03. Juni 2021 / 15:00 Uhr

Dresdner Eislöwen prüfen Schritte gegen DEL-Entscheidung

Dresdner Eislöwen prüfen Schritte gegen DEL-Entscheidung

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Eislöwen (1)
Verwunderung bei den Dresdner Eislöwen über die Entscheidung der DEL. © Dehli-News
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Nachdem die DEL am Mittwoch bekanntgab, dass die Dresdner Eislöwen nicht für einen möglichen Aufstieg berücksichtigt werden, prüft nun der Club weitere Schritte gegen die Entscheidung.

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Dresden. Diese Nachricht sorgt für mächtig Wirbel: Zweitligameister Bietigheim Steelers und die Löwen aus Frankfurt sind die beiden einzigen Teams, die in der kommenden Saison in die Deutsche Eishockey Liga aufsteigen könnten. Die Anträge von den Dresdner Eislöwen und den Kassel Huskies wurden dagegen überraschend abgelehnt.

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Antrag zu spät eingetroffen

Insgesamt vier Teams aus der DEL2 reichten ihre Antragsunterlagen auf einen sportlichen Aufstieg zur Saison 2022/2023 bei der Deutschen Eishockey Liga ein. Da Bietigheim schon in diesem Jahr die sportliche Qualifikation geschafft hat und aufsteigen kann, wäre es ein Jahr später dann nur noch Frankfurt. Besonders bitter ist die Ablehnung aus Sicht der Dresdner Eislöwen, die schon Mitte Mai freudig verkünden konnten, dass sie die erforderliche Bürgschaft von 816.000 Euro hinterlegt haben. Dennoch wird ihnen jetzt eine Formalie zum Verhängnis.

Der formlose Antrag zur Aufnahme in die DEL habe bei der DEL nicht fristgemäß vorgelegen, heißt es aus der DEL-Zentrale. Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf erfuhr erst kurz vor der Veröffentlichung davon. „Wir sind sehr verwundert über die Meldung der PENNY DEL. Wir haben die Sicherheitsleistung hinterlegt und bestätigt bekommen. Der formlose Antrag, im Falle der Meisterschaft in der kommenden Saison, zur Spielzeit 2022/2023 in der DEL spielen zu wollen, ist aber offenbar nicht angekommen. Das ärgert uns selbst am meisten, vor allem gegenüber unseren Bürgen, unseren Sponsoren, unseren Unterstützern, unseren Spielern und natürlich unseren Fans. Wir prüfen weitere Schritte gegen die Entscheidung der DEL“, erklärte Walsdorf, der den Antrag per Mail schon vor Ablauf der Frist versendet hatte.



Angeblich sei die Mail nicht angekommen. Auf dem Postweg gab es dazu dann eine Verzögerung, sodass der formlose Antrag zu spät eingetroffen sei. Die Eislöwen können nun noch über das Schiedsgericht versuchen, daran etwas zu ändern. Ähnlich geht es dem aktuellen DEL-Vizemeister aus Kassel. Der diesjährige Finalist zeigte sich ebenso verwundert und will sich weitere Schritte über seine Anwälte vorbehalten. Sollte Bietigheim alle wirtschaftlichen und formalen Hürden schon in diesem Jahr nehmen, würde die DEL in der kommenden Saison mit 15 Teams spielen, da es wegen Corona keine Absteiger gibt.