07. Mai 2022 / 18:06 Uhr

Dresdner Galopp-Renntag muss nach einem Rennen abgebrochen werden

Dresdner Galopp-Renntag muss nach einem Rennen abgebrochen werden

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Vertreter der Rennleitung, der Trainer und Jockeys begutachten das Geläuf.
Vertreter der Rennleitung, der Trainer und Jockeys begutachten das Geläuf. © Imago/Galoppfoto
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Nach einem Sturz im ersten Rennen wurde die Bahn durch eine Kommission aus Vertretern der Rennleitung, Jockeys, Trainern und Verantwortlichen des Dresdner Rennvereins begutachtet. Ergebnis: Die Sicherheit von Pferden und Jockeys kann nicht vollumfänglich gewährleistet werden.

Dresden. Der Saisonauftakt auf der Galopprennbahn in Dresden-Seidnitz musste an diesem Samstag nach nur einem Rennen abgebrochen werden. Ursache waren Probleme mit dem Geläuf. Im ersten Rennen war Reiterin Maike Riehl gestürzt. Die Jockeys, darunter der neunmalige deutsche Champion Andrasch Starke, monierten anschließend, dass die Grasbahn an einigen Stellen zu rutschig sei. Eine Kommission aus Vertretern der Rennleitung, Jockeys, Trainern und Verantwortlichen des Dresdner Rennvereins inspizierten die Bahn und kamen zu dem Ergebnis, dass man die Rennen nicht fortführen kann.

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„An einer Kurve fällt das Geläuf ein bisschen ab, dort kam im ersten Rennen ein Pferd ins Rutschen. Die Jockeys wollten an dieser Stelle nicht reiten. Wir hätten zwar die Möglichkeit gehabt, da die Bahn umzuleiten, aber das wäre in der Kürze der Zeit nicht machbar gewesen. Wir müssen das so akzeptieren, die Sicherheit von Pferd und Reiter geht vor. Für die Besucher tut es mir unendlich leid“, sagte Rennvereins-Präsident Michael Becker.

Mandys Girl hatte ihre Reiterin Maike Riehl  abgeworfen, war anschließend alleine auf der Bahn unterwegs, musste eingefangen werden.
Mandys Girl hatte ihre Reiterin Maike Riehl  abgeworfen, war anschließend alleine auf der Bahn unterwegs, musste eingefangen werden. © Imago/Galoppfoto

Schon im September 2020 wurde eine Renntag nach zwei Rennen beendet. Damals hatte Dauerregen das Geläuf so glatt werden lassen, dass die Sicherheit für Reiter und Pferd ebenfalls nicht mehr gegeben war.

Für den Rennverein ist die Absage in diesem Jahr besonders bitter, weil der Aufgalopp als „Sport-Renntag“ veranstaltet wurde und alle großen Vereine – von den Dresdner Dynamo-Fußballern über die DSC-Volleyballerinnen bis hin zu den Zweitliga-Handballern des HC Elbflorenz oder den Dresdner Eislöwen – für eines der acht Rennen die Patenschaft übernommen hatten.

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