27. Oktober 2019 / 19:30 Uhr

Dresdner Eislöwen ringen die Löwen aus Frankfurt nieder

Dresdner Eislöwen ringen die Löwen aus Frankfurt nieder

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Eislöwe Mario Lamoureux (r.) gelingt gegen Frankfurts Torwart Patrick Klein in der Verlängerung der Siegtreffer.
Eislöwe Mario Lamoureux (r.) gelingt gegen Frankfurts Torwart Patrick Klein in der Verlängerung der Siegtreffer. © Steffen Manig
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Die Spieler von Trainer Rico Rossi können nach dem Sieg in Landshut auch zu Hause jubeln: 5:4 heißt es nach Verlängerung gegen das Team aus Mainhattan.

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Dresden. Vielleicht ist jetzt der Knoten endlich geplatzt. Die Dresdner Eislöwen haben nach dem 7:4-Sieg in Landshut am Sonntag gegen die Löwen Frankfurt nachgelegt. In einer gutklassigen und spannenden Partie zeigten die Hausherren vor 2082 Zuschauern eine starke Vorstellung und setzten sich völlig verdient gegen den Vorjahresfinalisten mit 5:4 (3:3, 0:1, 1:0, 1:0) nach Verlängerung durch. Den goldenen Siegtreffer erzielte in der 61. Minute Mario Lamoureux. „Ich freue mich unheimlich für die Jungs, dass sie sich für die harte Arbeit in den letzten drei Wochen jetzt auch belohnen konnten. Langsam kommt das nötige Fitnessniveau. Ich denke, wir haben verdient gewonnen“, erklärte Trainer Rico Rossi nach dem Fünf-Punkte-Wochenende.

Gastgeber starten nach Wunsch

Die Eislöwen legten einen perfekten Start hin. Nachdem die Gäste kurz hintereinander zwei Strafen kassierten, schlugen die Rossi-Schützlinge eiskalt zu. In doppelter Überzahl erzielte Petr Pohl nach nur drei Minuten das 1:0. Und die Elbestädter ließen nach 44 Sekunden im Powerplay das 2:0 (4.) folgen. Torschütze war Top-Scorer Dale Mitchell. Allerdings dauerte es nur zehn Sekunden, schon klingelte es auf der anderen Seite. Stephen MacAuley sorgte gleich beim nächsten Angriff für den 1:2-Anschluss. Während Petr Pohl (5.) und Mario Lamoureux (6.) zwei Chancen ungenutzt ließen, besorgte Roope Ranta den 2:2-Ausgleich (9.) für die Gäste. Sie hatten nun etwas mehr vom Spiel und gingen fast folgerichtig in der 18. Minute mit 3:2 erstmals in Führung. Erneut zog Roope Ranta ab, überwand damit erneut Dresdens Goalie Marco Eisenhut. Aber Dale Mitchell, der diesmal von Elvijs Biezais die Scheibe mustergültig auf den Schläger serviert bekam, markierte kurz vor der Pause noch den 3:3-Ausgleich (20.). Alles war wieder offen. Dresdens Trainer Rico Rossi wechselte in der Pause seine Goalies, brachte Florian Proske. „Marco hat uns in Landshut gerettet und auch schon in anderen Spielen. Heute war vielleicht nicht sein Tag“, begründete der Coach seine Entscheidung.

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Zu Beginn des Mitteldrittels machten die Hessen sofort Druck. Als Maximilian Faber abzog und Dominik Meisinger den Puck noch abfälschte, war Proske geschlagen und die Frankfurter führten 4:3 (23.). Danach mussten sich die Eislöwen erst einmal sammeln. Nun dominierten die Gäste und deren Coach Matti Tiilikainen sollte später sagen: „Das war unser stärkstes Drittel.“ Dennoch fingen sich die Hausherren und erarbeiteten sich wieder eigene Chancen. In der 33. Minute hatte Dale Mitchell den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte jedoch an Gäste-Goalie Patrick Klein.

„Zwei gewonnene Spiele – mehr nicht.“

Im Schlussabschnitt drängten die Hausherren mit großem Kämpferherz und viel Leidenschaft auf den Ausgleich. Zwar brauchten sie erneut viele Versuche, aber Toni Ritter ließ die Fan-Gemeinde in der Energieverbund-Arena in der 54. Minute mit dem Tor zum 4:4-Ausgleich jubeln. Bis zur Schluss-Sirene blieb es dann bei diesem Spielstand. Kurz vorher verabschiedete sich noch René Kramer unglücklich auf die Strafbank. Doch seine Mannschaftsgefährten ließen sich davon nicht beeindrucken. Nur 22 Sekunden waren in der Verlängerung gespielt, als die Eislöwen in Unterzahl an die Scheibe kamen und Mario Lamoureux mit einem Schlenzer den Sieg perfekt machte. „Es ist eine Erleichterung, aber es sind nur zwei gewonnene Spiele, mehr nicht. Deshalb müssen wir auf dem Boden bleiben“, warnte Lamoureux. Toni Ritter befand: „Wir sind als Team zuletzt immer enger zusammengerückt. Das Wochenende war natürlich gut fürs Selbstbewusstsein. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“