02. Juni 2021 / 18:15 Uhr

Dresdner-Eislöwen-Ikone Steven Rupprich muss Karriere beenden

Dresdner-Eislöwen-Ikone Steven Rupprich muss Karriere beenden

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Steven Rupprich muss verletzungsbedingt seine Karriere beenden.
Steven Rupprich muss verletzungsbedingt seine Karriere beenden. © Matthias Rietschel
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Die Schulterverletzung macht ein Weiterspielen unmöglich: Der 32-jährige Rupprich muss seine Schlittschuhe an den Nagel hängen, dem Verein bleibt er aber dennoch treu.

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Dresden. Diese Nachricht wird viele Dresdner Eishockey-Fans traurig stimmen: Eislöwen-Ikone Steven Rupprich wird nicht mehr für die Blau-Weißen auflaufen. Wie der Eishockey-Zweitligist am Mittwoch mitteilte, muss der 32-Jährige verletzungsbedingt seine Karriere beenden. Eine Verletzung an der linken Schulter, die den gebürtigen Berliner schon im März zum vorzeitigen Saison-Aus zwang, macht eine Fortsetzung der Laufbahn nicht mehr möglich. Damit geht in Dresden eine Ära zu Ende. Denn Rupprich war nicht nur der dienstälteste Akteur, der seit 2014 sieben Spielzeiten lang das Trikot der Eislöwen trug. Er wurde erst im Januar auch als Rekordspieler für sein 345. Spiel geehrt.

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Inzwischen kann er auf 361 Pflichtspiele für die Elbestädter verweisen, in denen er es auf 51 Tore und 69 Assists brachte. Zugleich verlieren die Dresdner damit einen Publikumsliebling, der sich von Beginn an mit dem Standort identifizierte und zu den Führungsspielern zählte. Ex-Trainer Thomas Popiesch hatte ihn einst von den Nürnberg Ice Tigers an die Elbe gelotst. In der Saison 2015/16 trug er auch das „C“ auf der Brust und führte die Mannschaft im Januar 2016 beim Winter Derby im Rudolf-Harbig-Stadion gegen die Lausitzer Füchse als Kapitän aufs Eis. Rupprich selbst gibt zu: „Die Karriere auf diese Art und Weise zu beenden ist brutal, vor allem weil ich mich auch nicht von unseren Fans auf dem Eis verabschieden konnte.“

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Zugleich aber gibt es eine frohe Botschaft: Der dreifache Familienvater bleibt in seiner Wahlheimat Dresden und mit seiner langjährigen Erfahrung auch den Eislöwen treu und soll im Nachwuchs eingebunden werden. „Ich bin überglücklich, dass ich den Eislöwen und dem Standort hier erhalten bleiben und meine Erfahrungen überall mit einbringen kann. Meine Familie und ich fühlen uns wohl hier und mein Sohn spielt schon bei den Eislöwen Juniors. Es ist eine Herzensangelegenheit, im Nachwuchs zu helfen, Dresdner Talente auszubilden und zu fördern. Darüber hinaus freue ich mich, dass ich den Profis zur Seite stehen kann“, so der Stürmer, der 304 Spiele in der DEL bestritt. Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf betont: „Ab dem Zeitpunkt, als sich das Karriereende von Steven angedeutet hat, war für uns klar, wir wollen ihn hier an unserem Standort halten. Er hat jahrelang seine Knochen für uns hingehalten, ist ein grundsympathischer Mensch und wertvoll für den Club.“