17. November 2019 / 21:28 Uhr

Dresdner Eislöwen beenden das Wochenende mit einer "Nullnummer"

Dresdner Eislöwen beenden das Wochenende mit einer "Nullnummer"

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Da war noch alles in Butter: Thomas Pielmeier (links) erzielt die 1:0-Führung für Dresden. Danach lief es nicht mehr ganz so gut.
Da war noch alles in Butter: Thomas Pielmeier (links) erzielt die 1:0-Führung für Dresden. Danach lief es nicht mehr ganz so gut.
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Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi verliert nach dem 2:3 in Crimmitschau auch das Duell gegen die Kassel Huskies mit 1:4.

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Dresden. Die Dresdner Eislöwen kommen einfach nicht auf die Beine. Nach der bitteren Derby-Niederlage in Crimmitschau unterlagen die Elbestädter zwei Tage später vor 2326 Zuschauern in eigener Halle Spitzenreiter Kassel Huskies mit 1:4 (1:0, 0:1, 0:3) und bleiben mit dieser erneuten „Nullnummer“ weiter im Tabellenkeller hängen. Ärgerlich vor allem, dass die Mannschaft von Rico Rossi fast zwei Drittel lang viel investiert und gut gespielt hat, allerdings an der katastrophalen Chancenverwertung scheiterte. „Wir schießen zu wenig Tore und bekommen dann zu viele einfache Tore. Für die Jungs ist es natürlich frustrierend, dass die harte Arbeit nicht belohnt wird“, gab der Coach nach der Partie zu.

Dabei starteten die Eislöwen sehr gut in die Partie. Man sah, sie wollten die Derby-Niederlage von Crimmitschau vergessen machen. Schon nach zwei Minuten hatte Mario Lamoureux eine gute Chance, konnte sie aber nicht nutzen. Als beide Teams zugleich die erste Strafe kassierten, kam Denis Shevyrin beim Spiel Vier gegen Vier zum ersten Schuss in Richtung Eislöwen-Tor, das erneut Marco Eisenhut hütete. Als Shevyrin wenig später in die "Kühlbox" musste, schlugen die Hausherren zu. Nach Vorarbeit vom Ex-Kasseler Toni Ritter konnte Kapitän Thomas Pielmeier die Scheibe zum 1:0 (8.) ins Tor befördern. Wenig später zeigten die Hausherren auch in Unterzahl gutes Penaltykilling. Es ging weiter mit hohem Tempo hin und her. Dabei vereitelten die Rossi-Schützlinge mit ihrem Stellungsspiel mögliche Chancen der Gäste und wenn die Huskies gefährlich vorm Dresdner Tor auftauchten, räumten die Blau-Weißen die Scheibe vor Eisenhut weg. Nach diesen 20 Minuten verabschiedeten die Fans die Eislöwen mit Beifall in die Kabine.

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„Müssen über sechzig Minuten Leistung bringen“

Nach dem Seitenwechsel setzte sich das intensive Spiel fort. Beide Teams schenkten sich nichts, wobei die Schiedsrichter auch viel laufen ließen. Immer deutlicher wurde das große Manko aber bei den Gastgebern - sie gingen sträflich mit ihren Chancen um. Alexander Dotzler und Elvijs Biezais scheiterten in der 22. Minute ebenso wie sieben Minute später Mario Lamoureux, der völlig allein vor Kuhn auftauchte, diesen aber nicht bezwingen konnte. Als Steven Rupprich in der 32. Minute von Nick Walters unfair gestoppt wurde, gab es für den Sünder zwei plus zwei Minuten Auszeit in der "Kühlbox". Aber die Fans rauften sich in diesen vier Minuten immer wieder die Haare, weil die Elbestädter aus dem Überzahlspiel kein Kapital schlugen. Das sah später Rossi ebenfalls als einen der Knackpunkte im Spiel. Denn es rächte sich bitter. Gerade wieder komplett kombinierten sich die Huskies schnell vors Dresdner Gehäuse und Denis Shevyrin besorgte den 1:1-Ausgleich.

Im Schlussdrittel wurde es dann ganz bitter. Nachdem Dale Mitchell nach einer Minute aus Nahdistanz gescheitert war, kam es zwei Minuten später knüppeldick für die Hausherren. Als Steve Hanusch in der "Kühlbox" schmorte, netzte Denis Shevyrin mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zur 2:1-Führung (43.) der Huskies ein. Nur zwanzig Sekunden später musste Eisenhut erneut hinter sich greifen. Nick Walters fand die winzige Lücke und markierte das vorentscheidende 3:1. Richtig frustrierend war dann das 4:1 der Gäste zwei Minuten später, als Thomas Pielmeier den Puck im Gewühl an den Schlittschuh bekam und er von da ins Tor sprang. Damit war die Partie entschieden. Toni Ritter ärgerte sich: „Wir haben vierzig Minuten gut gespielt, aber die Dinger nicht reingemacht. Dann bekommen wir solche unglücklichen Gegentreffer. Dennoch waren positive Sachen dabei und wir dürfen die Köpfe jetzt nicht hängen lassen“, betonte er. Rene Kramer meinte: „Wir können uns nicht erlauben nachzulassen, sondern müssen über sechzig Minuten unsere Leistung bringen.“

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