07. Februar 2021 / 20:55 Uhr

Dresdner Eislöwen beenden Negativserie in Crimmitschau

Dresdner Eislöwen beenden Negativserie in Crimmitschau

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Eislöwen siegen nach 1953 Tagen bei den Eispiraten.
Die Eislöwen siegen nach 1953 Tagen bei den Eispiraten. © Mario Jahn
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Die Dresdner Eislöwen haben ihren Auswärtsfluch bei den Eispiraten Crimmitschau begraben. Im Sachsenderby gewannen die Cracks aus der Landeshauptstadt erstmals seit 2015 und sicherten sich einen 4:2-Erfolg bei den Westsachsen.

Crimmitschau/Dresden. Einmal reißt jede Serie. Nach der peinlichen 2:10-Klatsche am Freitagabend gegen die Frankfurter Löwen haben die Dresdner Eislöwen die richtige Reaktion gezeigt. Sie setzten sich am Sonntag im Sachsenderby bei den Eispiraten Crimmitschau mit 4:2 (1:0, 2:0, 1:2) durch und beendeten damit ihre vermeintliche Endlos-Niederlagenserie im Sahnpark, die schon seit 2015 anhielt.Nach dem Debakel gegen die Löwen Frankfurt hatte Trainer Andreas kein Blatt vor den Mund genommen: „Ich hoffe nicht, dass das wieder das wahre Gesicht der Mannschaft ist. Es war mir schon nach fünf Siegen klar, dass man in Dresden sagt, jetzt sind wir da, gehören zu den Top-Mannschaften. Frankfurt ist eine Top-Mannschaft und auch Kassel, wir nicht“, stellte der Coach unmissverständlich klar.

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Brockmanns Donnerwetter zeigt Wirkung

Und Brockman redete weiter Klartext: „Wir können nur mit harter Arbeit vorankommen, alles andere ist Träumerei. Am Sonntag ist das Derby in Crimmitschau. Da braucht man nicht viel sagen, nach so einem Spiel ohnehin nicht. Ich habe den Spielern in der Kabine gesagt, es soll jeder nach Hause gehen und in den Spiegel schauen und sich fragen, ob er alles gemacht hat, seinen Job erledigt hat. Mit Sicherheit nicht“, schloss der 53-Jährige nach dem Desaster gegen Frankfurt seine Rede.

DURCHKLICKEN: Das war der Auswärtssieg der Eislöwen in Crimmitschau

Die Dresdner Eislöwen sichern sich einen 4:2-Erfolg bei den Eispiraten Crimmitschau. Zur Galerie
Die Dresdner Eislöwen sichern sich einen 4:2-Erfolg bei den Eispiraten Crimmitschau. ©

Offensichtlich hatten die Cracks der Blau-Weißen ihren Trainer nach dieser deutlichen Kabinenpredigt verstanden. Denn tatsächlich zeigten sie im Sahnpark eine Reaktion und ein völlig anderes Gesicht. Sie agierten von Beginn an konzentriert und diszipliniert, störten früh das Spiel des Gegners und machten ihrerseits Druck. Nach einem schönen Spielzug bediente Kevin Lavallèe den in der Mitte heranstürmenden Roope Ranta, der zum 1:0 (17.9 einnetzte.

Sieg für die Fans

Und der Finne sorgte im Mitteldrittel nach einem schönen Pass von Jordan Knackstedt mit einem Schlagschuss für das 2:0 (32.). Vladislav Filin konnte wenig später ein Solo (35.) leider nicht vollenden, doch Thomas Supis schraubte nach Vorarbeit von Nick Huard mit einem Abstauber den Vorsprung auf 3:0 (40.). Aber die Hausherren konnten im Schlussabschnitt durch ein Überzahltor von Carl Hudson (49.) und einen Treffer von Petr Pohl (53.) auf 2:3 verkürzen. Nun wurde es nochmal eng. Doch Knackstedt schob kurz vor Schluss die Scheibe ins leere Gehäuse zum 4:2 (60.) und machte in dieser noch einmal kurz hochkochenden Begegnung den „Deckel drauf.“

Dresdens Trainer Andreas Brockmann freute sich über den Erfolg, der nach all den Jahren überfällig war: „Wir sind sehr glücklich, dass wir die Negativserie beenden konnten. Das ist auch ein Sieg für die Fans.“ Schon am kommenden Dienstag geht es für seine Jungs gegen die Löwen aus Bad Tölz daheim weiter. Auch gegen die Oberbayern erwartet Brockmann wieder die richtige Einstellung - allerdings ohne Kabinenpredigt vorab.