Tore dann für den 6:1 Endstand. „Ich hatte mir sicher etwas mehr erwartet, aber heute war die Tagesform bei Kaufbeuren besser“, bilanzierte der Coach der Eislöwen. Damit sind die Sachsen in der Tabelle wieder Zwölfter. Thomas Schreiber