29. April 2020 / 08:25 Uhr

Dresdner Leichtathlet Bebendorf geht früher in die Pause

Dresdner Leichtathlet Bebendorf geht früher in die Pause

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Karl Bebendorf; DSC; Leichtathlet
DSC-Leichtathlet Karl Bebendorf beklagt ein „leeres Jahr“ durch die Corona-Pandemie. © Anja Schneider
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Da es vermutlich in diesem Jahr kaum Leichtathletik-Wettkämpfe geben wird, bespricht Hindernisläufer Karl Bebendorf vom Dresdner SC mit seinem Trainer bereits im Juli in die Saisonpause zu gehen. Die Pause soll mit vier Wochen auch länger sein, als sonst üblich.

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Dresden. Nach vielen anderen Leichtathletik-Veranstaltungen wurde vor wenigen Tagen auch die für Ende August geplante EM in Paris abgesagt. DSC-Hindernisläufer Karl Bebendorf hat damit zwar schon gerechnet, gibt aber zu: „Ein bisschen gehofft hatte ich schon noch, dass sie stattfindet. Es ist schon traurig, wenn man im April bereits weiß, dass es ein leeres Jahr sein wird. Denn vermutlich wird es außer ein paar kleinen Testrennen gar keine Wettkämpfe mehr geben“, glaubt der deutsche Meister über 3000 m Hindernis, der kommende Woche seinen 24. Geburtstag feiert. Auch die auf den August verschobene DM, die eventuell ohne Zuschauer stattfinden könnte, hält er inzwischen für „eher unwahrscheinlich“.

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„Vom Kopf her abschalten“

Obwohl er derzeit weiter trainiert und die „Trainingsphase voll ausreizen“ möchte, gesteht er: „Es ist schon schwierig für die Motivation, wenn man gar nicht so richtig weiß, wofür man das macht.“ Mit seinem Trainer Dietmar Jarosch hat er sich deshalb für eine frühe Pause entschieden: „Wenn es keinen Wettkampf mehr geben wird, dann wollen wir relativ zeitig im Juli in die Saisonpause gehen. Sie soll dann auch vier Wochen dauern, da ich nach der späten WM im vergangenen Jahr nur zehn Tage frei gemacht habe. Ein Monat wäre mal ganz gut, um auch vom Kopf her abzuschalten“, meint Bebendorf, der sich allerdings kennt und weiß: „Nach zwei Wochen juckt es mir dann meist schon wieder in den Füßen.“

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Wie viele andere auch, absolviert er seinen Job bei der AOK Plus derzeit vor allem im Homeoffice. „Das ist für mich nicht so schlecht, da kann ich mir den Tag mit Arbeit und Training sehr gut einteilen.“