15. Januar 2021 / 22:56 Uhr

Dresdner Eislöwen geben die Rote Laterne an die Falken ab

Dresdner Eislöwen geben die Rote Laterne an die Falken ab

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Dresdens Torjäger Jordan Knackstedt bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich.
Dresdens Torjäger Jordan Knackstedt bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. © Matthias Rietschel
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Endlich ein Befreiungsschlag: Die Dresdner Eislöwen haben sich im DEL2-Duell gegen die Heilbronner Falken behauptet. Die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann gewann 4:2 (1:0, 3:2, 0:0).

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Dresden. Die Arbeit von Andreas Brockmann zeigt erste Früchte. Nachdem der neue Trainer der Dresdner Eislöwen endlich eine Woche Zeit zum Training mit seinem Team hatte, landeten die Blau-Weißen gegen die Heilbronner Falken prompt einen 4:2-Sieg (1:0, 3:2, 0:0) und schickten so die Gäste mit der Roten Laterne wieder nach Hause.

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Helenius kehrt ins Tor zurück

„Es freut mich sehr für die Mannschaft. Wir hatten einen guten Start, haben dann aber wieder ein wenig unsere Linie verloren, konnten mit dem 2:2 aber das Momentum auf unsere Seite ziehen. Die Jungs haben sich am Ende gut durchgefightet“, fasste Andreas Brockmann die Partie kurz zusammen. Am Sonntag geht es zum nächsten Kellerduell nach Bayreuth und am Dienstag dann nach Heilbronn.

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Wie erwartet kehrte am Freitag Riku Helenius ins Tor zurück, dafür musste Elvijs Biezais als überzähliger Kontingentspieler auf der Tribüne Platz nehmen. Zudem stellte Andreas Brockmann seine Reihen um. Wie sich später zeigte, bewies er damit ein glückliches Händchen.

Beide Teams starteten mit hohem Tempo. Das erste Powerplay konnten die Hausherren zwar noch nicht nutzen, doch in der 8. Minute klingelte es im Gehäuse von Falken-Keeper Matthias Nemec. Roope Ranta beendete mit dem 1:0 seine bisherige Ladehemmung, er trug sich erstmals in dieser Saison in die Torschützenliste ein. Abgefälscht war sein Schuss allerdings vom Heilbronner Matthew Neal. Dennoch wird der Treffer dem Finnen Auftrieb geben.


1:0-Führung nach dem 1. Drittel

Und die Blau-Weißen erarbeiteten sich weitere Chancen, aber Nemec erwies sich als sicherer Rückhalt. Die größte Möglichkeit der Gäste hatte Aaron Reisz (11.), aber er konnte Helenius nicht überwinden. Verteidiger Kevin Lavallée zeigte sich nach dem ersten Abschnitt nur zum Teil zufrieden: „Wir waren die bessere Mannschaft auf dem Eis, aber wir haben einige Chancen nicht verwertet. Eine 1:0-Führung ist nicht genug, um locker zu werden.“

Und das zeigte sich ganz schnell, denn zu Beginn des zweiten Durchgangs drehten die Falken binnen zwei Minuten die Partie. Erst gelang Marcus Götz mit einem Rückhandschuss aus Nahdistanz der 1:1-Ausgleich (25.). Nachdem wenig später Roope Ranta eine Strafe gezogen hatte, nutzte Bryce Gervais das Überzahlspiel zur 2:1-Führung (27.). Fielen die Eislöwen nun wieder in alte Muster und verloren den Faden? Fast wäre es so gewesen, wenn Heilbronn wenig später eine Riesenchance verwertet hätte.

Filin glückt das 4:2

Doch im Gegenzug schlugen die Blau-Weißen zurück. Jordan Knackstedt wurde seinem Ruf als Top-Scorer und auch als Führungsspieler gerecht. Nach schönem Pass von Kevin Lavallée erzielte er mit eiskalten Schuss das 2:2 (30.). Drei Minuten später scheiterten Knackstedt und Huard in Unterzahl (33.) am glänzend parierenden Nemec. Doch die Brockmann-Schützlinge blieben weiter bissig. Und endlich klappte es auch bei Evan Trupp wieder mit dem Tore schießen. Im Powerplay fälschte der gut im Slot postierte Stürmer einen Schuss von Alexander Dotzler zur 3:2-Führung (38.) ab.

Und unmittelbar vor der zweiten Pausensirene baute Vladislav Filin aus dem Gewühl heraus den Vorsprung auf 4:2 (40.) aus. Im Schlussabschnitt versuchten die Gäste zwar, das Blatt noch zu wenden, doch die Blau-Weißen verteidigten die drei Punkte mit Mann und Maus. „Nach dem Tor lief es bei mir viel flüssiger. Jetzt müssen wir am Sonntag in Bayreuth daran anknüpfen“, meinte Roope Ranta nach dem Sieg