03. Dezember 2018 / 19:16 Uhr

Dresdner Eislöwen und Lausitzer Füchse gehen mit Rückenwind ins Sachsenderby

Dresdner Eislöwen und Lausitzer Füchse gehen mit Rückenwind ins Sachsenderby

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
30.09.2018, Weisswasser, Lausitzer Fuechse vs. Dresdner Eisloewen 

Marco Eisenhut (31, Dresdner Eisloewen), David Kuchjeda (69, Lausitzer Fuechse), Feodor Boiarchinov (8, Lausitzer Fuechse)
Das Match der Dresdner Eislöwen gegen die Lausitzer Füchse verspricht spannendes Eishockey. © Archiv
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Die Dredner Eishockeycracks wollen am Dienstag (19.30 Uhr) endlich den Bock umstoßen und den sächsischen Rivalen aus der Lausitz bezwingen.

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Dresden. Mit dem zweiten Sechs-Punkte-Wochenende der Saison haben die Dresdner Eislöwen Selbstvertrauen getankt. Den Schwung wollen sie nun in das Sachsenderby an diesem Dienstag (19.30 Uhr) gegen die Lausitzer Füchse mitnehmen. Die Motivation sei riesig, wie Stürmer Steven Rupprich betont. Nicht nur wegen des immer speziellen Spiels gegen den Erzrivalen, sondern auch aus anderen Gründen. Schließlich haben die Blau-Weißen etwas gutzumachen, verloren sie doch bislang alle vier Sachsenderbys. Jetzt wollen sie endlich den Bock umstoßen. Zum anderen sollen die beiden Siege vom Wochenende keine Eintagsfliege bleiben. „Jeder Sieg auf dem Weg in die Play-offs ist für uns wertvoll“, weiß der 29-Jährige, der zugibt, dass die Maßnahme von Trainer Brad Gratton, zwei Spieler auf die Tribüne zu verbannen, richtig war.

DURCHKLICKEN: Die Bilder vom ersten Spiel 2018/2019 der Lausitzer Füchse gegen die Eislöwen

Mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse entscheiden die Lausitzer Füchse das vergangene Sachsenderby gegen die Dresdner Eislöwen für sich. Zur Galerie
Mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse entscheiden die Lausitzer Füchse das vergangene Sachsenderby gegen die Dresdner Eislöwen für sich. © Thomas Heide
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„Geredet haben wir Woche für Woche sehr viel. Aber offensichtlich war es notwendig, dass uns der Trainer mal richtig in den Arsch getreten hat. Es ist zwar schade, dass dies notwendig war, aber die letzten beiden Spiele haben ja gezeigt, dass es geholfen hat. Man hat gesehen, dass keiner diesen Platz auf der Tribüne einnehmen will“, so Rupprich, der prophezeiht: „Lass uns mal richtig ins Rollen kommen, dann können wir jeden Gegner schlagen.“

Ein Sieg gegen die Füchse, die immerhin Vierter sind, wäre da natürlich Balsam für die Dresdner. Das Sechs-Punkte-Wochenende sei eine gute Basis für das Derby, ist Rupprich überzeugt. Nachdem Brad Gratton schon in Kaufbeuren auf Sanktionen verzichtete, werden wohl bis auf den verletzten Steve Hanusch und Tom Knobloch (U20-Lehrgang) alle Cracks dabei sein. Prinzipiell ausgeschlossen hat Gratton aber solche Maßnahmen für die Zukunft nicht.

Im Fuchsbau gab es bereits vor dem ersten Advent mit der Verpflichtung von Joel Keussen eine vorweihnachtliche Überraschung. Der 27-Jährige wechselte von den Krefelder Pinguins, von denen er aussortiert wurde. „Über die Einzelheiten möchte ich nicht sprechen. Fakt ist, dass ich zum Saisonbeginn dreimal gespielt habe, dann brach es ab. Also musste ich etwas verändern", beschreibt der Verteidiger seinen Weg zu den Ostsachsen, der erst durch die schwere Knieverletzung von Roberto Geiseler möglich wurde. Noch am Freitag debütierte Keussen beim Auswärtsspiel in Bad Tölz, das die Füchse nach solider Leistung mit 4:1 gewannen. Am Sonntag im eigenen Bau gegen Heilbronn gab es dann einmal mehr ein Tore-Spektakel. Sieben Wochen nach dem vogelwilden 7:6 der Falken nach Verlängerung im eigenen Horst, ballerten sich die Kontrahenten erneut 13 Scheiben ins Netz. Diesmal siegte Weißwasser mit 8:5. Joel Keussen agierte dabei ruhig und abgeklärt, setzte auch offensiv ein paar Akzente.

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Coach Corey Neilson war gleich des Lobes voll über den Neuzugang aus der DEL: „Er ist ein sehr guter Eishockeyspieler, groß und stark, der sofort gezeigt hat, dass er der Mannschaft hilft, wichtig für den Spielaufbau und kreativ am Puck ist.“ Auf die Frage, ob eine Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse nicht sein Nahziel sei, bleibt der Defender bescheiden: „Ich möchte gar nicht weit vorausblicken. Ich erwarte auch nicht, dass mir irgendwer den roten Teppich ausrollt, weil ich aus der DEL komme. Ich möchte mir zunächst den Respekt in der eigenen Mannschaft und den der Gegner erarbeiten. Also werde ich Schritt für Schritt gehen, mein Bestes geben, und alles andere sehen wir später.“

Was den gebürtigen Duisburger an diesem Dienstag in Dresden erwartet, weiß er ganz genau: „Ich habe ja schon für Dresden gespielt. Daher kenne ich die Bedeutung der Derbys. Ich freue mich auf einen stimmungsvollen Eishockeyabend." Für Trainer Corey Neilson steht fest, dass man in der Landeshauptstadt defensiv deutlich besser stehen muss als zuletzt gegen Heilbronn: „Wir müssen ein paar Details verändern. Nur über das Offensivspiel werden wir nicht erfolgreich sein. Aber wir fahren mit breiter Brust nach Dresden, haben ja derzeit einen kleinen Lauf."

Astrid Hofmann/Sebastian Matthieu

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