06. Juni 2020 / 11:20 Uhr

Dresdner Mittelstreckenläufer Jonathan Schmidt plant schnelle Rückkehr in die USA

Dresdner Mittelstreckenläufer Jonathan Schmidt plant schnelle Rückkehr in die USA

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Jonathan Schmidt absolvierte in Iowa und Texas Wettkämpfe, bis die Corona-Krise kam.
Jonathan Schmidt absolvierte in Iowa und Texas Wettkämpfe, bis die Corona-Krise kam. © Privat
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Der zweimalige deutsche U20-Meister über 1500 Meter möchte sein Studium an der University of Missouri in Columbia fortsetzen Zudem gehört er dem dortigen „Track&Field“-Team an und hofft, trotz der weltweiten Corona-Pandemie, bei der im Herbst startenden Cross-Saison richtig Gas geben zu können. 

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Dresden. An diesem Wochenende will Jonathan Schmidt erstmals wieder die Laufschuhe schnüren. Vor reichlich zwei Wochen kehrte das DSC-Lauftalent aus den USA zurück, musste sich eine Woche in Quarantäne begeben und konnte dann nach einem negativen Corona-Test wieder das Haus verlassen. Ausgestattet mit einem Sportstipendium war der zweimalige deutsche U20-Meister über 1500 Meter im vergangenen August ausgezogen, um an der University of Missouri in Columbia internationalen Journalismus zu studieren und gleichzeitig als Mitglied des „Track&Field“-Teams mit Läufern aus vielen Ländern seinen Sport zu betreiben. Trotz der Corona-Pandemie blieb der 20-Jährige erst einmal in den USA, kehrte aber doch früher als geplant in die Heimat zurück.

Er berichtet gegenüber dem SPORTBUZZER, wie er die letzten Wochen erlebt hat: „Nach der Weihnachtspause konnte ich sechs, sieben Wochen lang zahlreiche Wettkämpfe bestreiten, war in Iowa oder auch Texas unterwegs. Bei den Conference Finals hat unsere Staffel, in der ich die 800 Meter gelaufen bin, sogar Bronze gewonnen. Ich war richtig gut drauf. Zwei Wochen später wurde dann alles runtergefahren, die Trainingsgruppe verkleinerte sich. Doch ich hatte mich mit zwei Partnerinnen aus England und Bulgarien zum Bleiben entschieden“, so Schmidt. Das Trio konnte das Training relativ normal im Stadion fortsetzen. „Anfangs habe ich schon geschluckt, denn ab Mitte März wollte ich Wettkämpfe in San Francisco und Los Angeles absolvieren und hatte mich darauf gefreut. Mit meinen beiden Trainingspartnern haben wir uns gegenseitig motiviert und weiter unsere Übungseinheiten durchgezogen“, erzählt er.

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„Auch die Uni lief per Online weiter und so konnte ich das Semester ordentlich abschließen“, fügt der Dresdner an. Natürlich habe er in ständigem Kontakt mit den Eltern daheim gestanden und man habe gemeinsam entschieden, dass er drei bis vier Wochen früher als ursprünglich geplant seine Zelte abbricht. „Ich muss schon sagen, dass Deutschland die ganze Corona-Pandemie wirklich gut gehändelt hat“, findet der DSC-Läufer, der von Chicago über London nach Frankfurt ein One-Way-Ticket buchte und in fast leeren Fliegern kein Problem hatte, sich gut zu schützen.

Daheim habe er sich in der Quarantäne eine Woche auf dem Hometrainer fit gehalten, was ihm aber entgegenkam: „Ich brauche immer eine gewisse Laufpause, um zu regenerieren. Jetzt aber geht es langsam wieder los.“ Auf jeden Fall möchte Schmidt Mitte August in die USA zurückkehren, um sein Studium fortzusetzen und in der Cross-Saison im Herbst richtig Gas zu geben. „Natürlich nur, wenn es die Lage hergibt“, betont er. Seit Mitte März habe er in der Freizeit noch angefangen, einen Spanisch-Kurs zu absolvieren. „Sprachen interessieren mich schon immer und ich wollte neben Englisch und Französisch eben auch Spanisch lernen. Das ziehe ich auch jetzt jeden Tag durch“, verrät er lachend.