21. Dezember 2019 / 08:20 Uhr

Dresdner Eislöwen siegen in rassigem Derby

Dresdner Eislöwen siegen in rassigem Derby

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Dresdner Eislöwen - Eispiraten Crimmitschau
Kevin Lavallée, Petr Pohl und Mario Lamoureux (v. l.) bejubelten gestern gemeinsam den Sieg im Derby gegen die Eispiraten Crimmitschau. © Steffen Manig
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Das Team von Trainer Rico Rossi behält gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 5:3 die Oberhand. Nun reisen die Elbestädter mit breiter Brust zum Spitzenreiter nach Kassel.

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Dresden. Das war für die Dresdner Eislöwen ein perfekter Auftakt in die spielintensive Weihnachtszeit. Vor 4412 Zuschauern und damit erstmals ausverkauftem Haus bezwangen die Elbestädter in einem rassigen und spannenden Derby die Eispiraten Crimmitschau mit 5:3 (3:1, 1:1, 1:1). Damit knüpften die Schützlinge von Rico Rossi nicht nur an den knappen Sieg gegen Bietigheim an, sondern sie bauten ihre positive Derby-Bilanz weiter aus, erreichten übrigens das gleiche Ergebnis wie beim Amtsantritt des Italo-Kanadiers im September. Nun können die Elbestädter am Sonntag mit breiter Brust zum Spitzenreiter nach Kassel reisen, der sich am Freitagabend bei den Lausitzer Füchsen mit 0:1 geschlagen geben musste.

Unter den Augen des neuen sportlichen Leiters Marco Stichnoth legten die Eislöwen einen super Start hin. Bereits in der 3. Minute netzte Top-Scorer Mario Lamoureux nach schönem Pass von Kevin Lavallée zur 1:0-führung ein. Wenig später mussten allerdings gleich zwei Dresdner kurz hintereinander in die Kühlbox. Die Blau-Weißen ackerten vorm eigenen Kasten, warfen sich in die Schüsse der Eispiraten oder blockten sie. So überstanden sie die doppelte Unterzahl ohne Schaden. Noch vor der Partie hatte Trainer Rico Rossi das Unterzahlspiel seines Teams als Sorgenkind bezeichnet. Doch diesmal agierten seine Jungs sehr aufmerksam und mit großer Leidenschaft. Nick Huard und erneut Mario Lamoureux sowie Toni Ritter prüften in der 13. Minute Gäste-Keeper Michael Bitzer, der jedoch parierte.

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Die Dresdner Eislöwen setzten sich in einem spannenden Sachsenderby gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 5:3 durch. Zur Galerie
Die Dresdner Eislöwen setzten sich in einem spannenden Sachsenderby gegen die Eispiraten Crimmitschau mit 5:3 durch. ©

Eigentlich hatten die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt das Spiel und den Gegner im Griff, doch bei einem der wenigen Gegenangriffe konnte Adrian Grygiel die Scheibe flach an Keeper Marco Eisenhut vorbei in die Maschen zum 1:1 (16.) schieben. Jubel in der Kurve bei den über 400 mitgereisten Fans aus dem Sahnpark. Aber die Antwort der Eislöwen folgte promt. Einen Schnitzer der Eispiraten nutzend kam Jordan Knackstedt an den Puck, stiefelte auf den gegnerischen Kasten zu und markierte das 2:1 (18.) für die Dresdner. Wenig später waren die Hausherren erneut am Drücker. Alexander Dotzler zog dabei einfach von der blauen Linie ab und baute den Vorsprung auf 3:1 (19.) aus. Mit diesem Zwei-Tore-Vorsprung ging es in die Kabine.

Zu Beginn des Mitteldrittels kassierten die Elbestädter eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Das Powerplay nutzten die Gäste diesmal und wieder war es Adrian Grygiel, der den Puck im Dresdner Tor zum 2:3-Anschluss (23.) unterbrachte. Aber die Rossi-Schützlinge ließen sich nicht aus dem Konzept bringen, nur 31 Sekunden später stellte Dale Mitchell mit dem 4:2 (24.) den alten Abstand wieder her.

Zu Beginn des letzten Durchgangs drängten die Gäste aus dem Sahnpark auf den Anschluss. Und der gelang dann dem jungen Luca Gläser. Der Förderlizenzspieler aus Bremerhaven gab sein Debüt für die Westsachsen und markiert in der 43. Minute das 3:4. Danach drückten die Eispiraten weiter auf den Ausgleich, scheiterten jedoch mehrfach an Marco Eisenhut. Brenzlig wurde es nochmal bei einem Unterzahlspiel in der 55. Minute, doch das überstanden die Rossi-Männer erneut mit Cleverness und aufopferungsvollem Einsatz. Als die Eispiraten zum Schluss ihren Goalie herausnahmen, traf Timo Walther zum 5:3 (60.) ins leere Gehäuse.