15. Januar 2020 / 09:37 Uhr

Dresdner Eislöwen ringen Kassel Huskies nieder

Dresdner Eislöwen ringen Kassel Huskies nieder

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
14.1.2020,
Eishockey, DEL 2,
Dresdner Eislöwen-Kassel Huskies,
Niklas Jentsch jubelt mit den anderen über ein Dresdner Tor,

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Niklas Jentsch konnte noch im ersten Drittel sein Tor zum 3:0 bejubeln. Doch danach mussten die Dresdner Eislöwen noch lange zittern. © Matthias Rietschel
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In einem packenden Duell haben die Dresdner Eislöwen den Spitzenreiter Kassel mit 6:5 nach Verlängerung geschlagen. Doch das war nichts für schwache Nerven.

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Dresden. Nach einem Wechselbad der Gefühle und vielen verrückten Situationen haben die Dresdner Eislöwen gestern Abend vor 1892 Zuschauern gegen Spitzenreiter Kassel Huskies mit 6:5 (3:0, 0:3, 2:2, 1:0) nach Verlängerung gewonnen. Damit konnten die Schützlinge von Rico Rossi im vierten Vergleich den ersten Sieg gegen die Schlittenhunde feiern. Der Schütze des goldenen Treffers in der 2. Minute der Verlängerung war Jordan Knackstedt, der einen sensationellen Alleingang mit seinem 15. Saisontor krönte.

Schon in der 2. Minute gab es einen kurzen Schock, als Mario Lamoureux kurz auf dem Eis liegenblieb und zur Behandlung in die Kabine musste. Zum Glück konnte der Dresdner Top-Scorer wenig später wieder mitspielen. Die Eislöwen erarbeiteten sich erste Chancen und Steve Hanusch, der nach seiner Verletzung ins Aufgebot zurückgekehrt war, sorgte für die 1:0-Führung (7.). Nur zwei Minuten später schlugen die Elbestädter erneut zu. Kapitän Thomas Pielmeier erhöhte per Rückhandschuss auf 2:0 (9.). In Minute 13 unterlief Husky-Goalie Leon Hungerecker ein schwerer Fehler. Er kam aus dem Tor heraus, konnte an der Bande aber die Scheibe nicht unter Kontrolle bringen. So kam Tom Knobloch an den Puck, passte ihn zum völlig freistehenden Niklas Jentsch, der ins leere Tor zum 3:0 (13.) einnetzte. Für den 20-Jährigen war es der erste Treffer seiner Profi-Karriere. Sein Team verlor anschließend den Faden. Durch viele Strafzeiten kam kein Spielfluss zustande. Dennoch ging es mit der klaren Führung zur ersten Pause.

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Dresdner in Defensive gedrängt

Nach dem Seitenwechsel gewannen immer mehr die Gäste aus Kassel die Oberhand. Gleich zu Beginn kassierten die Blau-Weißen erneut zwei Strafen, doch Marco Eisenhut konnte mehrere Schüsse der Huskies parieren. In der 27. Minute jubelten dann schon die Hessen, doch das vermeintliche Tor war von einem Schlittschuh eines Kasseler Spielers Richtung Tor gegangen und wurde nach Videobeweis nicht anerkannt. Aber die Schlittenhunde zwangen die Dresdner immer mehr in die Defensive, aus der sich die Elbestädter kaum noch befreiten. Sie agierten viel zu passiv, dazu gab es viele Nicklichkeiten zwischen beiden Teams, was zu weiteren Strafen bei den Eislöwen führte. In Überzahl gelang Alexander Karachun (33.) dann doch das 1:3. Auch das wurde per Videobeweis abgeklärt, weil Eisenhut bei seiner Abwehraktion der Helm vom Kopf gerissen wurde.

Anschließend aber blieben die Blau-Weißen stets der Strafbank treu. Folgerichtig nutzte Kassel ein weiteres Powerplay, Mario Scalzo markierte den 2:3-Anschluss (35.). Den bitteren Schlusspunkt aus Sicht der Gastgeber setzte 34 Sekunden vor der zweiten Sirene Justin Kirsch mit dem 3:3 – alles wieder offen.

Eislöwen dominieren in Verlängerung

Mario Lamoureux konnte sich über die Schiedsrichter-Entscheidungen nicht beruhigen und bekam dafür eine Zehn-Minuten-Strafe. So fehlte der US-Boy den Hausherren die erste Hälfte des Schlussdrittels, in dem die Huskies durch Spencer Humphries erstmals die 4:3-Führung (52.) gelang. Sein Schuss ging unter die Querlatte. Aber 15 Sekunden später glich Dale Mitchell aus. Danach ließen einige erneut die Fäuste sprechen, diesmal kam Dresden zum Powerplay, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Kurz darauf sorgte Mario Lamoureux mit dem 5:4 (58.) für blau-weißen Jubel, der jedoch wenig später verklang. Denn als Kassel den Keeper herausnahm, gelang Top-Scorer Ben Duffy der erneute 5:5-Ausgleich (60.). So ging es in die Verlängerung – mit gutem Ende für die Dresdner.