06. April 2021 / 12:23 Uhr

Dresdner Kanuten im Aufwind: Liebscher und Hammer erreichen A-Finale über 1000 Meter

Dresdner Kanuten im Aufwind: Liebscher und Hammer erreichen A-Finale über 1000 Meter

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Liebscher Hammer
Tobias Hammer (l.) und Tom Liebscher standen über 1000 Meter im A-Finale. © Ute Freise
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Aufgrund der Corona-Pandemie fand die letzte Sichtung im Jahr 2019 statt. Nun ging es für die Athletinnen und Athleten nach Duisburg zu den ersten nationalen Qualifikationsrennen im Kanurennsport. Dabei erreichten die Dresdner Tom Liebscher und Tobias Hammer das A-Finale über 1000 Meter.

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Duisburg/Dresden. Nach zwei Jahren Pause fanden in Duisburg die ersten nationalen Qualifikationsrennen im Kanurennsport statt. Insgesamt traten bei der Regatta 110 Athleten und Athletinnen an, um sich auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die letzte Sichtung im Jahr 2019 statt. Für alle war es deshalb eine erste wichtige Standortbestimmung.

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"Großer Stein vom Herzen gefallen"

Ganz besonders auch für den Dresdner Olympiasieger Tom Liebscher, der nach Unfall und einer schweren Rückenverletzung erst Ende vergangenen Jahres wieder ins Training einsteigen konnte. Der 27-Jährige verfehlte im K1 über 250 m das A-Finale, belegte im B-Finale Platz zwei und damit in der Gesamtabrechnung Rang elf. Über 1000 m schaffte es der Schützling von Trainer Jens Kühn in den A-Endlauf, in dem er Platz acht erreichte. In der Gesamtrangliste wird er nach der ersten von zwei Qualifikationen auf Platz sechs notiert.

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Nach dem 1000-m-Rennen sagte Liebscher: „Ich bin sehr zufrieden, dass ich das A-Finale überhaupt erreicht habe. Da ist mir erstmal ein großer Stein vom Herzen gefallen.“ Jens Kühn schätzt ein: „Es war eine ordentliche Leistung, aber man hat schon gesehen, dass er Trainingsrückstand hat. Mit Platz sechs ist aber Olympia derzeit nicht in Gefahr.“ Allerdings merkte der erfahrene Coach auch an: „Es zeigt sich, dass ihm auch die Wettkampfhärte und -praxis fehlen. Er weiß jedoch selbst, dass es für ihn ein schweres Jahr wird. Zumindest war es jetzt eine Standortbestimmung.“

KCD-Kollege Jonas Draeger, der als Kurzstreckenspezialist die 200 m (7.) und 250 m (12.) absolvierte, wird es für den erweiterten Nationalmannschaftskreis schwer haben, aber er belegt im U23-Bereich den zweiten Rang. Ähnlich sieht es bei Jakob Kur-schat und Tobias Hammer (beide WSV „Am Blauen Wunder“) aus. Hammer schaffte es überraschend in den A-Endlauf über 1000 m und erkämpfte hinter Liebscher Rang neun, über 250 m erreichte er das C-Finale und liegt damit in der U23-Rangliste auf Platz zwei hinter Kurschat, der das C-Finale gewann und über 1000 m das B-Finale für sich entschied.