13. Juni 2020 / 15:04 Uhr

Dresdner Eislöwen basteln weiter am Kader: Ritter und Lavallée bleiben

Dresdner Eislöwen basteln weiter am Kader: Ritter und Lavallée bleiben

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Der Lausitzer Toni Ritter wird auch künftig im Trikot der Dresdner Eislöwen stürmen.
Der Lausitzer Toni Ritter wird auch künftig im Trikot der Dresdner Eislöwen stürmen. © imago images/Eibner
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Die Kaderplanung der Dresdner Eislöwen geht voran. Jetzt haben Verteidiger Kevin Lavallée und Stürmer Toni Ritter ihre Verträge verlängert. Die beiden Routiniers wollten mit ihrem Gehaltsverzicht auch ein Zeichen setzen.

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Dresden. Bislang waren die Dresdner Eislöwen wegen der Corona-Krise vorsichtig hinsichtlich der Kaderplanung. Jetzt konnten sie bei zwei gestandenen Cracks Vollzug melden: Verteidiger Kevin Lavallée und Stürmer Toni Ritter haben ihre Verträge verlängert. Hut ab, dass beide dabei den Verantwortlichen entgegenkamen und auf einen Teil des Gehalts verzichten.

Geschäftsführer Maik Walsdorf erläutert dazu: „Die Vertragsgespräche für die neue Saison liefen durch die Corona-Pandemie anders als die Jahre zuvor. In den Gesprächen ging es auch klar um einen möglichen Verzicht auf Geld. Zu jedem Zeitpunkt waren die Gespräche ehrlich und konstruktiv. Das Team hat sich in mehreren Meetings mit Marco Stichnoth dazu entschlossen, den Club mit finanziellen Einschnitten zu unterstützen. Beide Spieler sind vor der vergangenen Saison zu uns gewechselt und identifizieren sich zu einhundert Prozent mit den Eislöwen, sind absolute Teamplayer auf und neben dem Eis.“

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Am 4. Januar war es endlich soweit: Derbytime unter freiem Himmel. Die Dresdner Eislöwen empfingen die Lausitzer Füchse zum Wintergame im Rudolf-Harbig-Stadion. Zur Galerie
Am 4. Januar war es endlich soweit: Derbytime unter freiem Himmel. Die Dresdner Eislöwen empfingen die Lausitzer Füchse zum Wintergame im Rudolf-Harbig-Stadion. ©

Der 30-jährige Toni Ritter, der aus der Lausitz stammt, sagt: „Mir macht es Spaß, mit den Jungs in Dresden zu spielen. Das abrupte Ende der letzten Spielzeit war für keinen einfach, umso wichtiger ist es, in der neuen Saison an seine Grenze zu gehen, durchzustarten und einen besseren Saisoneinstieg zu zeigen.“ Was den Verzicht auf Geld angeht, betont er: „Viele Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen müssen in der jetzigen Situation mit Verzicht zurechtkommen. Auch ich habe mir Gedanken gemacht und möchte mit meinem Gehaltsverzicht ein Zeichen setzen. Wir wollen von Anfang an als Team auf dem Eis überzeugen und weiterhin füreinander da sein.“

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Der 38-jährige Deutsch-Kanadier Kevin Lavallée, der fast 500 DEL-Spiele aufzuweisen hat, sieht das ganz genauso: „Aufgrund der gegenwärtigen Situation in der Welt sind viele Menschen, auch viele der Eislöwen-Fans, enorm betroffen und ich bin mir dessen sehr bewusst. Als ich zum ersten Mal angesprochen wurde, freiwillig eine Gehaltskürzung vorzunehmen, waren die ersten Worte, die aus meinem Mund kamen, `Warte, lass uns das besprechen. Das Wichtigste für mich ist, in Dresden zu bleiben.` Zum Glück haben wir uns geeinigt.“

In einem ausführlichen Statement fügt Lavallée an, dass er schon in vielen Teams und Städten gespielt habe, aber in Dresden habe er das Gefühl, seine Stadt, die er liebt, gefunden zu haben. Er fühle sich zuhause und sei froh, dass es auch so bleibt.