02. August 2019 / 08:21 Uhr

Dresdner Karl Bebendorf will Konkurrenten als „Geist“ schocken

Dresdner Karl Bebendorf will Konkurrenten als „Geist“ schocken

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
„Meine Werte waren zuletzt sehr gut und auch ein Trainingslauf letzten Mittwoch über 3000 m flach verlief recht ordentlich“, zeigt sich Karl Bebendorf zuversichtlich und gut gerüstet.
„Meine Werte waren zuletzt sehr gut und auch ein Trainingslauf letzten Mittwoch über 3000 m flach verlief recht ordentlich“, zeigt sich Karl Bebendorf zuversichtlich und gut gerüstet. © Matthias Rietschel
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Der DSC-Läufer startet bei den Deutschen Meisterschaften über 3000 m Hindernis.

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Dresden. Karl Bebendorf hofft auf den Überraschungseffekt. „Vielleicht ist es ja ein Vorteil, als ,Geist’ an der Startlinie zu stehen“, meint der Läufer vom Dresdner SC verschmitzt. Am Sonntag soll sich im Berliner Olympiastadion der Aufwand der vergangenen Wochen und Monate auszahlen. Bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften, die im Rahmen der „Finals 2019“ über die Bühne gehen, will der 22-Jährige den Konkurrenten über 3000 m Hindernis einheizen. Dabei liegt sein letzter Wettkampf in dieser Disziplin drei Jahre zurück. Am 16. Mai 2016 lief er in Rehlingen seine bis heute gültige Bestzeit von 9:04,78 Minuten. Danach widmete er sich vorrangig den 1500 m, qualifizierte sich über diese Strecke immerhin erstmals für einen Nationalmannschaftseinsatz im Frühjahr und belegte bei der Hallen-EM in Glasgow einen guten siebenten Platz.

Rückkehr war schon länger geplant

Doch obwohl er im Juni in Dessau mit 3:39,02 Minuten eine neue Bestleistung erzielte, war ihm klar, dass dies nicht für die WM-Teilnahme in diesem und das ersehnte Olympia-Ticket im kommenden Jahr reichen würde. „Ich hätte noch drei Sekunden schneller rennen müssen und dieser Sprung wäre wohl kaum zu schaffen“, erläutert Bebendorf, der deshalb mit seinem Trainer Dietmar Jarosch insgeheim schon länger den Plan schmiedete, auf die Hindernisstrecke zurückzukehren.

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„Wir haben die gesamte Vorbereitung seit dem Trainingslager in Flaggstaff im März danach ausgerichtet, mehr Dauerläufe absolviert und Hindernistechnik eingestreut“, berichtet Karl Bebendorf, dessen Talent in dieser Disziplin einst Katja Hermann erkannte. Die leider im vergangenen Jahr verstorbene Trainerin führte ihn schon 2014 zum deutschen U20-Meistertitel über die 2000 m Hindernis.

Training ganz auf die WM-Norm ausgerichtet

In einem spektakulären Zieleinlauf hatte er damals den führenden gleichaltrigen Patrick Karl (Ochsenfurt) noch in letzter Sekunde abgefangen. Auf seinen ehemaligen Kontrahenten wird der Dresdner im Olympiastadion erneut treffen, und auch auf den für Erfurt startenden Martin Grau. Beide sind auch in den letzten Jahren regelmäßig über die Hindernisstrecke gelaufen. Der 27-jährige Grau erreichte 2018 immerhin 8:26,18 Minuten, konnte verletzungsbedingt allerdings auch in diesem Jahr über die Distanz noch keine Zeit vorweisen. Patrick Karl hat ebenfalls aus dem Vorjahr eine persönliche Bestzeit von 8:31,81 Minuten zu Buche stehen.

Karl Bebendorf lässt sich davon aber nicht beeindrucken. „Wir haben im Training alles auf die WM-Norm von 8:29 Minuten ausgerichtet. Meine Werte waren zuletzt sehr gut und auch ein Trainingslauf letzten Mittwoch über 3000 m flach verlief recht ordentlich“, zeigt sich der Elbestädter zuversichtlich und gut gerüstet. „Sicher habe ich den Wassergraben nicht im Training geübt, doch sowas verlernt man nicht. Und mit den Hindernissen hatte ich nie ein Problem. Früher fehlte mir nur das Stehvermögen auf dem letzten Kilometer. Ich hoffe, da kann ich jetzt besser durchziehen“, ist er überzeugt. Und wenn er dann – wie 2014 – als „Geist“ auf der Ziellinie auftauchen könnte, hätte er nichts dagegen.

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