08. Januar 2021 / 23:05 Uhr

Dresdner Eislöwen feiern ersten Sieg unter Trainer Brockmann

Dresdner Eislöwen feiern ersten Sieg unter Trainer Brockmann

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
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Andreas Brockmann (r.) und sein Co-Trainer Petteri Kilipvaara schauen dem Spiel interessiert zu. © Matthias Rietschel
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Den Dresdner Eislöwen ist am Freitagabend der erste Sieg unter Andreas Brockmann gelungen. Der neue Coach kann sich über einen 3:2-Erfolg gegen die Bietigheim Steelers freuen.

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Dresden. Endlich ist der Knoten geplatzt. Die Dresdner Eislöwen haben sich in einem engen und hart umkämpften Spiel gegen die Bietigheim Steelers mit 3:2 (1:0, 0:1, 2:1) durchgesetzt. Damit feierte Trainer Andreas Brockmann im vierten Spiel hinter der Bande den ersten Sieg mit den Blau-Weißen. Für die Elbestädter war es dank einer deutlichen Leistungssteigerung der fünfte Sieg insgesamt, aber erst der zweite „Dreier“ in dieser Saison.

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Erneut Vieregge im Kasten

„Wir haben gut angefangen, waren im zweiten Drittel ein wenig zu passiv. Der dritte Abschnitt war dann eine Willens- und Kopffrage. Da muss ich den Spielern ein Kompliment machen. Sie hatten noch einige dicke Chancen, zudem haben sie sehr gut verteidigt und jeder hat seinen Job gemacht. Ich bin natürlich sehr zufrieden, vor allem freut es mich für die Jungs“, so das Fazit von Brockmann. Bereits am Sonntag gegen es für sein Team in Ravensburg weiter.

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Während WM-Rückkehrer Lucas Flade ins Aufgebot der Dresdner zurückkehrte, musste Brockmann erneut auf einige angeschlagene Spieler verzichten, darunter auch auf Torhüter Riku Helenius. So stand erneut der 18-jährige Nick Jordan Vieregge im Kasten, der gleich im ersten Drittel einige Gelegenheiten hatte, sich mit guten Paraden auszuzeichnen. Es war von Beginn an zu spüren, dass sich die Elbestädter viel vorgenommen hatten. Sie starteten sehr konzentriert, erarbeiteten sich einige gute Chancen. Steven Rupprich war es dann, der in der 11. Minute mit einem schönen Schlagschuss von der blauen Linie den Puck zur 1:0-Führung im gegnerischen Kasten versenkte. Für den 31-Jährigen war es der erste Saisontreffer.

Drei Minuten später hatte Arne Uplegger das 2:0 auf der Kelle, doch der Verteidiger traf nur den Pfosten. Wenig später vergab Roope Ranta. So ging es mit dem knappen Vorsprung nach einem starken Drittel der Gastgeber zum ersten Pausentee. René Kramer, der vor der Partie für sein 300. Spiel im Eislöwen-Dress (vergangenen Dienstag gegen Freiburg) geehrt wurde, befand: „Wir haben ein sehr gutes Drittel gespielt. Es freut mich ganz besonders für Ruppi. Wenn wir so über 60 Minuten spielen, haben wir gute Chancen auf die drei Punkte.“


Mit Mann und Maus verteidigt

Die aber wollten natürlich auch die Steelers. Deshalb erhöhten sie im zweiten Abschnitt deutlich die Schlagzahl. Doch zunächst einmal kam Jordan Knackstedt zu einer guten Chance. Doch die Scheibe ging vom Rücken des Gäste-Goalies Leon Doubrawa nicht ins Tor. Das wurde auch mit dem Videobeweis bestätigt. Die Bietigheimer setzten die Elbestädter weiter unter Druck. In der 36. Minute hatten sie schon den Torjubel auf den Lippen, doch bevor die Scheibe hinter Vieregge über die Torlinie schlitterte, war schon der Pfiff der Schiedsrichter ertönt. So zählte der Treffer nicht. Dann aber ließ Riley Sheen Uplegger aussteigen und netzte durch die Schoner von Vieregge den Puck zum 1:1 (39.) ein.

Im Schlussdurchgang warfen beide Teams alles in die Waagschale. Erneut konnten die Blau-Weißen vorlegen. Vladislav Filin brachte seine Mannschaft mit einem schönen Schuss aus spitzem Winkel wieder mit 2:1 (45.) in Front. Allerdings dauerte es nur fünf Minuten, dann kam die Antwort der Gäste. Der Ex-Dresdner Max Prommersberger zog ab und Brett Breitkreuz fälschte den Puck zum 2:2-Ausgleich (50.) noch ab. Wenig später traf Steelers-Stürmer C.J. Stretch den Dresdner Christian Neuert mit hohem Stock im Gesicht. Neuert fuhr blutend vom Eis und Stretch bekam eine Zwei-plus-Zwei-Minuten-Strafe.

Das Überzahlspiel lief erst wenige Sekunden, als Knackstedt mit Auge abzog. Der Puck sprang vom Pfosten ins Tor zum 3:2 (53.). Die letzten sieben Minuten wurden noch mal eine kleine Zitterpartie für die Eislöwen. Die Steelers versuchten alles, um zumindest wieder den Ausgleich zu erzielen. Dann kassierte auch noch Filin eine Strafe und Bietigheim rannte an. Doch diesmal verteidigten die Elbestädter den knappen Vorsprung mit Mann und Maus.